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Potsdam Mit der Lizenz zum Seitenwechsel
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18:09 16.11.2018
Lukas Küppers erzielte in 68 Bundesligapartien für den OSC Potsdam 142 Tore. Quelle: Sandra Seifert
Potsdam

„Ich mach dich fertig.“ Auf solche Sprüche macht sich Lukas Küppers gefasst. Der Wasserballer steht im Kader des deutschen Vizemeisters Spandau 04. Mit einem Zweitspielrecht darf der 22-Jährige aber auch für den Bundesliga-Rivalen OSC Potsdam ins Wasser springen. „Wahrscheinlich spiele ich für Potsdam“, sagt Küppers vor dem Berlin-Potsdam-Derby am Samstag (16 Uhr, Schöneberg).

Provokationen sind Spaß

Die Provokationen seiner Spandauer Mannschaftskameraden vor dem Spiel seien freilich nur Spaß. Aber sie machen deutlich, dass es eine besondere Situation ist. Nicht nur für Küppers. Insgesamt acht Spieler haben ein doppeltes Startrecht für Spandau und für Potsdam. Die Ausnahmeregelung gilt für U 23-Nationalspieler. Da junge Spieler in Spandaus Profimannschaft oft noch nicht so viel Einsatzzeit bekommen, können sie sich in Potsdam Spielpraxis holen. Die Konstellation ist jedoch bei jedem anders. Dennis Strelezkij trainiert und spielt ausnahmslos für Spandau, es sei denn, er bräuchte nach einer Verletzung wieder schrittweise Spielpraxis. Tomi Tadin, Lu Meo Ulrich und Konstantin Hüppe spielen nur für Potsdam, es sei denn, Spandau hätte auf einer bestimmten Position ein Besetzungsproblem. Das Trio trainiert in Potsdam, teilweise aber auch mit Spandau. Luka Götz und Moritz Ostmann sind Spandauer U18-Spieler, die je nach Bedarf hier wie dort Praxis bekommen können.

Spandau und Potsdam trainieren zusammen

Bei Ferdinand Korbel verhält es sich wie bei Lukas Küppers: beide trainieren mit Spandau, können aber flexibel eingesetzt werden. Hin und wieder trainieren Spandau und der OSC sogar gemeinsam.

In den Pflichtspielen gegeneinander hat Lukas Küppers einen besonderen Druck. „Ich will natürlich zeigen, was ich kann und keine Fehler machen. Ich versuche aber, nicht verkrampft ranzugehen.“ Vielleicht spiele er unterbewusst sogar ein bisschen gebremst. „Man hat im Hinterkopf, dass das ein Mitspieler ist. Man muss ruhig bleiben, damit im Zweikampf nichts passiert.“

142 Tore in 68 Bundesligaspielen

Für Küppers, der in 68 Bundesligapartien für den OSC 142 Tore erzielte, sind die Einsätze für Potsdam nicht nur ein Dienst an seinem Heimatverein. „Ich freue mich, wenn ich Potsdam unterstützen kann.“ Aber er profitiert auch von den Partien. „In Potsdam bekomme ich mehr Spielzeit. Dort habe ich einen anderen Stellenwert in der Mannschaft, das macht Spaß.“ All das gebe ihm Sicherheit. „Wenn ich dann eine gute Leistung abrufe, gehe ich auch mit mehr Selbstvertrauen ins Training mit Spandau.“

Fünf Tore für die Nationalmannschaft

Neben Spandau und Potsdam spielt Küppers auch in der Nationalmannschaft. Am Dienstag im Weltligaspiel gegen Malta war er entscheidend am 29:9-Sieg beteiligt, erzielte fünf Tore. Auch von diesen Einsätzen profitiert Küppers, um sich in Spandau anzubieten. Die laufende Spielzeit ist die letzte, in der er das Doppelspielrecht wahrnehmen kann. Der Verkehrswesen-Student will sich beim Serienmeister für eine Vertragsverlängerung über 2019 hinaus empfehlen. „Im Optimalfall kann ich mir in Spandau so einen Status erarbeiten.“

Die Nähe zu den Wasserfreunden Spandau ist einerseits ein Segen für den OSC. Andererseits hat Potsdam trotz bester Voraussetzungen keine Anerkennung als Bundesstützpunkt bekommen. Ein Grund ist sicher, dass Berlin einen Bundesstützpunkt hat und die drei Zentren bundesweit geografisch aufgeteilt werden sollen.

Von Ronny Müller

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