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SC Potsdam Guillermo Hernández übernimmt Bundesligisten SC Potsdam
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21:00 09.12.2018
Guillermo Naranjo Hernández trainierte vier Jahre erfolgreich den MTV Stuttgart. Quelle: imago
Potsdam

Überraschende Trainerrochade beim Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam. Davide Carli stehe aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, teilte Sportdirektor Toni Rieger am Sonntagabend auf MAZ-Anfrage mit. Dafür übernimmt ab Montag (10. Dezember) Guillermo Naranjo Hernandez vorerst bis Saisonende das Training.

Der Spanier coachte von 2013 bis 2017 das Bundesliga-Spitzenteam MTV Allianz Stuttgart. In dieser Zeit erreichte der 41-Jährige sieben Endspiele, gewann ein mal den Supercup, zwei mal den DVV-Pokal und zwei Vizemeisterschaften. In der vergangenen Saison betreute Naranjo Hernandez das rumänische Team CSM Torgoviste und vom Sommer bis Dezember das polnische Team PTPS Pila. In diesem Jahr übernahm er zudem das Amt des griechischen Nationaltrainers, das er weiterhin parallel ausführen wird.

Carli war seit 2016 Cheftrainer

„Es stehen für den SC Potsdam wichtige Spiele an. Daher musste kurzfristig eine Lösung mit dieser Trainerentscheidung gefunden werden“, sagte Rieger. Auf den konkreten Anlass für den Trainerwechsel wollte Rieger derweil nicht eingehen. Sportliche Gründe sind es vermutlich nicht. Der Vorjahressiebte steht mit einer sehr jungen Mannschaft derzeit als Vierter überraschend gut da. Der Italiener Carli hatte bereits am vorvergangenen Wochenende beim 3:0 in Erfurt aus gesundheitlichen Gründen gefehlt. Auch am Samstagabend beim 3:1 gegen die Ladies in Black Aachen wurde Carli von seinem Co-Trainer Lukasz Marciniak vertreten. Der 35-jährige Carli war am Sonntagabend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Er hatte das Cheftraineramt beim SC Potsdam 2016 von Alberto Salomoni übernommen. Zuvor hatte Carli bereits als Assistent unter Salomoni gearbeitet, war dann aber zunächst nach Schwerin gewechselt, wo er noch immer mit seiner Familie lebt.

3:1 gegen Aachen

Am Samstagabend hatten sich die Frauen des SC Potsdam überraschend deutlich mit 3:1 (29:27, 22:25, 25:11, 25:16) gegen Aachen durchgesetzt. Vor dem ersten Aufschlag wurde Lisa Gründing offiziell verabschiedet, die sieben Jahre in Potsdam spielte und zur Nationalspielerin wurde. „Ich habe mich sehr gefreut, wieder in Potsdam zu sein, die Stimmung in der Halle war wie immer toll. Klar, wir hätten gern die Punkte mitgenommen, aber der Sieg von Potsdam geht in Ordnung“, sagte die Neu-Aachenerin nach dem Spiel.

Marta Drpa sammelt 33 Punkte

Das Team von Co-Trainer Lukasz Marciniak begann mit Marta Drpa, Alexa-Marie Dannemiller, Lia Grant, Annegret Hölzig, Aleksandra Jegdic sowie Silvana Chausheva. Diese Crew hatte beim 29:27 im ersten Satz den längeren Atem. Im zweiten Abschnitt führten die Gastgeberinnen bereits 16:10, doch dann wurden sie unkonzentriert und verloren 22:25. Anschließend präsentierte sich die Mannschaft vor 912 Zuschauern wieder souverän und zielstrebig. Nach einem zwischenzeitlichen 19:7 ging der dritte Satz mit 25:11 an Potsdam. Im vierten Satz blieb der SCP auf dem Gaspedal und gewann 25:16. Marta Drpa überzeugte erneut mit bemerkenswerten 33 Punkten.

Mittwoch Premiere für Guillermo Naranjo Hernandez

„Das Spiel war hart für uns, ich denke, wir haben das gut gemeistert. Im gesamten Verlauf waren wir im Fokus und haben sehr diszipliniert gespielt und die vorgenommene Taktik umgesetzt. Der zweite Satz hätte auch anders ausgehen können. Aber wir haben drei Punkte und das zählt am Ende. Ich habe fast alle Spielerinnen einsetzen können. Für Mittwoch sind wir bestens motiviert“, sagte Coach Lukasz Marciniak.

Am Mittwoch empfängt Potsdam im Halbfinale um den DVV-Pokal den SSC Palmberg Schwerin um 18.30 Uhr in der MBS-Arena. Dann wird bereits Guillermo Naranjo Hernandez an der Seite stehen.

Von Ronny Müller

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