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Oberhavel Auf internationalen Gewässern immer ganz vorn dabei
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14:55 27.07.2019
Silke Schulze trägt ihr Boot zum Wasser. Quelle: FOTOS: Stefan Blumberg
Hennigsdorf

„Zu meinem 50. Geburtstag wollte ich mal einen Iron-Man bestreiten. Das habe ich dann auch getan“, erinnert sich Silke Schulze an diese riesige sportliche Herausforderung von 2017. „Ich hatte vorher ein halbes Jahr trainiert und bin dann in Helsingør in Dänemark beim gestartet.“ 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und zu guter Letzt einen Halbmarathon laufen (21 Kilometer). 48 Minuten, 3:06 Stunden und 1:58 Stunden – „ja, ich war ganz zufrieden mit der Leistung“, sagt die heute 51-Jährige. Für sie ist das Radfahren am schlimmsten. „Beim Schwimmen in der Ostsee musste man nur aufpassen, dass die Männer nicht einfach über einem hinwegjagen“, sagt sie über diesen Kraftakt beim Iron Man 70.3, wie die Veranstaltung heißt.

Silke Schulze Quelle: Stefan Blumberg

Podestplätze sind Standard

Auch wenn das nicht die einzige Berührung mit dem Iron Man oder dem Triathlon war – sportlich zu Hause ist Silke Schulze ganz woanders: beim Rudern und beim RC Oberhavel in Hennigsdorf. Mit den Booten dieses Vereins räumte sie in den vergangenen Jahren international richtig ab. Landesmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften, Welt- oder Europameisterschaft der Masters sind die Wettkämpfe, bei denen sie an den Start geht. Und in der Regel auf dem Podest landet. Im Doppelzweier heißt ihre langjährige Partnerin Ina Bauer. „Mit ihr passt das einfach“, sagt Silke Schulze stolz. „Man spürt es, wenn man im Boot sitzt, wie sich der andere bewegt. Wir funktionieren sehr gut miteinander.“ Häufig errudern sich beide den Sieg, lassen die Konkurrenz hinter sich. Silke Schulze steigt aber auch in andere Boote: Doppelvierer, Mixed, Riemen ...

Auch die Söhne saßen in Booten

Silke Schulze legte eigentlich die „klassische Sportlaufbahn“ hin. Die, die fast jedes Kind mal durchgemacht hat: mal hier probieren, mal dort. Bei Silke Schulze waren es Schwimmen und Tennis. Beides betrieb sie eine ganze Weile, ehe die damals Zwölfjährige in einer Betriebssportgemeinschaft in Potsdam zum Rudern kam. Da lernte sie ihren Sport von der Pike auf. Acht Jahre lang setzte sie sich ins Boot und glitt damit durchs Wasser. Mit 20 war in Potsdam Schluss. Sie machte einen Übungsleiterschein, zog durch ihre Ehe nach Hennigsdorf, bekam zwei Söhne. Ihre Prioritäten verschoben sich. Die Söhne gingen später an die Sportschule nach Potsdam – als Ruderer. „In der Zeit haben wir die Kinder natürlich begleitet und waren immer nah dran an dem Sport. Ich aber nicht aktiv.“ Und dann kam eines Tages Dirk Pfaffe, selbst Ruderer in Hennigsdorf, des Wegs. „Er fragte, ob wir nicht mal gemeinsam mit einem Vierer-Mixed-Boot durch Berlin fahren wollen“, erinnert sich Silke Schulze. „Quer durch Berlin“, die internationale Langstreckenregatta. Gesagt, getan – und Silke Schulze hatte wieder Ruder-Blut geleckt. Das war 2003. In dem Jahr wurde sie Mitglied des Ruderclubs Oberhavel in Hennigsdorf. Dirk Pfaffe lotste auch Ina Bauer zum RCO – und so war ein schlagkräftiges Duo geboren, das aber auch im Mixed Erfolge wie den Sieg beim World Master in Hamburg einheimste. „Solche Siege animieren natürlich, um weiter zu trainieren.“ Der letzte Triumph liegt erst einige Wochen zurück: Bei der Deutschen Meisterschaft marschierte der Mix-Doppelvierer aus Hennigsdorf vornweg!

Silke Schulze (links) mit ihrer Bootspartnerin Ina Bauer (Masters Frauen Doppelzweier). Quelle: privat

Reiseziele in Europa

Die großen internationalen Wettkämpfe – die Streckenlänge beträgt immer 1000 Meter – stehen heute genauso im Terminkalender wie die in der Region (Rüdersdorf, Grünau oder Werder). Ohne den Rudersport wäre Silke Schulze vermutlich nie nach Glasgow, Traikai, Poznan, Wien, Kopenhagen oder Varese gekommen. Wenn sie an den Regattastrecken das Ruderflair aufsaugt und auch noch siegt, „macht das glücklich“.

World-Rowing-Masters in Ungarn

Silke Schulze betritt das Gelände des RC Oberhavel derzeit fünfmal in der Woche. Sie trainiert mit drei weiteren Übungsleitern den Nachwuchs im Verein. Die Physiotherapeutin (in Hennigsdorf) bietet beim RCO einen Chi-Gong-Kurs an und macht zudem eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin. Immer, wenn es geht, setzt sie sich ins Boot. Um abzuschalten, um zu trainieren. Das nächste Ziel hat sie schon im Visier: das World-Rowing-Master in Ungarn vom 11. bis 15. September. Dort wird sie acht Rennen bestreiten.

Von Stefan Blumberg

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