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Potsdam Koc der beste Mann auf dem Platz
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17:33 04.08.2013
Quelle: Jan Kuppert
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Potsdam

Der 24-Jährige, der zum Zweitligisten SC Paderborn wechseln möchte, lieferte ein überragendes Spiel ab. Er war vor 3019 Zuschauern an nahezu allen gefährlichen Aktionen der Gastgeber beteiligt und erzielte in der 27. Minute auch das Tor des Tages. "Koc war am heutigen Tag der Schlüssel zum Erfolg", lobte Nulldrei-Trainer Cem Efe. "Das hat heute großen Spaß gemacht, mit den Jungs Fußball zu spielen", sagte Koc. "Solange ich in Babelsberg bin, werde ich 100 Prozent geben. Das ist eine Charaktersache."

Der SV Babelsberg 03 hat zum Auftakt in die Regionalligasaison 2013/ 2014 einen guten Eindruck hinterlassen und verdientermaßen das Heimspiel gegen Lok Leipzig mit 1:0 gewonnen. Überschattet wurde das Spiel von Ausschreitungen vor und während des Spiels.

Ob und wann Koc, der beim SVB einen Vertrag bis 30. Juni 2014 besitzt, nach Paderborn wechseln wird, blieb am Wochenende offen. Wie die MAZ erfuhr, soll der Zweitligist bereits 50.000 Euro als Ablösesumme geboten haben. Der SV Babelsberg fordert jedoch 150.000. Zudem muss der umworbene Fußballer abwarten, ob seine Haftstrafe, die er derzeit im offenen Vollzug verbüßt, zur Bewährung ausgesetzt wird. Dann könnte er Berlin verlassen.

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Bei hochsommerlichen Temperaturen im Karl-Liebknecht-Stadion konnten sich die Gastgeber, bei denen der Kroate Lavro Sindik kurzfristig in die Startelf rückte, die erste Torchance erarbeiten. Koc bediente in der 12. Minute Heiko Schwarz. Der umspielte Innenverteidiger Gerald Muwanga und prüfte Lok-Torhüter Steven Braunsdorf. 15 Minuten später traf der Leipziger Kevin Kittler quasi aus dem Nichts mit einem Kopfball-Wischer den rechten Pfosten. Doch im Gegenzug sorgte Koc mit einem Geniestreich für die Entscheidung. Babelsbergs Publikumsliebling tanzte Kittler und Raik Hildebrandt aus und traf mit straffem Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:0 (27.).

Fortan wogte die Partie hin und her. Lok gehörten die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte, Nulldrei drehte nach dem Seitenwechsel auf. Koc enteilte ein ums andere Mal auf der linken Außenbahn und prüfte zweimal Braunsdorf (49., 50.). Der Lok-Keeper zeigte sich zudem auf der Höhe bei einem Versuch von Maximilian Zimmer (54.) und einem Drehschuss des gerade eingewechselten Kai Druschky (62.). Schließlich zelebrierten die Filmstädter einen Freistoß über vier Stationen, doch Julian Prochnow beförderte den Ball aus Nahdistanz über die Latte (66.).

Da es die Hausherren versäumt hatten, den Sack zuzubinden, witterten die Leipziger im Schlussgang Morgenluft und verstärkten ihre Angriffsbemühungen. Franz Bochmann vergab freistehend vor Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow (72.). Steve Rolleder köpfte aus Nahdistanz vorbei (87.). Schließlich verzog Markus Krug (88.). "Da hatten wir etwas Glück. Doch das muss man sich auch erarbeiten", freute sich Nulldrei-Trainer Efe. "Hut ab, was die Spieler bei dieser Hitze geleistet haben", lobte Almedin Civa, Sportchef der Babelsberger. Auch Archibald Horlitz war zufrieden: "Einen besseren Start kann man sich nicht wünschen, mehr als drei Punkte gab es nicht", so der Vorstandsvorsitzende des SVB.

Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) steht für die Babelsberger in der 1.Runde des Landespokals beim FSV Brieske/Senftenberg die nächste Aufgabe an. Am Samstag (13.30 Uhr) folgt die Regionalligapartie beim VfB Auerbach.

Von Jens Trommer

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