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Potsdam Gewöhnungsprozess läuft
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16:32 05.01.2018
Die Mannschaft des USV Potsdam um Trainer Konstantin Mau (r.) steht als Aufsteiger auf Platz acht der Tabelle. Quelle: Verein
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Potsdam/Stahnsdorf

Die Basketballer des USV Potsdam waren verwöhnt. In der vergangenen Saison dominierten sie die Oberliga Brandenburg nach Belieben und gewannen alle Spiele. Manche Partien dominierte das Team von Trainer Konstantin Mau mit phänomenalem Vorsprung. Schon am Beginn der Saison war der Fokus 2016 darauf ausgerichtet, eine Mannschaft zu formen, die auch eine Klasse höher bestehen kann.

Hinter den Erwartungen

Nach dem Aufstieg in die 2. Regionalliga Ost im Sommer vergangenen Jahres hatte sich der USV einen Platz im vorderen Mittelfeld der Tabelle auf die Fahnen geschrieben. Rein tabellarisch liegen die Potsdamer als momentan Achter von 13 Teams etwas hinter den eigenen Erwartungen. Die Bilanz ist mit sechs Siegen aus zwölf Partien allerdings ausgeglichen. Doch sie hätte deutlich besser sein können, findet RSV-Coach Mau. „Wir haben noch nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft.“

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Auswärtsspiel in Greifswald

So verlor der USV zwei Spiele in der Verlängerung. Zwei weitere Partien wurden erst in allerletzter Sekunde vergeigt. „Wir hätten auch ein Verhältnis von 9:3 haben können.“ Der Unterschied zwischen der Oberliga und der 2. Regionalliga sei enorm. „Die Gegner sind besser, fitter, schneller.“ So könne etwa der Tabellenführer Baskets Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt) unter professionellen Bedingungen arbeiten. Mau: „Danach kommt eine große Lücke.Dann kommt ein breites Mittelfeld.“ Und darin wollen die Potsdamer in der Rückrunde, die am Samstag (17.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim Drittletzten NoBa Greifswald beginnt, ein gehöriges Wörtchen mitreden. „Wir schielen auf die Plätze zwei bis vier. Ich hoffe, dass wir das mit einer starken Rückrunde erreichen können.“

Der USV kann sich nun besser auf die Gegner einstellen, kann auch als Team noch besser zusammenwachsen. Dabei spielen drei frühere Ballwerfer vom RSV Eintracht Stahnsdorf wichtige Rollen.

Drei Stützen mit RSV-Vergangenheit

Kapitän Erik Müller, der schon in der vergangenen Spielrunde für den USV auflief, sei der wichtigste Spieler, sagt Mau. Im Sommer 2017 schloss sich auch David Herwig den Uni-Sportlern an. „Er ist eine Stütze in der Verteidigung, aber ich erwarte noch mehr in der Offensive.“ Im Herbst wechselte auch Niko Schumann vom RSV zum USV. Der langjährige Spielmacher der Stahnsdorfer hatte sich die 2. Bundesliga ProB wegen seiner beruflichen Belastung nicht mehr zugetraut. Mau: „Niko kam erst gegen Ende der Vorrunde. Aber ich bin sehr zufrieden, wie er den Aufbau leitet.“ Gute Voraussetzungen also, in der Tabelle noch ein wenig zu klettern.

Bei der zweiten Mannschaft des RSV Eintracht Stahnsdorf geht der Blick dagegen eher nach unten. Die Pro-B-Reserve ist derzeit mit zwei Siegen aus elf Partien Zehnter. „Wir haben keine Erwartungen, oben mitzuspielen“, sagt Trainer Michael Wende. „Unser primäres Ziel ist der Klassenerhalt.“ Denn die Talente sollen sich auf möglichst hohem Niveau für die erste Mannschaft anbieten können.

Die Stahnsdorfer schicken eine extrem junge Truppe auf die Platte. Das Durchschnittsalter liegt bei 18 Jahren. Der älteste Akteur ist 20, Maximilian Stenyushyn ist mit 15 der Jüngste. „Die Jungs müssen sich erst an Männerbasketball gewöhnen“, sagt Wende. Sein Team tritt am Samstag (19 Uhr) bei DBV Charlottenburg an. Dort hat Michael Wende einst als Nachwuchstrainer gearbeitet.

Von Ronny Müller

05.01.2018
02.01.2018