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Potsdam Jürgen Götte: Mit 60 immer noch flott unterwegs
Sportbuzzer Lokalsport Potsdam Jürgen Götte: Mit 60 immer noch flott unterwegs
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18:50 28.05.2019
Wie im Vorjahr führt die Strecke beim Potsdamer Schlösserlauf wieder am Neuen Palais vorbei. Quelle: foto: Benjamin Feller
Potsdam

Jürgen Götte hat am Sonntag keine Zeit für Sightseeing. Wenn der 60-jährige Dauerläufer vom ESV Lok Potsdam an der Startlinie zum 16. ProPotsdam Schlösserlauf (9 Uhr) steht, dann drückt er auf seine Stoppuhr und hat sich was vorgenommen. „Ich kenne ja die Sehenswürdigkeiten der

Jürgen Götte, Lok Potsdam Quelle: privat

Stadt, da habe ich keinen Blick für Schloss Babelsberg, den Neuen Garten oder Schloss Sanssouci. Ich schaue auf die Strecke vor mir, damit ich einen idealen Weg finde“, sagt er.

Denn Götte ist ein Rekordläufer. Am 7. April lief er in Berlin 1:23:15 Stunden für den Halbmarathon, am 28. April in Düsseldorf 2:56:50 Stunden für den Marathon. Damit verbesserte er auf beiden Strecken den zehn Jahre alten Brandenburg-Rekord in der Altersklasse M60. „Da geht noch was“, meint Götte in Bezug auf die Halbmarathonstrecke. Die 21,1 Kilometer wird er auch am Sonntag unter die Füße nehmen. „Der Kurs ist zwar nicht sonderlich schnell, aber ich will mein Bestes geben“, meint er. Der Schlösserlauf sei nicht unbedingt seine große Liebe. „Der Termin ist schon relativ spät für die langen Distanzen, meist war es zu warm. Früher bin ich dort zweimal den Marathon gelaufen, das ist aber schon über zehn Jahre her. Jetzt wage ich mich mal an den Halbmarathon.“

16 Mal beim Berlin-Marathon dabei

Für einen wie Götte ist es keine Frage, ob er die Strecke durchhält. Er stehe gut im Training. Dabei habe er erst mit 30 Jahren angefangen, regelmäßig zu laufen. Längst ist er bei den Laufveranstaltungen in der Region eine feste Größe, konnte sich in den jeweiligen Altersklassen nicht nur im Brandenburg-Cup immer wieder auf dem Podium behaupten.

Und Götte hat als Marathonläufer die Welt rein rechnerisch nicht nur mehrfach umrundet, sondern war bei einigen der größten Events selbst dabei. Er durcheilte die klassischen 42, 195 Kilometer in New York, Boston, London, Paris und eben auch in Berlin. In der deutschen Hauptstadt lief er schon 16 Mal mit. Zu diesem Spektakel mit über 40 000 Teilnehmern hat der Geltower eine besondere Beziehung. Denn er arbeitet als Gartenbauingenieur im Bezirksamt Berlin-Mitte, der Tiergarten ist unter anderem sein Revier. Und genau dort befinden sich in der Straße des 17. Juni auch Start und Ziel für den Berlin-Marathon. Dort erzielte er 2004 mit 45 Jahren auch seine Bestzeit von 2:39:56 Stunden.

Willensleistung in Boston

Eine wahre Willensleistung sei sein Besuch bei der „Mutter aller Marathonläufe“ in Boston/USA gewesen. „Da schneite es am Start, wir Läufer mussten die ganze Zeit gegen Wind, Kälte und Schneeregen ankämpfen“, berichtet Götte. „Wenn man einmal so weit gereist ist, kann man nicht klein beigeben.“

Er trainiert nach einem Plan, den er sich im Internet heruntergeladen hat. „Das funktioniert bei mir ganz gut. Aber einen Marathon kann man schlecht vorhersagen. Da kommt es immer darauf an, was für einen Tag man erwischt“, findet Götte, der in seiner intensiven Trainingsphase sechsmal wöchentlich die Laufschuhe schnürt und dabei auf 100 Kilometer im Wochenschnitt kommt. Ein Paar Laufschuhe pro Jahr verbrauche er schon. Die absolvierten Marathonläufe habe er bisher nicht gezählt, aber alles notiert. „Vielleicht sind es ja schon 100, ich werde mal nachzählen“, verspricht er.

In der Region schwört Götte auf den Haveluferlauf im Frühjahr seines Vereins ESV Lok. „Wenn ich nicht in der Organisation eingebunden bin, so wie in diesem Jahr, laufe ich immer mit.“ Auch den Lauf um den Senftenberger See im Süden Brandenburgs findet er klasse. „Das ist eine schöne, schnelle Strecke.“ Jürgen Götte ist auch mit 60 Jahren noch immer gern flott unterwegs.

Von Peter Stein

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