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SC Potsdam Warten auf den Halbfinal-Gegner und Plan B für Europacup-Premiere
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16:38 05.04.2019
Party-Zone im Bus auf der Heimfahrt von Vilsbiburg nach Potsdam. Quelle: verein
Potsdam

„Ich kann es noch gar nicht glauben“, jubelte Kapitän Anne Hölzig. „Ich raste aus, ich fasse es nicht, mir bleibt die Stimme weg“, kreischte das 18-jährige Team-Küken Emilia Weske. „Die Erleichterung ist riesengroß, im siebten Anlauf haben wir den Bock endlich umgestoßen“, tönte Antonia Stautz. Und selbst die coole Topscorerin Marta Drpa schrie ihre unbändige Freude heraus: „Ja, wir haben es geschafft. Das war sehr dramatisch, jetzt sind wir einfach happy.“ Die Reaktionen der Spielerinnen des SC Potsdam nach dem erstmaligen Einzug in das Halbfinale um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft fielen überschwänglich aus, der Bus wurde auf der siebenstündigen Heimfahrt zur Party-Zone. Zum Latino-Song „Gasolina“ von Daddy Yankee wurde rauf und runter getanzt. Im Freudentaumel nach dem 132-minütigen 3:2-Fünf-Satz-Krimi (21:25, 30:32, 25:19, 25:22, 17:15) gegen die Roten Raben Vilsbiburg entlud sich alle Anspannung, wurden Emotionen frei wie noch nie.

Unbeschreibliche Glücksmomente

Anne Hölzig, die ihre vierte Saison beim SC spielt, sagte weiter: „Im vierten Jahr hat es endlich geklappt. Wahnsinn! Dass der Verein vorher insgesamt sechs Mal in Folge im Viertelfinale ausgeschieden war, war fast schon ein Trauma. Jetzt ist das Thema abgehakt. Wir stehen im Halbfinale und wollen auch dort zeigen, dass wir gut Volleyball spielen können. Wir sind sicherlich Außenseiter gegen Stuttgart oder Schwerin, aber wir sind nicht chancenlos.“ Emilia Weske ging noch mal auf das dramatische Match in Vilsbiburg ein. „Dass wir den zweiten Satz mit 30:32 verloren hatten, war schon ein ganz schöner Schlag ins Gesicht. Das war eine krasse Enttäuschung, aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Die folgenden Sätze waren extrem hart, da sind wir körperlich und psychisch an unsere Grenzen gegangen. Im Tiebreak haben wir sofort gespürt, hier liegt was in der Luft, wir können es schaffen. Natürlich gehört am Ende auch ein wenig Glück dazu. So ein Spiel habe ich noch nie erlebt, diese Momente sind unbeschreiblich. Das werde ich wohl mein Leben lang nicht vergessen, dafür spielt man Volleyball.“

Großartiger Teamgeist

Am Tag danach blickte Sportdirektor Toni Rieger am Freitag nicht minder stolz auf den historischen Moment: „Lange genug haben wir darauf hingearbeitet. Wir hätten es schon eher mal schaffen können, standen schon mehrfach dicht davor. Dass wir es im zehnten Bundesligajahr packen, zeugt vom großartigen Teamgeist. Dieses Spiel wurde am Ende über den Kampf entschieden und da hat die Mannschaft ihre Qualitäten gezeigt.“

Nächsten Donnerstag beginnt Halbfinal-Serie

Nun steht also erstmals das Halbfinale an. Die „Best of five“-Serie startet am Donnerstag auswärts, am nächsten Samstag (13. April) wäre das erste Heimspiel. Gegner ist entweder Hauptrunden-Primus Stuttgart oder Rekordmeister Schwerin, letzterer falls sich am Samstag Aachen überraschend in Dresden durchsetzt. Da die Verlierer der Halbfinalserie kein kleines Finale bestreiten, haben die Potsdamerinnen Bronze ebenso sicher wie die Qualifikation für den Europacup. „Ob wir in der nächsten Saison international spielen, hängt auch von unseren Sponsoren und dem Budget ab“, sagt Rieger. „Nun muss es uns gelingen, überregionale Sponsoren zu finden. Mit dem Halbfinal-Einzug haben wir natürlich bessere Argumente. Die Volleyball-Bundesliga ist in Deutschland in den Ballsportarten bei den Frauen die stärkste Liga, was das Medieninteresse und die Zuschauer betrifft. Da stehen wir noch vor der Frauen-Fußball-Bundesliga. Durch das Halbfinale werden wir noch mal TV-Spiele bekommen. Was den Europacup betrifft, so prüfen wir das derzeit, etwa bis Mai müssen wir eine Entscheidung treffen.“ Der Etat müsste von 600 000 auf 750 000 Euro erhöht werden.

Von Peter Stein

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