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Potsdam Deutsche Wasserballer überzeugen in Potsdam
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19:57 23.06.2019
Hannes Schulz (2.v.r.) vom OSC Potsdam stand bei allen deutschen Spielen des „Potsdam International“ in der Startformation. Quelle: Sandra Seifert
Potsdam

Hagen Stamm ließ den Blick durch das „blu“ schweifen. Der Wasserball-Bundestrainer war mit dem internationalen Turnier am Wochenende sehr zufrieden. Der Berliner lobte die Organisation bei der internationalen Premiere des „blu“. Vielmehr freute er sich aber über das Auftreten der deutschen Mannschaft. Gegen hochkarätige internationale Konkurrenz hat sich die Mannschaft stark präsentiert. Hinter Italien sowie Montenegro und vor Griechenland belegte die Stamm-Truppe Rang drei.

Umjubelter Ausgleich in der Schlussphase

In seiner Analyse erinnerte Stamm an die EM 2018. Dort verlor Deutschland 5:13 gegen Griechenland und 1:14 gegen Italien. Am Freitag bezwangen seine Schützlinge Griechenland mit 17:16 und unterlagen Turniersieger Italien am Samstag nur mit 10:12. Gegen Montenegro kam Deutschland in der regulären Spielzeit zu einem 11:11. Der Ex-Potsdamer Denis Strelezkij erzielte Sekunden vor Schluss den umjubelten Ausgleich. Im folgenden Fünf-Meter-Schießen trafen für Deutschland nur Strelezkij und Hannes Schulz vom OSC Potsdam. Dennoch jubelte Bundestrainer Stamm: „Das Unentschieden ist eine Riesenleistung. Montenegro ist ein Medaillenkandidat für die WM.“ Insgesamt habe seine Mannschaft ein „tolles Turnier gespielt und nie aufgegeben. Es ist wichtig für das Selbstvertrauen, dass wir auch gegen Teams eine Chance haben, die in der Weltrangliste vor uns stehen.“

Stamm ließ am Wochenende alle 18 Spieler seines Kaders ins Wasser. Am Sonntag reduzierte er die Truppe auf 15 Spieler, die am kommendem Wochenende zu einem Turnier nach Kroatien reisen. Ferdinand Korbel, der von den Wasserfreunden Spandau fest nach Potsdam zurückkehrt, ist nicht mehr dabei.

Hannes hat einen sehr großen Schritt gemacht“

Dagegen darf sich Hannes Schulz Hoffnung auf seine erste WM-Teilnahme machen. Nach Erik Miers wäre er erst der zweite Potsdamer bei einer Weltmeisterschaft. Anfang des Jahres war Schulz von einer Gürtelrose fast drei Monate ausgebremst worden. „Ich dachte zwischendurch, er kann es nicht schaffen“, erzählte Hagen Stamm am Sonntag. „Aber Hannes hat einen sehr großen Schritt gemacht.“ Der 29-Jährige gehörte in Potsdam in jedem Spiel zur Startformation und beeindruckte vor insgesamt knapp 1000 Zuschauern mit seiner Schnelligkeit. Entsprechend gelöst gab sich Schulz. „Ich habe ein gutes Gefühl“, sagte er. „Die Mannschaft ist Schritt für Schritt nach vorne gekommen, wir sind dran.“ Nun will sich Schulz auch in Kroatien gut präsentieren. Denn dort wird Stamm seinen Kader von 15 auf 13 Mann reduzieren, die an der WM vom 12. bis zum 28. Juli im südkoreanischen Gwangju teilnehmen.

Auch Reiko Zech, der 2018 von Potsdam zu Waspo Hannover wechselte, darf weiter hoffen. Der Center fiel wegen einer Thrombose lange aus. „Ich habe viel gearbeitet und komme immer besser rein“, sagte der 24-Jährige. „Mein Vorteil ist, dass ich flexibel einsetzbar bin.“

Sehr gute WM-Chancen hat auch Lucas Gielen von den Wasserfreunden Spandau. „Lucas ist als Center eine Bank“, sagte Stamm. Gielen, der bei den Wasserfreunden der „schwimmende Holländer“ genannt wird, ist erst am Donnerstag eingebürgert worden.

Von Ronny Müller

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