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SC Potsdam Vizeweltmeisterin Leni Wildgrube startet in Saison
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17:48 05.01.2018
Leni-Freyja Wildgrube beim Stabhochsprungtraining im Luftschiffhafen.
Leni-Freyja Wildgrube beim Stabhochsprungtraining im Luftschiffhafen. Quelle: foto: Dirk Becker
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Potsdam

Leni-Freyja Wildgrube setzt zur nächsten Flugshow an. Die 16-Jährige startet am Sonntag beim Stabhochsprung-Meeting in Leverkusen in das Jahr 2018. Nach ihrem Wechsel vom RSV Eintracht zum SC Potsdam tritt sie erstmals im roten Trikot ihres neuen Vereins an.

„Das Training lief bisher recht ordentlich. Daher hoffe ich auf einen guten Start“, sagt die Sportschülerin. Trainer Toralf Neumann meint: „Wir fangen am besten da an, wo wir im letzten Jahr aufgehört haben. Leni ist sehr fokussiert, ein absoluter Wettkampftyp. Sie kann das, was ich ihr im Training erkläre, sehr schnell umsetzen. Ihre Fortschritte sind unverkennbar.“

Hohe Ziele für 2018

Dass die Kleinmachnowerin ein Wettkampftyp ist, zeigte sie im Vorjahr bei den U18-Weltmeisterschaften in Nairobi. Beim Saisonhöhepunkt in Kenias Hauptstadt steigerte sie ihre Bestleistung auf 4,15 Meter und gewann die Silbermedaille. Daher hat Leni Wildgrube die Ziele für 2018 längst festgelegt. Zunächst möchte sie sich für die U18-Europameisterschaften im Juli in Györ/Ungarn qualifizieren und dort wiederum mit einem guten Ergebnis den Sprung zu den Youth Olympic Games in Buenos Aires/Argentinien im Oktober schaffen. Dafür will sie ihren Höhenflug fortsetzen. „4,00 Meter zum Auftakt wären schon ganz in Ordnung“, findet die Stabhochspringerin. „Und im Sommer will ich dann wieder neue Bestleistungen aufstellen.“

Vorfreude auf das Meeting im Stern-Center

Geht es nach Trainer Neumann, dann soll sein Schützling den deutschen U18-Rekord von 4,20 Metern verbessern. Doch jetzt in der Hallen-Saison gehe es vor allem um eine gute Grundlage. Deshalb wird sich die Elftklässlerin auch im Sprint mit und ohne Hürden versuchen. „Im Anlauf gehört Leni zu den schnellsten Springerinnen in Deutschland. Diese Stärke wollen wir ausbauen. Sie soll weiter vielseitig trainieren, die frühe Spezialisierung auf eine Disziplin wäre nicht gut.“

Leni Wildgrube, die sechs jüngere Geschwister hat und deren zwölf Jahre alter Bruder Wigurd sich gleichfalls im Stabhochsprung versucht, mag auch den Sprint. Schließlich war sie in der Jugend deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden. „Wenn es sich anbietet, werde ich in der Halle auch über 60 Meter Hürden starten“, kündigt sie an. Ganz besonders freut sie sich auf das Stabhochsprung-Meeting im Stern-Center am 19. Januar. Bis dahin wird sie den einen oder anderen Wettkampf bestritten haben. „Ich brauche immer zwei, drei Springen, um richtig reinzukommen.“ Das Top – „ich springe lieber im engen Top als im Trikot“ – ihres neuen Vereins passe jedenfalls perfekt.

Von Peter Stein

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