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Potsdam Handball-Jubiläum am Helmholtz-Gymnasium
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18:45 16.12.2016
Die erste Auflage des Turniers fand 1967 statt. Quelle: fotos: privat
Potsdam

„Wir beabsichtigen, am 25.3.1967 (Ostersonnabend), von 9 bis 15 Uhr in der neuen Potsdamer Sporthalle ein Traditionsturnier mit allen unseren Handball-Assen, welche die Schulfarben der Helmholtzschule mit ihren Vorläufern Dortuschule 8 und Beethovenschule 18 vertreten haben, zu veranstalten“, heißt es in der ersten Einladung, die das Veranstaltungsteam um Turniervater Bodo Kloth vor fast einem halben Jahrhundert verfasst hat. An diesem Sonnabend (10 Uhr, Sporthalle Heinrich-Mann-Allee) geht das traditionelle Handball-Turnier des Helmholtz-Gymnasiums in Potsdam bereits in seine 50. Auflage. „Abgesehen davon, dass die Teilnahme obligatorisch, also Pflicht ist, machen wir darauf aufmerksam, dass nur der eigene Todesfall als Entschuldigungsgrund anerkannt wird“, steht ebenfalls im Premieren-Schreiben. Dieser, natürlich nicht ganz ernstzunehmende Passus, verdeutlicht, wie wichtig den Initiatoren des Turniers dessen Austragung schon vor der ersten Auflage war.

Gudrun Fahrland gehört zum Organisationsteam. Quelle: privat

Die Freude am Handball verbindet

Seit der Veranstaltung im März 1967 konnte das Organisationsteam, mit dem heute 86-jährigen Kloth als Triebfeder, jährlich ein weiteres Treffen in sportlichem Rahmen sicherstellen. „Es ist einfach die Freude am Sport, die uns verbindet“, erläutert Gudrun Fahrland die besondere Magie des Turniers. Die 59-Jährige, die 1975 ihr Abitur an der Helmholtz-Schule ablegte, hält im Vorfeld des Turniers die Fäden in der Hand und versucht „Struktur in die Ideen“ zu bringen. „Zum ersten Mal treffen wir uns immer im Sommer. Meist bei Bodo, ohne ihn das alles nicht möglich wäre. Dann kommen viele tolle Ideen und es geht an das Verteilen der Aufgaben“, berichtet Gudrun Fahrland, die in der Projektentwicklung arbeitet und in Groß Glienicke wohnt.

Ein Extra-Shirt zum Jubiläum. Quelle: privat

Jubiläums-Shirts für die Teilnehmer

Im Jubiläumsjahr, in dem man den ehemaligen Hallensprecher des VfL Potsdam Klaus Wogon als Moderator gewinnen konnte, stand besonders viel auf dem Programm. Einladungen an die Vertreter der Stadt Potsdam wurden verschickt, Jubiläums-Shirts für die Teilnehmer angefertigt und Erinnerungsplaketten gebastelt. „Zudem hat sich Bodo gewünscht, dass nach einigen Jahren Pause wieder eine Damen-Mannschaft an den Start geht. Es war nicht einfach, aber jetzt haben wir sechs Frauen zusammen – eine Torhüterin leihen wir uns dann noch. Mal gucken, ob wir uns dann an Weihnachten noch bewegen können“, sagt Gudrun Fahrland mit einem Schmunzeln.

Für den Sieger gibt es einen neuen Pokal

Der sportliche Erfolg steht am Sonnabend aber ohnehin im Hintergrund. Es geht um den Spaß und das Treffen ehemaliger Schulkameraden. Beim Turnier der Ehemaligen trifft sich alljährlich ein „harter Kern“ zum sportlichen Vergleich, aber auch zum Austausch von Erinnerungen. Für den Sieg gibt es einen (für das Jubiläumsturnier extra neu besorgten) Pokal in Eulenform – dem Symbol der Helmholtzschule, zu deren Absolventen auch der heutige sportliche Leiter des Handball-Drittligisten VfL Potsdam und Co-Trainer der Nationalmannschaft Alexander Haase gehört. „Ich glaube, es ist einzigartig, dass ein Schulturnier in zwei verschiedenen Systemen über 50 Jahre stattfindet“, unterstreicht Haase die Bedeutung der Veranstaltung, welche die politische Wende unbeschadet überstand. Er wird am Sonnabend als Zuschauer ebenfalls mit dabei sein, wenn es wieder „ganz, ganz junge mit ganz, ganz alten Handballern zu tun bekommen“.

Auch Alexander Haase ist ein Ex-Helmholtzer. Quelle: Verein

Sorge um den Handball-Nachwuchs

In den vergangenen Jahren spielte der Handballsport an der Schule keine oder nur eine kleine Rolle. „Uns fehlt dadurch auch der Nachwuchs bei unserem Traditionsturnier. Wir sind aber gerade dabei, dort wieder mehr Leute zu mobilisieren. Lehrer Andreas Fricke ist da sehr engagiert“, sagt Gudrun Fahrland. Im Organisationsteam träumt man schon von der Austragung der 51. Auflage im Dezember 2017 in der kürzlich fertiggestellten neuen Turnhalle des Helmholtz-Gymnasiums in der Kurfürstenstraße. „Der Handball muss Möglichkeiten finden in die Grundschulen zu kommen und den Kindern den Sport nahe zu bringen. Bei den jungen Jahrgängen bin ich da für die Zukunft durchaus optimistisch“, sagt Alexander Haase.

Von Mirko Jablonowski

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