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Havelland Eintracht Falkensee lässt Kinderaugen leuchten
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10:03 04.04.2019
Die Fußballer sind ohne Zweifel ein Aushängeschild des Vereins – in der Kreisoberliga rangieren die Männer derzeit auf Platz eins. Quelle: Benjamin Feller
Falkensee

Alexander Stach wurde einmal nach der Motivation für sein großes ehrenamtliches Engagement gefragt. An die Antwort kann sich der Vorsitzende von Eintracht Falkensee noch genau erinnern: „Entscheidend sind die Kinder“, sagt er. „Das Leuchten in ihren Augen, wenn sie ein Tor geschossen oder mal einen neuen Trainingsanzug bekommen haben – das ist der Hammer!“

Seit zwei Jahren führt der 45-Jährige den Club, der innerhalb kurzer Zeit zum drittgrößten Sportverein der Stadt Falkensee aufgestiegen ist. „Wir steuern auf die 500 Mitglieder zu“, weiß Stach. Dabei gibt es die Eintracht erst seit Oktober 2012, damals spalteten sich einige Sportler von Blau-Gelb Falkensee ab. „Das ist Vergangenheit“, so Stach. Er blickt lieber nach vorn. Gerade etabliert sich eine Karate-Freizeitgruppe im Verein. Alexander Stach engagiert sich als Trainer. „Wir haben eigentlich nur einen Raum mit einer Matte gesucht, dann kam Eins zum Anderen, jetzt haben wir 20 Kinder da.“

Der Nachwuchs liegt ihm und seinen Mitstreitern im gerade erst wiedergewählten Vorstand besonders am Herzen – ganz gleich in welcher Abteilung. Es gibt neben Fußball und Karate auch Volleyball, Basketball und Inlinehockey. Ein Aushängeschild sind die Fußballer dennoch allemal. Die Männer schafften in den vergangenen fünf Jahren vier Aufstiege, stehen jetzt in der Kreisoberliga – der höchsten Spielklasse im Havelland – auf dem ersten Platz und träumen vom nächsten großen Coup.

Vier Aufstiege in den vergangenen fünf Jahren

„Wir hatten das Glück, dass wir gleich sehr gute junge Leute hatten. Da haben die Fußballer nach der Gründung gleich losgelegt wie die Feuerwehr“, erinnert sich der Vereinschef.

Damit der Erfolg auch nachhaltig ist, wird der eigenen Jugend beim Verein aus der Gartenstadt natürlich besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Beim Ausbildungskonzept „FUNiño“ sei man Vorreiter. „Da wird im Drei-gegen-drei auf vier Minitore gespielt“, erklärt Stach. Weniger Leistungsdruck und mehr Spaß für die Kinder seien die Ziele. „Natürlich – und verständlicherweise – wurde das anfangs skeptisch beäugt“, so der Vorsitzende, „aber es hat sich absolut bewährt.“ Die Weiterentwicklung des Konzepts steht bereits in den Startlöchern. Auf Dauer will der Verein in den älteren Altersklassen und im Herrenbereich die Früchte dieser Arbeit ernten.

Doch wie vielerorts bringt der rasant wachsende Nachwuchssektor der Eintracht-Fußballer auch Herausforderungen mit sich. „Wir haben einen extrem großen Zulauf im Bereich der G- und F-Junioren“, sagt Alexander Stach. Die Platzkapazitäten in Falkensee seien aber ausbaufähig, auch Trainer werden benötigt. Trotzdem will der Verein weiter wachsen – auch abseits des Fußballplatzes. „Wir wollen uns für behinderte Kinder stark machen und auch eine Schach-AG gründen“, so Stach. „Wir wollen in die Breite gehen.“

Der Automobil-Händler selbst kam 2017 übrigens als Quereinsteiger zum Verein. „Ich war Sponsor“, sagt Stach. Dass er aus dem kaufmännischen Bereich kommt, sei manchmal ein Vorteil. „Ich kenne viele Leute, habe ein großes Netzwerk“, so Stach. Da rührt er die Werbetrommel – um künftig noch mehr Kinderaugen zum Leuchten zu bringen.

Von Christoph Brandhorst

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