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Potsdam Dietrich Ulbrich seit 50 Jahren am (Faust-)Ball
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19:18 30.06.2017
Dietrich Ulbrich
Potsdam

„Der Sport hat mich jung gehalten. Ich war in meinem ganzen Arbeitsleben nur mal eine Woche krank“, erzählt Dietrich Ulbrich. Der Vorsitzende des SSV Turbine Potsdam ist in dieser Woche anlässlich seines 76. Geburtstags mit der Goldenen Ehrennadel des Landessportbundes Brandenburg geehrt worden. Denn seit 50 Jahren ist Ulbrich am Ball und möchte den Sport nicht missen. „Das ist eine Bereicherung für mich.“

Durch einen Jugendfreund zum Faustball

Dabei kam er einst eher per Zufall zum Faustball. Als es den aus Rathenow stammenden Ulbrich beruflich nach Potsdam verschlug, sprach ihn ein Jugendfreund, der ebenfalls aus Rathenow stammte, an, und so kam er zum Schlagspiel über die Schnur. „Ich hatte vorher nie davon gehört, aber es hat mir von Anfang an gefallen.“ Ulbrich spielte in der 1. und 2. Männermannschaft, wurde mit dieser Meister im damaligen Bezirk Potsdam. Es dauerte nicht lange, dann arbeitete der Pädagoge auch als Trainer mit dem Nachwuchs. „Wir wurden Spartakiadesieger, in der Altersklasse 14 holten wir sogar mal den DDR-Meistertitel“, erzählt er. Erst vor drei Jahren beendete er seine Trainertätigkeit. „Es wurde immer schwieriger, die Gruppen aufrecht zu erhalten. Ich hatte zuletzt eine Mannschaft an der Grundschule in der Waldstadt. Aber mit dem Weggang in die Gymnasien ist die Gruppe zerfallen.“ Dafür ließ er sich vor drei Jahren zum Vereinsvorsitzenden wählen.

Der Platz ist ein Schmuckstück

Zwar habe der SSV Turbine nur noch die Abteilungen Faustball und Tischtennis, aber Ulbrich, der bis zu seinem Ruhestand als Lehrer und Co-Rektor an einer Förderschule für Lernbehinderte tätig war, kümmert sich gerne um die Belange des Vereins. Der Platz für die Faustballer in der Waldstadt sei ein Schmuckstück. „Darum beneiden uns unsere Gäste, die wir zu Turnieren einladen, immer“, berichtet er stolz.

Ulbrich ist sogar selbst noch aktiv. An diesem Sonntag kämpft er mit der Turbine-Mannschaft um den Staffelsieg in der Landesklasse. „Aus personellen Gründen habe ich da zweimal ausgeholfen und es hat großen Spaß gemacht. Jetzt wollen wir die Saison natürlich noch zu einem guten Ende führen.“

Dank an Ehefrau Gudrun

Fest zementiert wie ein Denkmal ist bei ihm der Dienstagnachmittag. „Das wissen alle in meiner Familie und meine Bekannten. Da bin ich nicht zu erreichen, weil ich auf dem Sportplatz bin.“ Wenn Ulbrich nicht gerade in der Landesklasse-Mannschaft – auch Sohn Rainer (49) spielt Faustball – aushilft, dann trainiert er ab 16 Uhr mit seiner Seniorentruppe. Alle seien über 60 Jahre alt, zwei sogar jenseits der 80. Gäste seien gern willkommen. „Wir sind eine verschworene Truppe, haben schon viel erlebt. Wir fahren nicht nur zu Turnieren nach Luckenwalde oder Fehrbellin oder laden diese zu uns ein. Wir organisieren auch einmal im Jahr Vereinsfahrten.“

Zu guter Letzt möchte sich Ulbrich unbedingt noch bei seiner Ehefrau Gudrun, mit der er seit 52 Jahren verheiratet ist, für ihr Verständnis bedanken. „Ich weiß, ich war und bin mit dem Sport viel unterwegs. Aber sie hat mir das Hobby gegönnt. Ich hoffe, der Spaß am Faustball bleibt mir noch lange erhalten.“

Von Peter Stein

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