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OSC Potsdam Weltmeister Max Lemke wird Potsdamer
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18:07 05.07.2019
Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.l.) wurden 2017 und 2018 Weltmeister im Kajakvierer über 500 Meter. Quelle: foto: RONALD VERCH
Potsdam

Max Lemke und sein Geschäftspartner Felix Frank kredenzen am Freitag in der Kanu-Scheune im Potsdamer Luftschiffhafen selbst produzierten Kaffee und zwar kalten. Die beiden Start-up-Gründer mit der Firma Cold Bean sind nun auch sportlich wieder vereint. Während Frank schon zu Jahresbeginn von Karlsruhe in Brandenburgs Landeshauptstadt gewechselt war, propellert Lemke, der bisher für den Wassersportverein Mannheim-Sandhofen startete, ab sofort für den Kanuclub Potsdam im OSC.

Lemke, bereits zweimaliger Weltmeister im Kajakvierer über 500 Meter, sagt: „Ich war zuletzt in Mannheim ohne Trainingspartner und Trainer. Mein Coach Gerd Riffel war vor drei Jahren an Krebs gestorben. Und die erste Adresse in Sachen Kanurennsport in Deutschland ist nun mal Potsdam, zumal ich die Bedingungen aufgrund mehrerer Lehrgänge mit der Nationalmannschaft kenne. Außerdem habe ich enge verwandtschaftliche Beziehungen nach Brandenburg.“

Verwandtschaft in Luckenwalde

Denn Lemkes Eltern stammen auch Luckenwalde. Vater Andreas war einst Ringer und Mutter Silke besuchte als Schwimmerin die Sportschule in Potsdam.“ Die Großeltern mütterlicherseits, Oma Rita und Opa Hans, und weitere Verwandte leben nach wie vor in der Kreisstadt von Teltow-Fläming. „In den Ferien war ich als Kind oft dort. Ich kenne Potsdam also sehr gut. Die Stadt gefällt mir und meiner Freundin Darina. Außerdem habe ich schon zweimal am Kanalsprint in der Potsdamer City teilgenommen. Das ist ein einmaliges Event für einen Kanuten, weil die Zuschauer ganz dicht an der Strecke sind. Da freue ich mich schon drauf“, erzählt Lemke, dessen Eltern nach der Wende nach Lampertheim gingen, wo der Filius aufgewachsen ist.

„Anfangs habe ich Fußball gespielt und bin dann durch einen Kumpel zum Kanurennsport gekommen. Mit 14, 15 Jahren habe ich den Leistungssport begonnen und bin nach Mannheim gewechselt“, so der 22-Jährige weiter.

Rauhe: Max hat sehr viel Talent, da kann man noch viel schleifen

Potsdams Olympiasieger Ronald Rauhe, der mit Lemke im Vierer sitzt, sagt über seinen neuen Vereinskameraden: „Max hat sehr viel Talent. Da kann man noch viel schleifen, was an Potenzial vorhanden ist. Ich halte diesen Wechsel für notwendig, damit er seine Leistungsgrenzen erreicht.“ Der Kajakvierer, zu dem noch der Essener Schlagmann Max Rendschmidt und der Dresdner Tom Liebscher gehören, sei schon eine verschworene Gemeinschaft. Lemke sitzt auf Position vier im Heck und sei auf der Strecke permanent unter der Dusche, weil er das aufgewühlte Wasser der Vorderleute je nach Wind abbekomme. „Im Winter ist das schon unangenehm“, gibt der Sportsoldat zu bedenken.

Ziel: Qualifikation für Tokio

Großes Ziel im Kajakvierer über 500 Meter sei es, den WM-Titel Ende August in Szeged/Ungarn zu verteidigen, Priorität eins habe aber die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020. „Da sind wir auf einem guten Weg“, sagt Rauhe und setzt darauf, dass Kompagnon Lemke in Potsdam noch besser wird.

Von Peter Stein

Bei den Europaspielen in Minsk, die für die Kanuten gleichzeitig Europameisterschaften sind, gewannen am zweiten Finaltag Ronald Rauhe und Franziska John Silbermedaillen.

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