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Potsdam VfL Potsdam vergeigt Neun-Tore-Vorsprung
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20:38 25.11.2018
VfL-Trainer Daniel Deutsch war bedient. Quelle: Julius Frick
Potsdam

Die Zuschauer auf den Tribünen der MBS-Arena jubelten nach dem Ausgleichstreffer, die Handballer des VfL Potsdam standen beim Schlusspfiff wie versteinert da. Der Drittligist schien am Sonntag gegen Handball Hannover-Burgwedel einem Kantersieg entgegenzusteuern. Nach einem Einbruch der Havelstädter in der zweiten Halbzeit reichte es mit viel Spucke am Ende gerade noch zum 29:29 (15:10).

Starke Leistung von Torwart Fabian Pellegrini

Vor 702 Augenzeugen lief es lange wie geschmiert. Die Gastgeber ließen den Niedersachsen mit schnellem Spiel und akkuraten Abschlüssen kaum Zeit zum Luftholen. Die Deckung stand sicher, und dahinter präsentierte sich mit Torwart Fabian Pellegrini ein reaktionsschnelles Stehaufmännchen. Der Schweizer absolvierte sein bisher vielleicht bestes Spiel im VfL-Kasten und parierte bis zu seiner Auswechslung nach 45 Minuten 17 Bälle. „Ich habe mich in einen Flow gespielt“, meinte der Keeper. Pellegrini (22) studiert Informatik an der Fachhochschule in Brandenburg/Havel.

Nach der Pause zieht der Schlendrian ein

Was sollte da noch schiefgehen, zumal der VfL seinen Vorsprung auf 19:10 erweiterte (35.). Doch gerade darin lag die Gefahr. Der Schlendrian zog ein. „Wir haben das Tempo rausgenommen, die Würfe zu früh genommen oder aus dem Nichts geworfen“, meinte Kapitän Yannik Münchberger zum folgenden Spielabschnitt. Die Gäste holten Tor um Tor auf. Im Angriff der Potsdamer waren der bärenstarke Kreisläufer Rolando Gonzales und Münchberger plötzlich Alleinunterhalter. Meist drei Gegner stürzten sich auf Kleiderschrank Gonzales. Nach Foul an ihm verwandelte Münchberger die fälligen Siebenmeter.

Doch mit diesem Schmalspurprogramm kamen die Potsdamer nicht durch. Drei Minuten vor dem Ende stand es 27:27. Dann führten die Gäste, und im Gegenzug verwarf der sonst so gewitzte, erst 18-Jährige Moritz Ende. Die Potsdamer gingen zur Manndeckung über, Ende schnappte sich die Kugel und erzielte fünf Sekunden vor Ultimo den Ausgleich. „Mann, hatte ich eine Wut im Bauch“, keuchte Ende.

VfL-Trainer Daniel Deutsch angefressen

VfL-Trainer Daniel Deutsch war angesichts des Einbruchs nach der Pause ebenso geplättet wie seine Akteure. „Mir ist nach Schreien zu Mute. Ich kann nicht sagen, wie das passiert ist“, sagte er. Deutsch holte Luft und konstatierte: „Wir haben die Spannung nicht hochgehalten und die Leistung um zehn bis 15 Prozent zurückgefahren. Ein Ergebnis verwalten zu wollen, ist meist der Anfang vom Ende.“

Der Trainer coacht den VfL im zweiten Jahr und ist um eine Erfahrung reicher. „Solche Erfahrungen brauchen wir nicht. Aber anscheinend müssen wir sie doch erleben, um daraus zu lernen.“

Lernen lässt sich wohl für eine ähnliche umgekehrte Situation, wenn der VfL in großen Rückstand gerät. „Das kann dann vielleicht auch mal helfen“, so Deutsch

Von Detlef Braune

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