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Potsdam Potsdam macht im Pokal kurzen Prozess
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19:11 25.11.2018
Potsdams Außenangreiferin Silvana Chausheva (l.) bot eine starke Leistung und sammelte 14 Punkte ein. Quelle: Gerhard Pohl
Potsdam

Kaum war der letzte Ball geschlagen, eilten Helfer durch die Halle und bauten die Volleyballanlage des SC Potsdam ab. Deshalb konnte Davide Carli, Trainer des Frauenbundesligisten, den Einzug ins Pokalhalbfinale gar nicht in Ruhe auskosten. Ständig musste er die Position wechseln, um niemanden beim Abbau zu behindern.

Seine Mannschaft gewann Sonntagmittag vor 537 Zuschauern in der MBS-Arena mit 3:0 (25:23, 25:13, 25:18) gegen Nawaro Straubing. Potsdam machte in 69 Minuten kurzen Prozess und schenkte den ehrenamtlichen Helfern einen Zeitvorsprung – am späten Nachmittag beanspruchten schließlich die Drittliga-Handballer des VfL Potsdam die MBS-Arena.

Halbfinale gegen Schwerin

Am Mittwoch, 12. Dezember, trifft der SCP bei der zweiten Halbfinalteilnahme in der Vereinsgeschichte auf den favorisierten SSC Schwerin. Genau wie im November 2016. Damals unterlag Potsdam mit 0:3. Im zweiten Halbfinale stehen sich Aachen und Stuttgart gegenüber.

Mit dem Einzug in die Vorschlussrunde haben die Potsdamerinnen ein Saisonziel geschafft. „Ich bin sehr glücklich und bestimmt 20 Kilogramm leichter“, sagte Coach Carli. Denn die Vorbereitung auf das Match lief nicht optimal. Während Potsdam am Mittwoch den Fünf-Satz-Krimi gegen Münster verlor, war Straubing spielfrei. Dann konnte das Carli-Team wegen einer Veranstaltung nicht wie gewohnt in der MBS-Arena trainieren. Hinzu kam die ungewohnt frühe Spielzeit um 13 Uhr. „Normalerweise absolvieren wir fünf, sechs Stunden vor einem Spiel ein leichtes Training. Das ging dieses mal nicht“, sagte Carli.

Annegret Hölzig mit Kurzeinsätzen

Als dann Stammspielerin Annegret Hölzig bei der Erwärmung schwindlig wurde, schien die Partie unter einem schlechten Stern zu stehen. Prompt lagen die Gastgeberinnen mit 0:4 und 8:14 zurück. „Es war der erste Satz nach einer schweren Woche“, gab sich Carli später versöhnlich. „Es hat ein bisschen gedauert, um reinzukommen. Dann haben wir aber verstanden, wie wir spielen müssen.“ Der SCP gewann den ersten Satz 25:23 und nahm den Schwung mit in die weiteren Durchgänge. „Potsdam hatte Probleme, ins Spiel reinzukommen und musste sich erst auf uns einstellen“, sagte Straubings Trainer Benedikt Frank, der „sehr enttäuscht“ war. „Wir haben das komplette Spiel nicht gut angegriffen. Potsdam war am Netz besser als wir.“

Trost für Straubings Sophie Dreblow

Insbesondere die Potsdamerinnen Marta Drpa (21 Punkte) und Silvana Chausheva (14) konnten überzeugen. Im zweiten Satz hatten die Brandenburgerinnen nur wenige Schwächephasen. Carli: „Da hatten wir ein bisschen die Kontrolle verloren.“ Doch dann hatte sich Annegret Hölzig berappelt und sorgte bei ihren Kurzeinsätzen mit gekonnten Aufschlägen für frischen Wind.

„Der Wille war da, aber wir haben nach dem super ersten Satz vielleicht nicht mehr richtig an die Chance geglaubt“, sagte Straubings Libera Sophie Dreblow. Die 20-Jährige war im Sommer von der Havel an die Donau gewechselt und erstmals nach Potsdam heimgekehrt. Zum Trost gab es ganz viele Umarmungen von Freunden und ehemaligen Mitspielerinnen.

Von Ronny Müller

Am Sonntag spielen die SC-Volleyballerinnen in der MBS-Arena um den Einzug ins Pokal-Halbfinale. Danach muss es schnell gehen. Die VfL-Handballer empfangen anschließend Burgwedel.

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