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OSC Potsdam Ophelia Preller gelingt das Comeback nach Verletzung
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17:52 07.06.2019
Lisa Jahn (l.) und Ophelia Preller bilden ein Duo in der olympischen Disziplin Canadier-Zweier über 500 Meter. Quelle: Foto: RONALD VERCH/Verein
Potsdam

Ophelia Preller ist wieder da und stärker denn je zurückgekehrt. Die 20-Jährige vom Kanuclub Potsdam im OSC hat sich auf Anhieb für die beiden Saisonhöhepunkte Europaspiele Ende des Monats in Minsk/Weißrussland und die Weltmeisterschaften Mitte August in Szeged/Ungarn qualifiziert.

Das war für die Canadierspezialistin nicht selbstverständlich. Denn im vergangenen Jahr musste sie wegen einer Schulterverletzung fünf Monate pausieren. „Also ich bin fünf Monate nicht ins Boot gestiegen und habe kein Paddel angefasst“, stellt die 1,66 Meter große Sportlerin klar. „Das war eine harte Zeit für mich. Ich musste erstmals mit einer schwierigen Verletzung klarkommen. Aber die Bizepssehnenentzündung erforderte eine längere Pause, um wieder vollständig auszuheilen“, berichtet sie. „Kraft- und Lauftraining habe ich aber weiter durchgeführt.“ Und als Rechtspaddlern auf die linke Seite zu wechseln sei keine Option gewesen. „Das hieße ja noch einmal komplett neu anzufangen.“

Acht Jahre Aufbauarbeit

Ophelia Preller stammt aus Brieselang und wollte eigentlich nur an die Sportschule, „weil ich so gern Sport gemacht habe“. Zur Sichtung seien die Rudertrainer vorbeigekommen. Sie sei jedoch ein wenig zu klein gewesen, da wurden ihr Kanu und Leichtathletik empfohlen. Jedenfalls schaffte es Ophelia Preller 2011 auf die Sportschule und wurde sofort Teil eines Kanu-Experiments. Denn der Canadier, bisher nur den Männern vorbehalten, wurde auch für die Frauen ins olympische Programm aufgenommen. Im kommenden Jahr in Tokio wird es soweit sein und da will Ophelia Preller dabei sein. In acht Jahren Aufbauarbeit hat sie sich kontinuierlich entwickelt. Mit Annika Loske fand sich eine Partnerin im Verein, die all die Jahre mitzog. 2016 gewannen beide Bronze bei den Junioren-Weltmeisterschaften im C2 über 200 und 500 Meter. 2017 war das Potsdamer Duo WM-Siebter.

In dieser Saison stellte Bundestrainer Lars Kober nach den Einer-Tests die Duos neu zusammen. Rechtspaddlerin Ophelia Preller, die in Potsdam von Trainer Jirka Letzin betreut wird und in der Freizeit gern „nur für mich“ malt, startete im C2 mit der Berliner Linkspaddlerin Lisa Jahn. Linkspaddlerin Annika Loske indes bildete mit der Leipzigerin Johanna Handrick ein Paar. Bei den Weltcups in Poznan/Polen – Ophelias Mutter Jolanta stammt aus dem Nachbarland – und Duisburg waren Jahn/Preller als Vierte beziehungsweise Fünfte besser und schnappten sich den Platz in der Nationalmannschaft.

Großes Ziel Olympia 2020

„Als ich damals auf die Sportschule ging, wollte ich wirklich nur aus Spaß am Sport dorthin, an Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften habe ich da nicht gedacht“, erzählt Ophelia Preller, die am Freitagabend ihren Abi-Ball hatte und nun auf die Aufnahme in die Sportförderkompanie der Bundeswehr hofft, um sich weiter auf ihren Sport konzentrieren zu können. Denn nun sind die Olympischen Spiele 2020 das große Ziel. Um sich dafür zu qualifizieren, muss bei den Weltmeisterschaften mindestens ein Top acht-Ergebnis herausspringen. Die Europaspiele werden eine wichtige Generalprobe sein.

Von Peter Stein

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