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Potsdam-Mittelmark Fritze – der Herr der Leinen
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14:53 28.06.2019
Fritz Hübner ( unten, 2. von rechts) hier auf einer Postkutsche mit 28 Kaltblütern, die er mit angespannt hat. Quelle: Alina Parakenings.
Brück

Aufregung vor den 18. Titanen der Rennbahn verspürt Fritz Hübner keine. Schließlich war der 81-jährige Pferdefreund als Anspanner bei allen vorigen 17 Auflagen der Pferdesport-Großveranstaltung mit unzähligen Kaltblutpferden dabei und versteht es somit, die Ruhe zu bewahren, wenn Hektik aufkommt. So war der Fläminger an der Durchführung vieler Wettkämpfe und Schaubilder mit den anmutenden Kolossen beteiligt, konnte im Laufe der Jahre aber nur wenige verfolgen.

„350 Meter Leinen sortieren“

„Fritze“, wie ihn all liebevoll nennen, ist eher im Hintergrund der Titanen tätig. Wenn die Fahrer mit ihren Gespannen die Brücker Titanen-Arena mit etwa 20 000 Zuschauern am gesamten Titanen-Wochenende zum Kochen bringen, tummelt sich Fritz Hübner hinten in den Pferdeboxen und spannt die Pferde der vielen Teilnehmer an Gespanne bis zu acht Pferde oder bei Schaubildern schon bis zu 28 Pferde an. „Da muss man schon einmal 350 Meter Leinen sortieren, was natürlich seine Zeit braucht“, meint der in Neschholz lebende eigentliche Pensionär, der in seiner Jugend etwa zehn Jahre selbst Spring- und Dressurreiter war.

Als späterer Landwirt blieb er den Pferden stets treu. Und sein liebevoller Umgang sowie sein Geschick mit den Vierbeinern blieb auch dem Kaltblut-, Zucht- und Sportverein Brück nicht verwehrt. So warb er ihn vor der Premiere der Titanen der Rennbahn an. Und da „Fritze“ seine Arbeit gleich verlässlich verrichtet hat, hat der Pferderoutinier nun sozusagen 18 Titanen-Jahre auf dem Buckel, in denen er die selbst angespannten Pferde gar nicht mehr zählen kann.

Natürlich kann man auf Fritz Hübner auch zählen, wenn die Titanen der Rennbahn ruhen. „Ich bin für die Koppelbetreuung und Kremserfahrten verantwortlich“, zählt er auf. So ist er als Fahrer im Titanen-Trek durch viele europäische Länder bereits viel herumgekommen. „Ja, da habe ich schon allerhand tolle Sachen erlebt und bei Fahrten beispielsweise nach Frankreich, Holland oder Belgien eine Menge Freunde gewonnen“, meint er stolz.

Der Titanen-Ruhepol

Heute und morgen ist der Fläminger aber wieder voll bei den 18. Titanen auch mit vielen internationalen Teilnehmern im Großeinsatz. „Wenn man durch die Lautsprecher hört ’Das war wieder ein tolles Schaubild’ und die Zuschauer toben, krieg ich davon meistens nur wenig mit“ sagt Fritz Hübner und fügt hinzu: „Meine Arbeit ist aber nun mal hinten in den Boxen. Und ich lasse es mir dann halt erzählen.“

Schaubild-Koordinatorin Maja Catrin Schulze und auch viele Titanen-Mitarbeiter schätzten die Arbeit von Fritz Hübner besonders. „Fritze ist hier unser absoluter Ruhepol. Oft geht es zwischen den Rennen oder Schaubildern richtig hektisch zur Sache. Er bleibt dabei immer ruhig, was sich auch auf die Pferde überträgt“, betont Maja Catrin Schulze.

Wer heute und morgen also das Titanen-Spektakel verfolgt, sollte immer daran denken, Fritze ist im Hintergrund daran beteiligt.

Von Jörgen Heller

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