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VfL Potsdam Ankunft in der Ellbogen-Gesellschaft
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09:55 05.04.2017
Nils Gugisch hat sich nach seinem Wechsel zum VfL Potsdam an die Härte in der dritten Liga gewöhnt. Quelle: foto: Julius Frick
Potsdam

Sie haben sich etwas Hübsches einfallen lassen für den nächsten Auftritt daheim beim VfL Potsdam, auf der Homepage des Clubs: „So wie es aussieht, muss zum nächsten Heimspiel sein Spitzname mit Nils „flying breakdancer“ Gugisch erweitert werden?“, heißt es auf der Internetseite. Dazu gibt es noch das passende Foto, auf dem Rechtsaußen Nils Gugisch (19) scheinbar den Gesetzen der Schwerkraft trotzt.

Es ist weit mehr als nur ein launiger PR-Gag vor der Partie am Sonntag zu Hause gegen die SG VTB Altjührden (16 Uhr, MBS-Arena): Gugisch, der im vergangenen Sommer nach Potsdam wechselte, ist zu den prägenden Figuren im VfL-Ensemble aufgestiegen. „Ich finde, er hat eine starke Entwicklung genommen“, schätzt Jens Deffke, der Coach, „er gibt von Woche zu Woche wichtige Impulse und ist in Potsdam angekommen.“ Gugisch sagt bescheiden: „Meine Entwicklung war nicht so schlecht, es macht Spaß, es war der richtige Schritt, nach Potsdam zu gehen.“

Gegen den Vertreter aus Friesland bestreitet der VfL seine vorletzte Heimpartie in dieser Saison. „Der Gegner kämpft um den Klassenerhalt, ich erwarte ein körperlich intensives Spiel“, sagt Deffke. Eine Partie also, in der die Tugenden eine tragende Rolle spielen, an die sich Gugisch nach seinem Wechsel von der A-Jugend der Füchse Berlin erst gewöhnen musste – es dauerte einen Moment, bis sich der Linkshänder in der sportlichen Ellbogen-Gesellschaft akklimatisiert hatte. Beim Berliner Großverein hatte er zweimal die Deutsche Nachwuchsmeisterschaft gewonnen und war zum Junioren-Nationalspieler aufgestiegen.

Nils brauchte eine Eingewöhnungsphase in den Männerbereich, aber er hat sich ab Oktober stabilisiert“, urteilt Deffke. „Die körperliche Härte war die größte Umstellung“, sagt Gugisch, „obwohl ich schon bei der zweiten Männermannschaft der Füchse gespielt und bei den Profis mittrainiert hatte.“

Die Ankunft in der dritten Liga ist gelungen: Neben einer beachtlichen Torquote – mit 129 Treffern liegt Gugisch auf Rang 13 der Torjägerliste – verleiht Gugisch dem Spiel Eleganz, mit seiner großen, dynamischen Übersetzung und der Fähigkeit, das Tempo in eine ungewöhnlich lange Flugphase umzuwandeln. Passend zum Adler, der das Vereinswappen ziert. Deffke gerät regelrecht ins Schwärmen, bei der Frage nach den Stärken seines Hochveranlagten: „Es gibt wenige, die dieses Potential haben. Er hat ganz besondere Möglichkeiten, was die Hebel und die Biomechanik betrifft.“

Auch beruflich ist Nils Gugisch gerade dabei, Neuland zu betreten. „Ich möchte im Herbst ein Studium beginnen“, berichtet er, ins Auge gefasst habe er Betriebswirtschaftslehre. Der Vertrag in Potsdam läuft noch bis Juni 2018. „Es gibt Anfragen anderer Vereine, auch für diesen Sommer“, berichtet Gugisch, „aber ich bin nicht geneigt, beim erstbesten anderen Angebot davonzulaufen.“ Die sportlichen Fernziele? „Ich möchte irgendwann mal in der ersten Liga spielen.“

Von Lars Sittig

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