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SC Potsdam Teil zwei im Halbfinale wird mit Spannung erwartet
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16:49 12.04.2019
Mit vereinten Kräften am Block: Marta Drpa (l.) und Natalie Wilczek vom SC Potsdam. Quelle: foto: Gerhard Pohl
Potsdam

Teil eins in dem Halbfinal-Duell zwischen dem SC Potsdam und dem Schweriner SC macht Appetit auf mehr. Nach dem dramatischen 2:3 am Donnerstag folgt bereits am Samstag (16.10 Uhr, MBS-Arena) Spiel zwei der Serie „Best of Five“.

„Die Mannschaft, die ihre Akkus am schnellsten wieder aufladen konnte, wird im Vorteil sein“, sagt Potsdams Natalie Wilczek. „Ich gehe davon aus, dass wir wieder bereit sind“, meint die Mittelblockerin und wirbt in eigener Sache für einen Hallen-Besuch. Denn nachdem vor zwei Wochen im Viertelfinale gegen Vilsbiburg nur 848 Zuschauer in die Arena im Luftschiffhafen kamen, soll heute die Halle rappelvoll werden und das Publikum das einheimische Team unterstützen. „Wir wollen zeigen, was für ein super Team wir sind. Wir werden wieder 100 Prozent geben. Im ersten Spiel haben wir gesehen, dass wir mit Schwerin mithalten können. Das war ein saugeiler Kampf, ein Hammerspiel“, meint die 19-Jährige.

Mannschaft ist gewachsen

Sportdirektor Toni Rieger pflichtet ihr bei: „Dass war ein Match auf hohem Niveau und an Spannung kaum zu überbieten. Ich bin mir sicher, wir legen zu Hause wieder ein gutes Spiel hin. Die Mannschaft ist in den letzten Wochen gewachsen, hat sich unter dem neuen Trainer Guillermo Naranjo Hernandez weiterentwickelt. Wir sind nicht ins Halbfinale eingezogen, um gegen den Favoriten klein beizugeben. Schwerin ist die Nummer eins in Deutschland – nicht nur wegen der zwölf Meistertitel.“ Der SSC wurde in diesem Jahr wieder Pokalsieger, hat mit 1,8 Millionen Euro einen Etat, der dreimal so hoch wie der beim SCP ist. Und trotzdem sagt Rieger: „Wir haben weiter unsere Chance, das wird eine enge Serie.“

Mit Einsatz und Leidenschaft

Auch ihm fallen eine Menge guter Gründe ein, warum die Zuschauer sich dieses Match nicht entgehen lassen sollten. „Wir haben gezeigt, dass wir guten Volleyball spielen können. Die Mannschaft braucht auch die Fans zur Unterstützung, um sich in schwierigen Situationen darauf aufrichten und pushen zu können. Ich bin mir sicher, das wird auch für die Zuschauer ein Erlebnis, denn spielerisch und taktisch sind wir noch nie so gut gewesen.“ Rieger lobt die Variabilität im Angriff, wo nicht nur Marta Drpa, sondern auch die Außen-Annahme-Spielerinnen Anne Hölzig und Eva Hodanova sowie die Mittelblockerinnen Nia Grant und Natalie Wilczek einen starken Auftritt hinlegten. „Der Einsatzwillen und die Leidenschaft der gesamten Mannschaften waren in Schwerin absolut überzeugend. Das war Bombe. Am Ende haben ein, zwei Kleinigkeiten gegen uns entschieden“, so der Sportdirektor.

Einladung für die Nationalmannschaft

Natalie Wilczek bestätigt: „Bei uns lässt keiner nach der unglücklichen Niederlage den Kopf hängen. Wir sind zwar erst mal K.o. gewesen, aber wir stehen wieder auf. Wir haben ein Heimspiel, das müssen wir nutzen.“Gefreut hat sie sich auch über die Einladung zum nächsten Kader-Lehrgang der Nationalmannschaft. „Ich bin sehr froh, dass ich diese Chance bekomme. Ich habe einen Leistungssprung gemacht.“ Das hat offenbar Bundestrainer Felix Koslowski ebenso registriert – und der coacht ja auch den Schweriner SC. Er hat das Talent ganz sicher am Samstag auf seinem Taktik-iPad.

Von Peter Stein

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