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Ostprignitz-Ruppin Lindow-Gransee nutzt Steilvorlage nicht
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19:00 03.02.2019
Jan-Philipp Marks, Trainer des SV Lindow-Gransee, weiß die Niederlage einzuschätzen.
Jan-Philipp Marks, Trainer des SV Lindow-Gransee, weiß die Niederlage einzuschätzen. Quelle: Marius Böttcher
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Kiel

Eine Niederlage ist nie schön. Sie schmerzt aber doppelt, wenn man sieht, was tabellarisch möglich gewesen wäre. Diesen Worten stimmte auch Jan-Philipp Marks, Trainer des Volleyball-Zweitligisten SV Lindow-Gransee nach der 0:3 (22:25, 22:25, 23:25)-Niederlage beim Kieler TV, zu. Mit einem Sieg hätten die Grün-Weißen dem Ligaprimus CV Mitteldeutschland, der beim 3:2-Heimsieg gegen Bitterfeld-Wolfen einen Punkt abgab, ganz dicht auf die Pelle rücken können.

„Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit dieser Pleite gut umgehen kann“, überrascht Jan-Philipp Marks und erklärt die Hintergründe: „Wir haben gegen einen wahnsinnig guten Gegner gespielt, der zu Hause noch ungeschlagen ist. Kiel hat kaum Fehler gemacht, stark angegriffen und super geblockt.“ Hinzu kam eine fantastische Stimmung in der mit 417 Zuschauern gefüllten Hein-Dahlinger-Halle, „die den Gegner unglaublich gepusht hat. Es kam mir vor, als wären da 800 oder 1000 Zuschauer in der Halle gewesen. Zu Beginn gab es eine Licht-Show mit Nebel, wie man es sonst nur von den BR Volleys kennt. Also wirklich, das war echt krass.“

Ohne den etatmäßigen Zuspieler Ole Schwerin traten die Granseer die Reise in den hohen Norden an – und mussten sich in allen drei Sätzen knapp geschlagen geben. „Wir haben insgesamt ganz gut gespielt, aber ein, zwei dumme Fehler haben letztlich den Unterschied gemacht“, erklärt Marks, dessen Mannschaft zuletzt fünfmal in Folge gewann. Auch für Schwerin-Ersatz Artur Weber hatte Marks Lob parat: „Dafür, dass Artur so wenig Spielpraxis hat, hat er super zugespielt. An ihm lag es jedenfalls nicht. Wir lassen die Köpfe nicht hängen, sondern peilen jetzt weiter einen Medaillenrang an.“

Von Marius Böttcher