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SC Potsdam Lisa Buckwitz begeistert von ersten Fahrten als Pilotin
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19:53 23.10.2018
Die Potsdamerin Lisa Buckwitz bei der Bahnbesichtigung zu Fuß am Königssee mit Trainer Stephan Bosch. Quelle: Foto: privat
Schönau

Lisa Buckwitz ist wieder heil unten angekommen. Das ist in ihrem Fall eine Erfolgsmeldung. Denn die Bob-Olympiasiegerin vom SC Potsdam vollführte am Wochenende auf der Eispiste am Königssee in Bayern ihre ersten Fahrten als Pilotin. „Es hat riesigen Spaß gemacht. Vor der ersten Fahrt war ich natürlich ganz schön aufgeregt“, erzählte sie noch immer voller Euphorie.

Bevor die 23-Jährige an die Lenkseile durfte, ging es mit Bahntrainer Stephan Bosch erst einmal zu Fuß die Eisrinne hinunter. „Man geht die Bahn ab und bekommt die besonderen Schwierigkeiten jeder Kurve erklärt, damit man sich das besser einprägt“, sagte Lisa Buckwitz. Außerdem musste sie sich für den Zweierbob noch einen Mitfahrer besorgen, der Physiotherapeut erklärte sich bereit. Während sie schon im Bob Platz nahm und die Lenkseile ergriff, schob er das Kufengefährt noch ein wenig an. „Wir sind aber nicht gleich von ganz oben gestartet, sondern zwei Kurven weiter unten. Ich muss mich ja langsam herantasten“, bemerkte die Fahrschülerin. Schnell genug und wahnsinnig aufregend sei es trotzdem gewesen.

Ein Gefühl für das Lenken

„Ich muss ja erst mal ein Gefühl dafür bekommen. Während ich sonst als Anschieberin quasi im Blindflug die Bahn hinuntergesaust bin, schaue ich jetzt über das Chassis hinweg und sehe, wo ich lang fahre. Es kommt einem schon viel schneller vor, obwohl ich jetzt nicht das Wettkampftempo von früher hatte“, berichtete die Sportsoldatin. Und trotz aller Konzentration gab es auf der zweiten Fahrt einen Sturz. „Ich hatte einen Orientierungsfehler, habe den Lenkpunkt verpasst, schon kippte der Bob an der vorletzten Kurve auf die Seite. Aber es ist nichts passiert. Das ist wie beim normalen Fußgänger: Wenn man hinfällt, steht man wieder auf und weiter geht’s. Ich bin danach auch gleich wieder gefahren. Ich weiß ja, Stürze gehören im Bobsport dazu.“ Fünf Mal durchlitt sie das mulmige Gefühl schon als Anschieberin – zum Glück ohne große Verletzungen.

Viel Neues zu beachten

Das Fahren begeistere sie jedenfalls. „Man gewöhnt sich schnell daran, wie das Gerät reagiert“, meinte Lisa Buckwitz. „Ich werde schauen, wie es weiter läuft. Jetzt geht es darum, möglichst viel zu fahren.“ Nebenbei absolviere sie ihr Athletiktraining nach den Plänen ihres Potsdamer Heimcoaches Jörg Weber. Aber sie benötige auch Geduld. „Hier prasselt so viel Neues auf mich ein, das muss ich erst einmal verarbeiten. Da bin ich schnell platt im Kopf. Ich muss mir das Fahren letztlich selbst beibringen. Das ist wie bei der Fahrschule mit dem Auto. Man muss selbst lenken.“ Ihr Fazit nach den ersten Fuhren: „Ich bin positiv eingestellt. Das wird schon.“

Von Peter Stein

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