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Potsdam Noch ein Meisterwerk von Kulttrainer Bernd Schröder
Sportbuzzer Lokalsport Potsdam Noch ein Meisterwerk von Kulttrainer Bernd Schröder
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19:35 28.07.2017
Die Schlange der Fans war lang, um sich eine persönliche Widmung von Bernd Schröder (r.) in dessen Autobiografie zu holen. Quelle: Foto: Peter Stein
Potsdam

Fast wäre noch mal die „La Ola“-Welle durch den Saal im Potsdamer Kongresshotel geschwappt. Rund 300 Zuschauer und Zuhörer waren am Freitagnachmittag gekommen, als Bernd Schröder seine Autobiografie „Bernd Schröder – Ein Trainerleben für den Frauenfußball“ aus dem Berliner Steffen Verlag vorstellte. Unter den Gästen auch Brandenburgs Sportminister Günter Baaske (SPD) und viele ehemalige Spielerinnen, denn „Schrödi“ hat in seinen 45 Jahren bei Turbine Potsdam Generationen von Fußballerinnen betreut. Auch Matthias Rudolph, der als Nachfolger auf der Trainerbank in riesengroße Fußstapfen tritt, war dabei.

Harter Hund mit Humor

Schröder hat sein erstes Jahr ohne Frauenfußball gut genutzt und auf 354 Seiten viele interessante Anekdoten zusammengetragen. Einige Episoden wurden gestern von Rolf Kutzmutz, Präsident des Vereins, und Thomas Braune, Ex-Regierungssprecher, launig vorgetragen. Selbst der harte Hund Schröder zeigt viel Humor. Der Autor, der alles selbst geschrieben hat, meinte sichtlich gerührt angesichts der großen Fanschar: „Das Buch habe ich noch gebraucht. Nun ist die Sache rund.“

Navina Omilade ist dem Trainer dankbar

Im Rückblick mag auch Schröder, der gerade seinen 75. Geburtstag feierte, bewusst geworden sein, welch einmaliges Werk er all die Jahre im Ehrenamt vollbracht hat. Ganz oben stehen bei ihm Worte wie Vertrauen, Verantwortung oder Vorbild. Das hat er über Jahrzehnte auch seinen Spielerinnen mit fürs Leben gegeben. Ex-Nationalspielerin Navina Omilade (35), die aus München gekommen war, und von 2002 bis 2007 viele Erfolge mit Turbine feierte, sagte: „Ich bin Bernd Schröder einfach nur dankbar. Wir hatten eine tolle Zeit.“ In einem 50-minütigen Film wurde noch einmal an die Geschichte und die großen Erfolge der Potsdamer Fußballerinnen unter Schröder erinnert.

Ein ehrliches Buch

Baaske meinte amüsiert: „Ich hatte 13 Jahre die Freude, unter ihm Präsident von Turbine zu sein. Die Sitzungen mit Bernd Schröder waren immer der Höhepunkt des Tages für mich.“ Horst Gösel (73), der wie viele andere geduldig in der Schlange für eine persönliche Widmung ausharrte, sagte: „Für mich ist Bernd Schröder ein Vorbild. Er lebt das, was er sagt. Bei ihm sind Wort und Tat eine Einheit. So authentisch sind nur wenige.“ Winfried Kuhn (79) war ein ehemaliger Arbeitskollege von Schröder und sagte: „Wir kennen uns schon sehr lange. Toll, was er geschafft hat.“ Wer wissen will, warum Bernd Schröder so wurde, wie er ist, der bekommt auch dafür eine Antwort in dem ehrlichen Buch. Da hat er doch noch mal ein Meisterstück hingelegt.

Von Peter Stein

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