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Havelland Die chinesische Mauer bezwungen
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14:42 02.06.2019
Stolz war Oliver Els als er nach knapp über zwei Stunden die Ziellinie überquerte. Quelle: privat
Tianjin/China

Begonnen hat alles mit einem Fahrrad. Oliver Els aus Ferchesar war vor gut vier Jahren nach Lissabon gefahren – per Rad. Danach dachte sich der 40-Jährige: Warum dieses Training nicht gleich als Grundlage nutzen? „So kam ich zum Laufen. Und ich habe in den letzten vier Jahren immer mehr gefallen am Ausdauersport gefunden“, erzählt Els.

Und da ihm das Laufen durch das Havelland mittlerweile nicht mehr ausreicht, nimmt Els auch an Wettkämpfen teil. Kürzlich startete er beim Great Wall Marathon in Tianjin, bei dem ein Großteil der Laufstrecke auf der chinesischen Mauer entlang führt. „Landschaftlich ist das natürlich absolut geil. Eigentlich muss man das auch genießen, aber ich bin da zu ehrgeizig und habe kaum auf die Natur entlang der Strecke geachtet“, so Els. In China hatte er einen Halbmarathon bestritten.

Oliver Els läuft auf Platz 14 unter 635 Startern

Für ein Selfie blieb trotz aller Mühen immer ein wenig Zeit. Quelle: privat

„Darauf aufmerksam geworden bin ich durch eine Laufzeitung. Und nachdem ich schon einen Halbmarathon auf Island gelaufen bin, war das jetzt die nächste größere Herausforderung“, erzählt der Elektroinstallateur, der mit einer größeren Laufgruppe in China an den Start gegangen war. Und diese Herausforderung meisterte der 40-Jährige mit Bravour.

Unter den 635 Startern lief der Havelländer auf Rang 14 und holte sich in seiner Altersklasse den Sieg. Els benötigte für die gut 21 Kilometer 2:07 h. „Damit bin ich sehr zufrieden. Im Vorhinein hatte ich mir eine Zeit von zwei Stunden vorgenommen. Am Tag vor dem Lauf waren wir die Strecke aber teilweise abgelaufen und dann hätte ich auch mit drei Stunden gut leben können“, erklärt Els, der von der Atmosphäre absolut beeindruckt war.

Atmosphäre weiß auf der Strecke zu überzeugen

Die ersten fünf Kilometer des Laufes führten nämlich durch kleine Dörfer und Wälder. „Dort standen überall Kinder und haben uns Läufer abgeklatscht. Das war alles richtig herzlich“, erzählt der Läufer, der ursprünglich aus Milow stammt. Doch das Hauptstück des Laufes führte über die Mauer selbst und verlangte den Startern körperlich alles ab. An Joggen war kaum zu denken.

Immerhin waren gut 2600 Stufen zu überwinden. „Es war manchmal mehr ein Klettern. Wir sind teilweise auf allen Vieren vorwärts gekommen, da die Stufen nicht alle gleich hoch waren. Das ging richtig in die Knochen“, so Oliver Els, der in der Vorbereitung auf den Lauf sein Pensum etwas erhöht hatte.

Muskelkater macht sich in den Tagen nach dem Lauf bemerkbar

Dreimal wöchentlich dreht er normalerweise seine Runden, läuft dann zwischen zehn und 14 Kilometern. „Vor solchen Läufen geht es dann etwas hoch. Dann laufe ich fünf- bis sechsmal in der Woche. In der Spitze sind es dann auch längere Läufe“, erzählt Els. Und dennoch, einige Tage nach dem Lauf hatte der 40-Jährige mit den Torturen zu kämpfen.

„Der Muskelkater hat richtig zugeschlagen“, schmunzelt Oliver Els und sagt, dass er durch diesen Lauf noch mehr vom Lauffieber gepackt wurde. „In unserer Laufgruppe war ich der Einzige, der „nur“ den Halbmarathon gelaufen ist. Da wurde ich schon einige Male mit aufgezogen. Aber ich denke ein Vollmarathon ist jetzt nur eine Frage der Zeit“, erzählt Els und hat schon ganz konkrete Ziele im Kopf.

Das große ziel ist jetzt der Arktis-Marathon

Für den Anfang sollte es in diesem Jahr eventuell noch der Berlin-Marathon sein. „Dort zu starten wird aber nicht einfach, da man ja nicht eben mal so einen Startplatz erhält. Außerdem ist mir das Laufen in der Stadt eigentlich auch ein bisschen zu langweilig“, erklärt Oliver Els. Extremer wäre da schon der Arktis-Marathon, der jährlich nur mit einer beschränkten Teilnehmerzahl durchgeführt wird.

„Dieser Termin ist für 2020 schon fett in meinem Kalender markiert. Da möchte ich auf jeden Fall dabei sein“, erklärt Oliver Els. Eine Anreise mit dem Fahrrad dürfte dann aber auf jeden Fall ausgeschlossen sein.

Von Christoph Laak

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