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SC Potsdam Speerwerfer Seifert kämpft um seine WM-Chance
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17:41 23.05.2019
Bernhard Seifert vom SC Potsdam sieht die starken Gegner in Deutschland eher als Motivation. Quelle: Foto: Wolfgang Birkenstock
Potsdam

Bernhard Seifert hat sich mit einer Kampfansage zurückgemeldet. Der Speerwerfer vom SC Potsdam erzielte am vergangenen Wochenende 85,19 Meter – persönliche Bestleistung. Sein Ziel: Ende September will er bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha/Katar dabei sein. Die Norm von 83,00 Metern hat er zwar deutlich übertroffen, aber er geht selbst davon aus, dass wohl 88 Meter notwendig sein werden, um sich für die WM zu qualifizieren.

Denn der Speerwurf gilt als Speerspitze der deutschen Leichtathletik. Thomas Röhler (Jena) ist Olympiasieger und wurde im Vorjahr Europameister, Johannes Vetter (Offenburg) Weltmeister und Andreas Hofmann (Mannheim) Vizeeuropameister sowie Diamond-League-Gesamtsieger 2018. Weil Deutschland aber dank Titelverteidiger Vetter vier WM-Startplätze bekommt, sieht Seifert eine realistische Chance. Und außerdem: „Dass ich in Deutschland so starke Konkurrenz habe, ist eher eine Motivation für mich. Denn wenn ich mich hier durchsetze, gehöre ich zur Weltspitze.“

Man kennt sich

Schließlich kennt man sich. „Das ist wie in einer großen Familie, wir sind im Trainingslager tagelang zusammen, wir helfen uns, da gibt es keinen Neid. Als Röhler und Hofmann im Vorjahr in Berlin ihre Medaillen gewonnen haben, hab ich mich für sie mitgefreut. Denn das bringt Aufmerksamkeit für das Speerwerfen“, schildert der 26-Jährige, der aus dem thüringischen Dorf Crock (Landkreis Hildburghausen) stammt und mit Röhler einst zusammen in Jena trainierte unter Burkhard Looks. Als der Coach 2013 nach Potsdam wechselte folgte ihm Seifert ein Jahr später nach dem Abitur. Röhler blieb.

In Potsdam auf dem richtigen Weg

„Den Wechsel habe ich nicht bereut“, sagt Seifert, der kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung zum Polizeikommissar bei der Brandenburger Landespolizei in Oranienburg steht. Doch der Zweite der U23-EM von 2013 – damals vor Röhler – und Dritte der U23-EM von 2015 hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Im Vorjahr sorgte eine Schambeinentzündung für ein vorzeitiges Saisonende. „Daraus habe ich gelernt. Ich höre jetzt mehr auf meinen Körper. Jeder Schmerz ist ja auch ein Signal. Oft ist es aber so, dass eine unsaubere Technik Verletzungen auslöst“, hat Seifert festgestellt. Mit Looks habe er viel an der Technik gearbeitet, diese stabilisiert. Nun will er noch seinen Anlauf verbessern. „Ich gehe jetzt mehr auf Qualität statt auf Quantität, auch im Training“, sagt der DM-Dritte von 2017. Zudem arbeitet er mit einer Psychologin, um sich besser auf die Wettkämpfe fokussieren zu können.

Am Wochenende zwei Wettkämpfe

Am Freitagabend in Schönebeck und am Sonntag in Offenburg trifft Seifert, der sich gern mit Hardrock à la Rise Against pusht, erstmals in dieser Saison auf Röhler und Co.. „Wir verstehen uns wirklich gut, treiben uns gegenseitig zu großen Weiten. Das spornt einfach an“, meint Seifert, der sich weiter in Richtung 90 Meter steigern will.

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