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Havelland „Andere haben ein Haus oder einen Garten“
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14:48 30.03.2019
Stefan Kroschinsky ist beinahe täglich am Bootshaus der Rathenower Kanuten zu finden. Quelle: Christoph Laak
Rathenow

Wenn am morgigen Sonntag bei den Rathenower Kanuten die neue Saison mit dem Anpaddeln eingeläutet wird, dann ist Stefan Kroschinsky auf jeden Fall mit dabei. Eigentlich wie immer. Denn, wenn am Bootshaus des Rathenower Wassersportvereins etwas los ist, ist Kroschinsky nicht weit.

Seit 1978 ist der 52-Jährige seinem Verein treu, hilft wo er kann und das eigentlich zu jeder Tag- und Nachtzeit. „Angefangen habe ich mit dem Kanusport, weil ich es immer spannend fand, dass Wettkämpfe meist mit Zeltlagern verbunden waren“, erinnert sich Kroschinsky zurück. Bereits früh erkannte er für sich, dass er sein Wissen als Übungsleiter an andere Kanuten weitergeben wollte. „Ich war dann auch einige Jahre als Trainer tätig, heute aber nicht mehr“, erzählt Kroschinsky, der in einer Premnitzer Gießerei tätig ist.

Die Söhne sind auch bei den Kanuten dabei

Zur Wendezeit entwickelte sich dann aber wieder mehr und mehr die Lust, selbst ins Boot zu steigen. „Da kam der Männersport so langsam ins Rollen. Zuvor waren Kanuten ja meist nur während ihrer Schulzeit aktiv“, erzählt der Vater zweier Söhne, die selbstverständlich auch beide beim WSV aktiv sind. „Die habe ich beide mit reingeschleppt. Das muss so 2006 gewesen sein“, schmunzelt Stefan Kroschinsky. Und auch beide Söhne bringen sich aktiv ins Vereinsleben ein. Jonas Kroschinsky ist mittlerweile Landestrainer beim brandenburgischen Kanuverband.

Heute ist Stefan Kroschinsky zumindest auf dem Wasser nicht mehr so oft zu finden. „Seit zehn oder zwölf Jahren nehme ich nicht mehr an Wettkämpfen teil. Da habe ich mir ein Wanderkanu zugelegt, wobei ich bei den zwei oder drei Marathons, an denen ich jährlich teilnehme, schon versuche, möglichst schnell von A nach B zu kommen“, erzählt Kroschinsky.

Arbeit auf dem Gelände des Wassersportvereins findet sich täglich

Die Prioritäten haben sich Stück für Stück verschoben, steht der 52-Jährige vor allem als helfende Hand stets parat, wenn es nötig ist. „Ich bin mindestens fünfmal die Woche auf unserem Gelände zu finden. Andere haben ein Haus oder einen Garten, ich bin halt gerne am Bootshaus.“

Und dort sieht es sehr gepflegt aus. Bei Arbeitseinsätzen sind immer viele Helfer dabei, das mag Stefan Kroschinsky an seinem Verein. „Wir sind da schon ein eingeschworener Haufen“, erklärt Kroschinsky, der mit einigen anderen Vereinsmitgliedern auch als Hafenmeister tätig ist und sich dabei um ankommende Boote oder die Camper auf dem Vereinsgelände kümmert.

Nachwuchsarbeit liegt Stefan Kroschinsky besonders am Herzen

Besonders am Herzen liegt dem Kanu-Urgestein aber die Nachwuchsarbeit in seinem Verein. Bei Regatten ist er stets dabei. „Da halte ich den Trainern den Rücken frei, kümmere mich um Auf- und Abbau unserer Zeltlager oder um das Abladen der Boote. Wir sind da wie ein kleiner Wanderzirkus“, erzählt Kroschinsky und freut sich über die guten Resultate im Kinderbereich.

„Wir haben eine gute Nachwuchsarbeit. Die meisten Sportler aus unserem Verein haben ihren Weg gemacht. Darauf sind wir schon stolz“, so Stefan Kroschinsky, der ans ruhiger Treten noch lange nicht denkt. „Freiwillig werde ich hier nicht aufhören. Da müssen sie mich schon raustragen“, schmunzelt er und denkt schon wieder an die nächste Aufgabe – schließlich soll morgen beim Anpaddeln alles wieder reibungslos ablaufen.

Info Am 8. Mai bieten die Rathenower nuten ein Schnuppertraining an. Teilnehmen können Kinder ab der 3. Klasse, die schwimmen können. Anmeldungen und weitere Informationen unter 0174/4452907.

Von Christoph Laak

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