Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam „Ich will den Staffelstab weitergeben“
Sportbuzzer Lokalsport Potsdam „Ich will den Staffelstab weitergeben“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:59 12.01.2018
Lutz Henrich Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Am Samstagabend (18 Uhr, MBS-Arena) steigt der 20. Potsdamer Stadtsportball. Potsdams Stadtsportbund-Vorsitzender Lutz Henrich ist zum letzten Mal Gastgeber. Der 66-Jährige wird bei der nächsten Wahl im Frühjahr nicht mehr antreten, aber im Vorstand bleiben.

Worauf freuen Sie sich beim Jubiläum des Stadtsportballes?

Lutz Henrich: Ich freue mich auf die MBS-Arena, in die viele Ehrenamtler von ihren Vereinen eingeladen sind. Und auf die Auszeichnung von Nachwuchssportlern sowie von Vereinen, die sich besonders für die Integration engagieren. Und auf die moderierenden Sportler, das ist eine super Idee. Ansonsten lasse ich mich überraschen, unsere Geschäftsführerin Anne Pichler verrät mir nicht alle Programmpunkte.

Wie lautet Ihr Fazit des Jahres 2017?

Mit dem Potsdamer Bevölkerungswachstum steigen auch unsere Mitgliederzahlen, es sind nun 31000 Sportler in 162 Vereinen. Damit müssen die Sportstätten Schritt halten: Besonders wichtig ist für uns, dass mit einem enormen Schulinvestitionsprogramm auch die Entwicklung dazu gehöriger Sportstätten verbunden ist. Darüber hinaus fördert das Land über das Kommunale Investitionsprogramm beispielsweise eine Flutlichtanlage bei Lok Potsdam, ein Dach für die Skateranlage von Motor Babelsberg und einen neuen Kunstrasen bei Babelsberg 74. Außerdem denke ich an die Eröffnung des Schwimmbades blu und den ersten Bauabschnitt an der Motor-Sporthalle. Aber all das reicht noch lange nicht aus.

Was macht Ihnen Mut, dass es weitere Fortschritte gibt?

Die neue Sport-Beigeordnete Noosha Aubel engagiert sich für eine gleichberechtigte Entwicklung von Leistungs- und Breitensport, die dem Stadtsportbund besonders am Herzen liegt. Außerdem hat die Sportstättenkommission ihre Arbeit verstärkt.

Im Sommer muss die Schwimmhalle im Luftschiffhafen erneut für eine Sanierung geschlossen werden. Was erwarten Sie?

Ich befürchte, dass es wieder zu einem Mitgliederverlust kommen könnte. Deshalb versucht die Sportstättenkommission, rechtzeitig mit dem blu und anderen Hallen Ausweichmöglichkeiten anzubieten.

Was macht Ihnen außerdem Sorgen?

Wir wollen alle Vereine mit mehr Nutzungszeiten versorgen. Aber es ist schwierig. Durch Ausgründungen aus Vereinen, etwa im Volleyball, Cheerleading, Rudern oder Schwimmen, hoffen einige Funktionäre auf mehr Zeiten. Aber das allein bringt nichts, es wird nur komplizierter. Wir müssten dann andere Vereine ja mit der Wegnahme von Zeiten bestrafen.

Die publikumsträchtigen Vereine Babelsberg 03, Turbine Potsdam, SC Potsdam und die VfL-Handballer stagnierten zuletzt sportlich und in der Zuschauergunst. Dafür streben die Footballer mit dem Bundesliga-Aufstieg auf. Was erwarten Sie von den Potsdam Royals?

Zunächst wünsche ich den Vereinen von Herzen viel Erfolg. Die Royals haben eine große Resonanz, in diesem Jahr möchte ich mir auch mal ein Spiel anschauen. Ich hoffe, die Trainingssituation verbessert sich und der Klassenerhalt gelingt.

Potsdam gewinnt Einwohner, das spiegelt sich aber nicht in den Zuschauerzahlen. Wie erklären Sie sich den Widerspruch?

Es ist kein Automatismus, dass die Zuzügler hier zu Spielen gehen. Wenn die Clubs Leistung bringen, kommen auch die Leute. Wir müssen sie aber auch für den Sport gewinnen. Auf unserer Homepage können beispielsweise alle Vereine ihre Veranstaltungen ankündigen.

Was erwarten Sie von den Olympischen Winterspielen?

Ich drücke die Daumen, dass unsere Bobfahrer mit Medaillen nach Hause kommen.

Ende März oder Anfang April wird ein neuer Stadtsportbund-Vorstand gewählt. Wie ist Ihre Perspektive?

Mir macht die Arbeit mit den engagierten Sportlern immer viel Spaß. Aber jetzt will ich den Staffelstab weitergeben und dem Nachfolger als Vorstandsmitglied mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wer wird Ihr Nachfolger?

Ich bin gespannt, wer sich zur Wahl stellt.

Von Ronny Müller

Am Sonntag feiert der gebürtige Potsdamer Manfred Wolke seinen 75. Geburtstag. Er war nicht nur erfolgreicher Boxer, sondern auch als Trainer in der Ringecke einer der Besten.

12.01.2018

Einst fing er die Bälle als Handball-Torwart, später warf er sich verbal die Bälle mit seinen Reporterkollegen zu. Sportreporter Dirk Thiele aus Potsdam feiert am Freitag seinen 75. Geburtstag.

11.01.2018

Die Leichtathleten des RSV Eintracht 1949 aus Stahnsdorf starten seit diesem Jahr für den Berliner Leichtathletikverband. Das ist ein herber Verlust für Brandenburg.

09.01.2018