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Ostprignitz-Ruppin Wutzseelauf: Schnelle Zeiten trotz Hitzeschlacht
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15:07 21.05.2019
Die beliebteste Distanz war die über 8,2 Kilometer. Quelle: Marius Böttcher
Lindow

Der Schweiß tropfte von der Stirn, das Wasser lief literweise aus den Kanistern – der 15. Wutzseelauf war selbst für die passioniertesten Ausdauersportler eine große Herausforderung. „Als Veranstalter wünscht man sich natürlich schönes Wetter, diesmal war es aber extrem heiß“, gab auch Jens Schwarzenberger zu. Der Fachbereichsleiter Sport von der Beruflichen Schule in Lindow – Ausrichter des Traditionsevents – zog aber dennoch ein positives Fazit: „Wir hatten keinen Stau bei der Anmeldung. Es hat allen Teilnehmern gut gefallen und niemand hat sich verlaufen.“

Dass er diese Aussage schmunzelnd tätigte, hatte einen triftigen Grund. Im Vorjahr stellten Unbekannte die Streckenschilder um, die Langstreckenläufer waren bereits nach wenigen Kilometern im Ziel. Damit diesmal alle Athleten den richtigen Weg finden konnten, hatte das Organisationsteam besondere Maßnahmen ergriffen. „Wir haben 15 Minuten vor dem Start einen Vorfahrer um die Strecke geschickt, der nochmal alles kontrolliert hat“, erklärte Jens Schwarzenberger. Ein weiterer Kniff war, dass die Streckenschilder mit Kabelbinder befestigt wurden.

Auch die Kleinsten genossen ihre Strecken beim Wutzseelauf. Quelle: Marius Böttcher

259 Teilnehmer – Bambinis, Schüler, Walker oder die altbekannten Läufer aus der hiesigen Szene – trotzten den tropischen Temperaturen am Wutzsee, 2018 konnte man mit 423 Startern noch einen neuen Rekord verzeichnen. „Vielleicht war es die Wärme, vielleicht aber auch die negative Erfahrung aus dem Vorjahr, die einige Leute abgeschreckt hat“, ging Schwarzenberger auf Spurensuche. Die, die kamen, waren aber glücklich.

Große Freude herrschte auch bei den Siegern, die entgegen der Annahme, dass die Hitze schnellen Zeiten einen Strich durch die Rechnung machen könnte, beeindruckende Leistungen brachten. Auf der 22,1-Kilometer-Distanz, siegte Maik Eisleben (SG Adelsberg) in 1:25:15 Stunden. Gundula Reuser (Team Oberhavel) war in 1:57:36 Stunden die schnellste Frau.

Vom Veranstalter gab es wieder schmucke Medaillen. Quelle: Marius Böttcher

Über 13,9 Kilometer blieben gleich zehn Starter unter der Einstundenmarke – auf dem Siegertreppchen standen Robert Sprung (Hamburg Running, 50:49 Minuten), René Latzke (LG Oberhavel, 51:40) und Marc Marquardt (Laufpark Stechlin, 51:59). Die Eberswalderin Ines Sobotta (1:04:45 Stunden) kam als erste Frau über diese Strecke ins Ziel. Die beliebteste Distanz war die über 8,2 Kilometer, zu der sich 86 Läufer an der Startlinie zusammenfanden. Mit Thomas Drößler (Lok Potsdam, 31:28 Minuten) und Kathrin Koczessa (36:46 Minuten) kamen zwei Favoriten am besten mit der anspruchsvollen Strecke, auf der man teilweise sogar auf Zuckersand läuft, zurecht.

Trotz der Hitze und einem deutlichen Rückgang der Teilnehmerzahl wurde aber eines klar: Der Wutzseelauf ist und bleibt weiterhin eine feste Größe im Laufkalender.

Von Marius Böttcher

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