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SC Potsdam Hernández für ein Spiel gesperrt
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19:29 24.01.2019
Guillermo Naranjo Hernández (l.) muss am Sonntagnachmittag auf der Tribüne Platz nehmen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Am Montag besuchten die Volleyballerinnen des Bundesligisten SC Potsdam die Grüne Woche in Berlin. So schalteten sie von der am Tag zuvor erlittenen 2:3-Heimniederlage gegen den VC Wiesbaden ab. Auf der weltgrößten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau kosteten die Potsdamerinnen diverse Spezialitäten aus Brandenburg und ließen sich mit Ministerpräsident Dietmar Woidke ablichten.

Damit war das Spiel gegen Wiesbaden allerdings noch nicht abgehakt. Am Donnerstag sperrte die Volleyball-Bundesliga Potsdams Trainer Guillermo Naranjo Hernández überraschend für das Spiel am Sonntag (15 Uhr) beim VCO Berlin.

Disput beim Wiesbaden-Spiel

Grund ist eine Auseinandersetzung in der Partie vom vergangenen Sonntag zwischen den Trainern beider Mannschaften. Guillermo Naranjo Hernández darf die Mannschaft am Sonntag nicht an der Seitenlinie betreuen, er darf aber auf der Tribüne Platz nehmen. Auch die Kabine darf der Spanier offenbar betreten. Für den klar favorisierten SC Potsdam geht es beim Schlusslicht in Berlin darum, sich mit einem Sieg in eine bessere Ausgangsposition für die Playoffs zu bringen.

Am vergangenen Sonntag soll Wiesbadens Coach Dirk Groß im spannenden Tie-Break ein Potsdamer Ballmädchen angeblafft haben. Nach einer Auszeit gab es noch Wasserflecken auf dem Boden, die das Mädchen wegwischte. Die Schiedsrichter bemerkten das nicht, gaben das Spiel frei, um es wenig später wieder zu unterbrechen. Darauf hatte Groß reagiert. Was er dem Mädchen sagte, ist nicht bekannt.

Kein Handschlag zwischen Trainern

Dieses Verhalten veranlasste SCP-Coach Guillermo Naranjo Hernández dazu, nach dem Match den Handschlag mit Groß zu verweigern. Daraufhin kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung der beiden Übungsleiter. Die Schiedsrichter vermerkten dies in ihrem Spielbericht, woraufhin die Bundesliga beide Trainer für ein Spiel sperrte. Ohne allerdings vorher Stellungnahmen einzuholen.

Der SCP akzeptierte die Strafe, wies aber darauf hin, „dass es bereits in der Vergangenheit deutlich schlimmere Auseinandersetzungen an der Seitenlinie zwischen Bundesligatrainern gab und diese nicht in diesem Maße bestraft wurden“. Guillermo Hernández entschuldigte sich beim SC Potsdam und seinen Spielerinnen für sein Verhalten.

Co-Trainer Lukasz Marciniak zum vierten mal gefordert

Am Sonntag wird Co-Trainer Lukasz Marciniak die Mannschaft zum vierten mal in dieser Saison betreuen. Zunächst vertrat der Pole zweimal den ehemaligen Chetrainer Davide Carli. Dann war Guillermo Naranjo Hernández als griechischer Nationaltrainer gefordert. Gegen Suhl, Erfurt und Aachen gewannen die Potsdamerinnen unter Marciniak. Allerdings sollte Hernández in dieser Saison nicht mehr ausfallen. Eine Bundesligamannschaft darf nur zweimal ohne ihren Cheftrainer antreten. Beim dritten Match wird eine Strafe in Höhe von 100 Euro fällig, beim vierten sind es bereits 200 Euro. Bei einem Sieg am Sonntag kann der Verein die Strafe besser verkraften.

Von Ronny Müller

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