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SC Potsdam Nach Pflichtsieg gegen Suhl Playoff-Platz fast sicher
Sportbuzzer Lokalsport Potsdam SC Potsdam Nach Pflichtsieg gegen Suhl Playoff-Platz fast sicher
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17:41 11.02.2018
Kapitän Ivona Svobodnikova (M.) führte ihr Team zum klaren Sieg gegen Suhl.
Kapitän Ivona Svobodnikova (M.) führte ihr Team zum klaren Sieg gegen Suhl. Quelle: Foto: Julius Frick
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Potsdam

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam legten am Samstagabend einen Riesenschritt in Richtung Playoffs hin und fertigten im rasanten Tempo den unmittelbaren Verfolger VfB Suhl mit 3:0 (25:16, 25:15, 25:9) ab. Damit dürfte Platz acht, der zur Teilnahme am Viertelfinale berechtigt, gesichert sein.

SC-Trainer Davide Carli zeigte sich zufrieden, dass sein Team drei Tage nach dem 3:1-Sieg in Wiesbaden in der Erfolgsspur blieb und einen selbstbewussten Auftritt vor 985 begeisterten Zuschauern in der MBS-Arena hinlegte. „Der Sieg war nie in Gefahr“, resümierte der 34-Jährige. „Wir haben von Anfang an sehr konzentriert gespielt und so, wie wir uns das vorgenommen hatten. Der Aufschlag hat wieder sehr gut funktioniert. Taktisch waren wir gut vorbereitet und das hat auch in der Umsetzung prima geklappt. So wünscht man sich das als Trainer. Wir haben nur zwei Fehler im Angriff und einen in der Annahme gemacht.“

Svobodnikova und Drpa ragen heraus

Kapitän und Mittelblockerin Ivona Svodbodnikova, die mit zwölf Punkten neben Marta Drpa (20) die herausragende Akteurin war, sagte: „Natürlich wollten wir dieses Spiel unbedingt gewinnen, um den achten Platz zu sichern. Trotzdem sind wir nach dem Sieg in Wiesbaden ruhig geblieben. Wir wussten, dass wir im Moment gut drauf sind. Das hat sich dann auch im Spiel gezeigt. Wir haben mit viel Spaß agiert, weil wir immer besser ins Spiel gekommen sind und Suhl klar dominieren konnten. Wenn das Selbstvertrauen da ist und ein bisschen Glück dazu kommt, kann das Siegen so einfach sein. Ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht.“

Wenn der Ferrari zu schnell wird

In der Tat legten die Gastgeberinnen gleich los wie die Feuerwehr, führten zur ersten technischen Auszeit bereits mit 8:2. Beim 15:7, als Marta Drpa nach einem langen Ballwechsel den Punkt machte, fiel eine Vorentscheidung. Auch im zweiten Satz enteilte der SC Potsdam schnell bis auf 10:4. Die Gäste versuchten alles, wechselten auch ihre Zuspielerin, aber eine Wende gelang nicht. Einzig als der SC vom 18:6 zum 18:10 den Thüringerinnen vier Punkte in Folge gestattete, nahm Carli eine Auszeit und rief seine Mannschaft zur Räson. „Da haben wir ein bisschen zu viel gewollt und sind von unserer spielerischen Linie abgekommen. Das ist so, wenn du beim Ferrari in den vierten, fünften Gang schaltest. Dann wird es plötzlich zu schnell und du kannst das Auto nicht mehr beherrschen“, beschrieb der Italiener mit einem Lächeln die Situation und wollte angesichts des klaren Erfolgs nicht meckern.

Libera-Position erneut doppelt besetzt

Im dritten Satz funktionierte die Gangschaltung wieder perfekt und sein Team enteilte fix auf 8:1 und 17:3. Dann durfte die SC-Bank noch mal ran. Carli, der die Libera-Position mit Sophie Dreblow und Ljubica Kecman erneut doppelte, behielt sich für die nächsten Partien vor, darauf zu beharren. „Das werde ich in der nächsten Woche entscheiden“, sagte der Coach.

Nachdem der Kampf um Rang acht entschieden sein dürfte, ist für die restlichen vier Spiele der Hauptrunde Platz sieben als Ziel ausgegeben. „Wir wollen alle Spiele gewinnen. So fahren wir nächsten Sonntag auch nach Stuttgart. Alles ist möglich“, sagte Ivona Svobodnikova vor dem Auftritt beim Tabellenführer und unterstrich, wie rasch Erfolg für Selbstvertrauen sorgen kann.

Von Peter Stein

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