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Oberhavel Fichte IV feiert 35-jähriges Bestehen
Sportbuzzer Lokalsport Oberhavel Fichte IV feiert 35-jähriges Bestehen
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14:44 05.03.2019
Seit 1984 treffen sich Volleyballbegeisterte zum Training. Das Team Fichte IV feierte am Montag Jubiläum.
Seit 1984 treffen sich Volleyballbegeisterte zum Training. Das Team Fichte IV feierte am Montag Jubiläum. Quelle: Knut Hagedorn
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Friedrichsthal

„Seit nun 35 Jahren ist uns der Montag und die zwei Stunden Volleyball heilig, mag kommen was will“, umschreibt Gerhard Hofmann die Einstellung seiner Weggefährten von Fichte IV, einer Volleyballfreizeitmannschaft aus Friedrichsthal. Seit 1984 treffen sich die Teilnehmer jeden Montag und feierten an diesem Montag 35-jähriges Bestehen.

Startschuss von Fichte IV in einer Gaststätte

Das Team ist bunt gemischt, der älteste Teilnehmer ist mittlerweile 78, der jüngste 30. „Wir sind auch ein Generationenteam, teilweise sind drei Generationen einer Familie bei uns involviert“, erzählt Ralf Loerke, dessen Sohn Jan mit 30 der Junior im Team ist. Die Anfänge der Freizeittruppe stammen aus einem Gespräch in einer Gaststätte im Jahre 1984, erinnert sich Hofmann, der als Chef der Gruppe fungiert: „Wir saßen an einem Rosenmontag zusammen und beschlossen, uns mehr zu bewegen. Damals gab es eine Vereinsvolleyballmannschaft, die nannte sich Fichte I. Um zu dokumentieren, dass wir nichts mit Leistungssport am Hut haben, nannten wir uns halt Fichte IV, ohne in den Verein eingebunden gewesen zu sein.“

Chef von Fichte IV: Gerhard Hofmann. Quelle: Knut Hagedorn

Zunächst trafen sich die Freizeit-Volleyballer in der alten Friedrichsthaler Sporthalle. „Eigentlich haben wir unter katastrophalen Bedingungen angefangen, die Halle war schon extrem marode“, erinnert sich Ralf Loerke. Inzwischen treffen sich die aktuell 21 Mitglieder in der 1996 neu erbauten Sporthalle in Friedrichsthal. „Wir haben uns damals auch am Bau beteiligt mit vielen Eigenleistungen“, erinnert sich Fichte-Chef Hofmann. Generell finanziert sich das Team aus eigenen Mitteln, ab und an gibt es mal einen Sponsor. „Zu DDR-Zeiten haben wir noch Netze und Bälle von der NVA bekommen, das war mit der politischen Wende natürlich vorbei. Heute bezahlen wir auch die Hallenmiete und ähnliches selber“, so Loerke. Sportlicher Ehrgeiz steht bei den Fichten im Hintergrund, das Mitein­ander dagegen ist ganz wichtig. „Wir spielen alle nur aus reinem Spaß heraus, auch um mal dem Alltag ein wenig zu entfliehen. Im Sommer veranstalten wir auch ein Sommerturnier, wo wir allerdings bei den eingeladenen Mannschaften auch darauf achten, dass uns keiner aus der Halle schießt“, so Loerke verschmitzt.

Zukunft hängt am Nachwuchs

Für Loerke macht auch die Vielfältigkeit des Teams es besonders: „Bei uns sind Rentner, Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereint.“ Unter anderem auch der Oranienburger Amtsleiter Mike Wedel. „Es macht einfach Laune und keiner will die Zeit missen“, so Wedel. Wie lange die Truppe allerdings noch so zusammenspielt, weiß keiner. „Ob wir das 50-Jährige erreichen, weiß ich nicht, wir werden ja schließlich nicht jünger“, lacht Ralf Loerke. Ein Highlight für alle ist auch eine gemeinsame Wochenendreise, die alle zwei Jahre stattfindet.

Von Knut Hagedorn