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Havelland Kondition wird wieder gebolzt
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15:16 05.07.2019
Die SG Westhavelland wurde nach der vergangenen Saison aufgelöst. Quelle: Christoph Laak
Premnitz

Die Verbandsliga-Handballer des TSV Chemie Premnitz sind am Donnerstagabend in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. In dieser werden die Chemiker den Platz der SG Westhavelland in der Verbandsliga/Nord übernehmen. Die SG – welche ein Zusammenschluss des TSV Chemie Premnitz und des HSV Rathenow war – wurde zum Ende der abgelaufenen Spielzeit aufgelöst.

„Es ist richtig, beide Vereine gehen wieder eigenständige Wege. Aber, ich möchte auch betonen, dass wir nicht im Bösen oder gar Streit auseinander gegangen sind. Vielmehr war es bis zuletzt ein freundschaftliches Verhältnis“, erklärt Uwe Philipp, der bei den Premnitzer Handballern als Abteilungsleiter in der Verantwortung steht. „Vielmehr sind wir dem HSV und insbesondere Heiko Timme für die viele Arbeit in den letzten Jahren sehr, sehr dankbar“, schätzt Uwe Philipp die vergangenen Jahre als sehr positiv ein.

Aktuell müssen noch viele Gespräche geführt werden

Doch nun wurde sich dafür entschieden in Zukunft wieder eigene Wege zu gehen, wobei die Männermannschaft künftig wieder in der Halle am Tor 2 in Premnitz ihre Heimat finden wird. „Die Mitglieder des HSV haben gegen eine Weiterführung der SG gestimmt. Diese Abstimmung müssen wir natürlich akzeptieren. Auch wenn es künftig eigenständig noch schwerer wird, wenn ich da an Aufgaben denke, die alle ehrenamtlich gestemmt werden müssen“, so Uwe Philipp, der deshalb aktuell auch viele Gespräche führt. „Es ist natürlich nicht einfach einen Verein zurück in die Eigenständigkeit zu führen. Aber ich denke wir sind da auf einem guten Weg“, erklärt der Premnitzer Abteilungsleiter.

Sieben Juniorenspieler verstärken den Männerkader

Sportlich bleibt eigentlich alles beim Alten – wird die Mannschaft in der Verbandsliga an den Start gehen und dabei durchaus auch wieder auf einen größeren Kader als zuletzt bauen können. Mit Leon Ballin, Johannes Peters, Moritz Schulze, Max Gäde, Jeffrey Hagin, Lukas Dodt und Jannick Pusch werden gleich sieben Spieler aus der letztjährigen A-Jugend zum Team stoßen. „Und genau aus diesem Grund haben wir die Mannschaft auch wieder gemeldet. Wir wollen es den jungen Spielern bei uns ermöglichen weiterhin ihrem Hobby nachzugehen“, so Uwe Philipp.

Und auch andere Säulen bleiben dem Team erhalten. Peter Stolle und René Nicpon bilden ein erfahrenes Torhüter-Duo. Mit Erik Dohrn, Daniel Zarbock, Leon Herrmann, Sebastian Pitsch und Enrico Puhl stehen weiterhin Spieler zur Verfügung, die sich schon auf diesem Niveau bewiesen haben. Dazu kann auch wieder auf die Unterstützung der Routiniers Stefan Köpke, Sven sowie Jens Riedel gebaut werden.

Neuer Trainer steht in den Startlöchern

Die Mischung sollte also stimmen, um auch in der anstehenden Spielzeit wieder in der Verbandsliga bestehen und die Klasse erhalten zu können. Nicht mehr mit dabei ist Benedikt Franz, der den Aufwand aufgrund seiner Arbeit nicht mehr stemmen kann. Außerdem hatte Kevin Melzer in diesem Sommer sein Amt als Trainer nach drei Jahren zur Verfügung gestellt.

Ein neuer Trainer steht in den Startlöchern. „Wir konnten zwei Sportfreunde für den Posten des Trainers gewinnen“, freut sich Uwe Philipp, schiebt aber gleich nach: „In den kommenden Wochen wird es aber darum gehen, die Aufgaben genau zu verteilen. Das gilt aber nicht nur für den Trainerposten, sondern für alle Aufgaben in der Abteilung.“

Fest steht indes, dass die Mannschaft in den kommenden Wochen die Grundlagen für eine anstrengende Saison legen wird. Mit einem deutlich größeren Kader als in den letzten Jahren soll es unbedingt gelingen eine Spielzeit ohne größere Abstiegsnöte zu spielen. Der Neustart unter dem alten Namen steht also unter einem guten Stern, auch wenn die Arbeit der SG durchaus von Erfolg gekrönt war.

Von Christoph Laak

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