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SC Potsdam Erstmals die Bronzemedaille um den Hals
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19:53 18.04.2019
Da ist die Medaille: Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben erstmals Meisterschaftsbronze erkämpft. Quelle: Foto: verein
Schwerin

Die große Überraschung blieb aus und der Traum vom Finale um die Deutsche Meisterschaft ist vorbei. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben am Donnerstagabend das dritte Halbfinalspiel beim Rekordmeister Schweriner SC mit 0:3 (27:29, 16:25, 18:25) verloren und sind nach der dritten Niederlage – zuvor 2:3 und 1:3 – in der „Best of Five“-Serie ausgeschieden. Dennoch sicherten sich die Havelstädterinnen mit der erstmaligen Halbfinal-Teilnahme in der Vereinsgeschichte die seit vielen

Anne Hölzig (l.) und Nia Grant präsentieren stolz die Bronzemedaille. Quelle: verein

Jahren angestrebte Medaille. Sie wurden mit Meisterschaftsbronze dekoriert.

„Endlich haben wir diese Medaille“, freute sich Sportdirektor Toni Rieger. „Wir haben lange darum gekämpft. Schon 2014/15 und 2016/17 hätten wir das schaffen können, haben es aber nicht. Umso mehr können wir nun stolz darauf sein, dass wir zu den besten vier Mannschaften in Deutschland gehören.“

Zwei Satzbälle nicht genutzt

Er blickte noch einmal zurück auf die Saison: „Mit dem Trainerwechsel war das nicht leicht. Wir haben einige Zeit gebraucht, um uns wieder zu finden. Aber im entscheidenden Moment, in den Playoffs, haben wir unsere beste Form gezeigt.“ Zum dritten Halbfinalspiel meinte Rieger: „Knackpunkt war natürlich der erste Satz. Wir hatten zwei Satzbälle, da musst du einfach die Chance ergreifen. Aber wir haben in diesem Spiel auch gesehen, wo uns Schwerin noch ein Stückchen voraus ist. Die Mannschaft war in den entscheidenden Momenten einfach cleverer. Im ersten Satz sind wir über die Außenangreiferinnen sehr gut ins Spiel gekommen. Da hat man gesehen, dass wir auch variablen und schnellen Volleyball spielen können. Aber wir konnten in den anderen beiden Sätzen nicht mehr daran anknüpfen. Irgendwie riss dann der Spielfaden bei uns.“

Außenangreiferinnen stark, zu viele Aufschlagfehler

Vor 1852 Zuschauern in der ausverkauften Palmberg-Arena waren die Gäste von Beginn an gewillt, dem Titelverteidiger noch einmal Paroli zu bieten und vielleicht doch noch ein viertes Spiel zu erzwingen. Trainer Guillermo Naranjo Hernandez begann mit dem gewohnten Sechser: Marta Drpa, Natalie Wilczek, Lexi Dannemiller, Nia Grant, Anne Hölzig und Eva Hodanova – dazu Libera Aleksandra Jegdic. Zwar kam Topscorerin Marta Drpa im ersten Satz nicht wie gewohnt zum Zuge und leistete sich speziell im mit viel Risiko ausgeführten Aufschlag wie das gesamte Team den einen oder anderen Fehler zuviel – insgesamt 13 –, aber die beiden Außenangreiferinnen Hölzig und Hodanova waren stark. Bis zum 9:8 lag der SCP immer vorn, dann jedoch beim 11:14 erstmals drei Punkte zurück. Doch vom 16:20 kämpften sich die Gäste wieder heran, wehrten beim 23:24 den ersten Satzball ab, konnten dann aber zwei eigene nicht nutzen. Der Gastgeber schaffte es schließlich im dritten Anlauf zum 29:27.

Glücklich über die Medaille

Im zweiten (13:13) und dritten Satz (11:10) hielt der SCP jeweils nur in der Anfangsphase mit, dann häuften sich die Fehler in Angriff und Annahme. Der Champion aus Mecklenburg-Vorpommern spielte indes seine ganze Routine und Klasse aus, Schwerin war einfach besser und ließ nichts mehr anbrennen. Trotzdem fanden die Potsdamerinnen mit der Bronzemedaille um den Hals schnell einen Trost und mussten die Heimfahrt nach dem Saison-Aus nicht mit hängenden Köpfen antreten. „Natürlich bin ich jetzt erst einmal traurig“, sagte Kapitän Anne Hölzig. „Aber spätestens auf der Heimfahrt werde ich mich auch über diese erste Medaille freuen. Wir können glücklich sein, dass wir das geschafft haben.“

Selbst Schwerins Kapitän Jennifer Geerties anerkannte: „Potsdam stand zurecht im Halbfinale. Sie haben uns alles abverlangt. Wir sind froh, wieder im Finale zu stehen. Das war unser Ziel.“

Von Peter Stein

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