Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Rakete Rauhe startet wieder durch
Sportbuzzer Lokalsport Havelland Rakete Rauhe startet wieder durch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:15 05.04.2019
Ronald Rauhe im Vorjahr bei der ersten WM-Qualifikation in Duisburg. Quelle: foto: Ute Freise
Falkensee

Ronald Rauhe ist kein Medaillenzähler, aber ein -hamsterer schon. Seit 1999 gehört er zur Kanu-Weltelite und in all den 20 Jahren gab es kein Jahr, in dem er nicht mindestens eine Medaille bei Welt-und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen gewann. Er hat unter anderem einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze bei fünf Olympischen Spielen gewonnen dazu 15 WM-Titel. Längst hat sich der 37-Jährige, der mit seiner Familie in Falkensee wohnt und für den KC Potsdam im OSC startet, dafür entschieden, 2020 seine sechsten Olympischen Spiele anzusteuern. An diesem Wochenende aber steht zunächst die erste nationale WM-Qualifikation in Duisburg an. Und da muss auch einer wie Rauhe erst einmal zeigen, dass er gut durch den Winter gekommen ist.

Die Top drei sind Pflicht

„Ich war in den vergangenen Monaten überall mit in den Trainingslagern. Allerdings hatte ich in Sevilla einen Magen-Darm-Virus und vor zwei Wochen noch einmal Husten und Schnupfen. Aber bei der Sichtung kann ich nicht kneifen, da werde ich schauen, was geht“, meint Rauhe. An diesem Wochenende stehen die 200 und 250 Meter auf dem Programm. Bei der zweiten Qualifikation – drei Wochen später ebenfalls in Duisburg – werden 200 und 500 Meter jeweils im Einer gepaddelt. „Die Top drei sind Pflicht, alles andere wäre enttäuschend für mich“, schätzt der Routinier ein, dessen Ziel es wieder ist, sich für den Kajak-Vierer über 500 Meter zu empfehlen. In dem Boot wurde er 2017 und 2018 Weltmeister. Diesen Nimbus wollen Rauhe und Co. gerne bei den Weltmeisterschaften Ende August in Szeged/Ungarn verteidigen. „Ungarn ist eine Kanurennsport-Nation. Das wird ein Highlight.“ Schließlich geht es auch um die Qualifikationsplätze für Olympia.

Gesunde Ernährung

Der zweifache Familienvater – die Söhne heißen Til (vier Jahre) und Leo (zweieinhalb Jahre) – spürt auch den Druck der Jüngeren. Dazu zählen zum Beispiel auch Timo Haseleu und Max Zaremba aus dem eigenen Verein. Rauhe vertraut aber auf sein Können und vor allem seine Erfahrung. „Ich weiß natürlich, worauf es ankommt. Man darf sich da keine Nachlässigkeiten erlauben“, findet Rauhe, der mit gesunder Ernährung zum Beispiel auch auf sein Gewicht achtet. „Jedes Kilo mehr im Boot musst du erst einmal bewegen. Natürlich brauche ich auch die Muskelmasse“, sagt Kanu-Rakete Rauhe, der wie kein Zweiter von null auf hundert beschleunigen kann. Etwa 22 Km/h erreicht er im Durchschnitt bei seinen 200 Meter Sprints, da muss man als Radfahrer schon ganz schön strampeln, um mitzuhalten.

WM-Premiere vor 20 Jahren in Mailand

Vor 20 Jahren – damals war auch der heutige KC Potsdam-Präsident Torsten Gutsche noch aktiv – war das noch ganz anders. „Da wurde ich quasi ins kalte Wasser geworfen, erlebte mit 17 Jahren schon meine erste WM bei den Erwachsenen. Ich hatte zuvor dreimal Gold bei den Junioren-Weltmeisterschaften gewonnen“, erinnert sich Rauhe. „Als Zugabe erhielt die Chance bei den Männern, kam dann mit Tim Wieskötter in ein Boot. Wir hatten zwei Wochen geübt, mal saß der eine vorn, dann der andere. Letztlich nahm ich vorn Platz. Im WM-Finale im K2 über 500 Meter in Mailand musste ich aber viel Lehrgeld zahlen. Bis 300 Meter lagen wir noch vorn, da hatte ich mich im Überschwang übernommen. Aber wir haben als Fünfte den Olympia-Quotenplatz gesichert.“ Außerdem holte Rauhe WM-Bronze im Einer über 200 Meter. Ein Jahr später sprang schon Olympia-Bronze in Sydney heraus. Von 2001 bis 2008 waren Rauhe/Wieskötter bei internationalen Meisterschaften ungeschlagen, erst im Olympia-Finale von Peking unterlagen sie in einer Hundertstel-Entscheidung. Aber auch das ist schon wieder mehr als zehn Jahre her. Rauhe schaut eher nach vorn als zurück. Längst hat er Tokio 2020 fest im Blick.

Von Peter Stein

Erst 2012 wurde der Eintracht Falkensee gegründet – sieben Jahre später ist es der drittgrößte Sportverein der Gartenstadt. Ein besonderes Augenmerk genießt der Nachwuchs. Beim Ausbildungskonzept „FUNiño“ sind die Falkenseer um Vereinschef Alexander Stach Vorreiter. Überhaupt haben vor allem die Fußballer einen rasanten Aufstieg hingelegt.

04.04.2019

Die Premnitzer Judoka haben den Chemie-Pokal in diesem Jahr wieder ausgerichtet. Über 240 Teilnehmer hatten sich in der Sporthalle am Tor 2 eingefunden, um ihre Sieger zu ermitteln.

02.04.2019
Havelland Red Eagles Rathenow – Basketball - Red Eagles verlieren deutlich

Die Roten Adler haben ihre Auswärtspartie in der Oberliga-Abstiegsrunde bei den StarWings Glienicke deutlich mit 71:101 verloren. Dennoch waren die Rathenower mit der Leistung durchaus zufrieden, auch wenn hintenraus etwas die Puste ausging.

01.04.2019