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Potsdam VfL Potsdam rettet Vorsprung ins Ziel
Sportbuzzer Lokalsport Potsdam VfL Potsdam rettet Vorsprung ins Ziel
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20:38 11.12.2016
Der Herr der Siebenmeter: Julius Dierberg warf 13 Tore für den VfL Potsdam, sechs davon von der Siebenmeterlinie. Quelle: foto: Julius Frick
Potsdam

Strafe muss sein. Das sagten sich etliche Zuschauer nach der 28:37-Klatsche der Drittliga-Handballer des VfL Potsdam vor einer Woche gegen den HSV Hamburg. Am Sonntagnachmittag glänzten sie mit Abwesenheit in der MBS-Arena – und verpassten eine gehörige Überraschung. Die Havelstädter waren gegen Spitzenreiter TSV Altenholz nicht wiederzuerkennen. Sie erwischten einen Sahnetag und schafften vor nur 560 Augenzeugen (Saisonminusrekord) den 36:35 (22:14)-Erfolg.

Grün-Weiß Werder verliert Kellerduell

Potsdams Lokal- und Drittligakonkurrent Grün-Weiß Werder kassierte am Samstagabend eine Niederlage.

Das Team von Trainer Silvio Krause verlor im Kellerduell gegen den SV Beckdorf mit 23:25 (12:11).

Robin Huntz (9 Tore) und Joe Boede (7) waren die besten Werfer auf Seiten des Aufsteigers, der in der Tabelle nur noch einen Punkt vor dem Letzten Beckdorf liegt.

Jetzt erst recht, sagten sich die Ballwerfer von Trainer Jens Deffke. „Gegen Hamburg hatten wir den Kopf verloren“, sagte Daniel Deutsch, die Seele des Potsdamer Spiels. „Jetzt haben wir alle Emotionen kanalisiert und allen Frust vergessen gemacht“, so der 34-Jährige. „Handball ist ein totales Kopfspiel.“ Der frühere VfL-Trainer Ralf Kutzner meinte: „Mehr falsch machen als gegen Hamburg kannst du nicht. Jetzt kam die Gegenreaktion.“

Auch ein früher Rückstand irritierte Potsdam nicht

Die Potsdamer ließen sich vom schnellen 1:4 (4.) nicht irritieren. Nach dem 6:6 (12.) erwischte Torhüter Paul Twarz eine Initialzündung. Er hielt einen Siebenmeter und mobilisierte seine Vorderleute. Fast alles ging den Potsdamern bis zur Halbzeit spielend leicht von der Hand. Der energische Jan Piske, Julius Dierberg, Nils Gugisch und Deutsch trafen fast nach Belieben. Es passte einfach alles. Die Havelstädter legten die beste erste Halbzeit in dieser Saison hin. Malte Abelmann, Linksaußen der Gäste aus dem Norden, staunte: „Wir sind nicht ins Spiel gekommen, und der VfL hat so gut wie alles getroffen.“ Die Altenholzer wussten nicht, wie ihnen geschah.

Die beste erste Halbzeit des Teams konnte Keeper Twarz noch ausschmücken. Der 1,90-Meter-Mann lieferte im kleinen Kasten die exzellenteste Partie im Herbst. Er brachte immer wieder Körper, Beine und Arme ins Geschehen und „gestattete“ den gegnerischen Werfern nur 14 Tore im ersten Abschnitt. Twarz blieb nach der tollen Vorstellung zurückhaltend. „Die Abwehr war zuletzt der Schwachpunkt. Wir waren heute beweglicher und aggressiver. Dadurch waren die Bälle für mich leichter zu halten.“

Acht-Tore-Vorsprung zur Pause

Die tolle Hatz der ersten 30 Minuten mit dem Acht-Tore-Vorsprung erlebte keine Fortsetzung. Das wäre bei dem hohen Tempo bis dahin auch vermessen. Der Flattermann schlich sich ein. Die Gäste kamen ins Laufen, verkürzten auf 27:22 (43.) und fünf Minuten vor Schluss auf 33:31. In dieser Situation halfen auch die Wände. „Jawoll, Pisi“, schrie ein Zuschauer anfeuernd, als Piske mit kernigem Wurf der Treffer zum 34:31 gelang. Es wurde noch eng, als Altenholz 16 Sekunden vor Ende der Anschlusstreffer gelang.

Linkshänder Piske strahlte. „Es war Wiedergutmachung angesagt. Allerdings wollten wir es nicht mehr so spannend machen.“ Genugtuung verbreitete auch Julius Dierberg. „Gegen Hamburg habe ich ein kümmerliches Tor geworfen. Wir haben uns gegenseitig gepusht.“ Der Linksaußen erzielte 13 Treffer und führt in der internen Liste mit exakt 100 Toren.

Test gegen die Nationalmannschaft von Südkorea

Am Montag kommt es erneut in der MBS-Arena zu einem Vergleich. Der VfL empfängt um 19 Uhr die Nationalmannschaft von Südkorea zu einem Test. Die Gäste absolvieren ein Trainingslager in Potsdam und treten am Dienstag noch bei der zweiten Mannschaft der Füchse in Berlin an.

Von Detlef Braune

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