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Ostprignitz-Ruppin Die Punkte gehen an Lindow-Gransee
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16:23 20.11.2018
Die Zweitliga-Volleyballer des SV Lindow-Gransee haben gewonnen, ohne überhaupt gespielt zu haben. Quelle: Marius Böttcher
Gransee/Essen

Frust und die Enttäuschung waren bei den Zweitliga-Volleyballern des SV Lindow-Gransee am vergangenen Wochenende groß. Zum Auswärtsduell bei Humann Essen waren die Schützlinge von Trainer Jan-Philipp Marks aufgebrochen, ehe die Grün-Weißen am Spielort eine böse Überraschung erlebten. Der Hallenboden war kaputt und wurde nur sporadisch repariert, so dass sich die Gäste aufgrund des Verletzungsrisikos gegen eine Austragung des Spiels entschieden. Am Dienstagnachmittag bestätigte nun Viola Knospe, Spielbetriebsleiterin der Volleyball-Bundesliga: Die Granseer bekommen drei Punkte und 3:0 Sätze zuerkannt.

Im grün-weißen Lager hatte man mit nichts anderem gerechnet: „Alles andere wäre inakzeptabel“, erklärte Manager Dirk Schmidt. Er selbst kann sich nicht daran erinnern, solch einen Fall bereits erlebt zu haben. „Mir tut es natürlich auch für die Essener Spieler unglaublich leid. Sie werden um ihre Chance betrogen, eine Partie erfolgreich zu gestalten. Sportlich ist dies ein Jammer“, so Schmidt, der davon ausgeht, dass die Stadt Essen dem Verein zu wenig Unterstützung entgegenbringt: „Ich bin zu weit weg, um darüber urteilen zu können. Aber es ist schon bedenkenswert, wenn ein Zweitligist, der auch eine Art sportliches Aushängeschild ist, so behandelt wird.“

Dies bestätigt auch Jens Bräkling, der als Trainer der Humänner alles versuchte, um ein Spiel stattfinden zu lassen: „Wir haben am Samstagmorgen bei der Volleyball-Bundesliga angerufen und geschildert, dass der Hallenboden beschädigt ist, er bis zum Spielbeginn aber repariert ist.“ In Eigenregie versuchten die Essener, offene Stellen zu flicken, Kanten zu überkleben und einen spielfähigen Boden herzurichten. Weil dieses Vorhaben misslang, machten die Gastgeber den Granseern ein Angebot: „Wir hätten das gesamte Spiel auf der betroffenen Hallenseite gespielt. Die Schiedsrichter hatten die Idee erst verneint, nach Rücksprache mit der Bundesliga aber grünes Licht gegeben. Das dauerte alles seine Zeit, weswegen die Granseer dann gesagt haben, dass sie nicht spielen. Ich mache Lindow-Gransee aber keinen Vorwurf, wir würden den Ausgang gerne sportlich lösen, ich kann die Entscheidung aber absolut nachvollziehen.“

Vielmehr ärgert Bräkling die fehlende Kommunikation und Wertschätzung. Bezeichnend war für ihn am Sonnabend das Telefonat mit einem Stadtverordneten, der ihm bei der Verabschiedung viel Erfolg und ein Tor mehr als die andere Mannschaft wünschte. „Was soll ich dazu noch sagen?“, so der Essener Trainer.

Der SV Lindow-Gransee macht durch die Spielwertung indes einen ordentlichen Satz nach vorne bis auf Platz 3. Am Sonnabend (24. November) soll im Heimspiel gegen Bitterfeld-Wolfen der nächste Sieg her – ganz sicher auf spielfähigem Untergrund. Aufschlag in der Granseer Dreifelderhalle ist um 18 Uhr.

Von Marius Böttcher

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