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VfL Potsdam Arbeitssieg für die Potsdamer Drittliga-Handballer
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21:50 09.04.2017
Julius Dierberg war am Sonntag mit zehn Toren erfolgreichster Werfer des VfL Potsdam. Quelle: foto: Sylvia Göres
Potsdam

VfL-Abwehrchef Robert Weiß griff in den Erfahrungsschatz seiner Handball-Kiste. „Wenn du einmal Pech an der Hand hast, wirst du es schwer wieder los.“ Mit Pech, besser Unkonzentrierten, waren die Potsdamer Handballer am Sonntag reichlich bedacht. Der Drittligist ließ vor 704 Zuschauern in der MBS-Arena zahlreiche Chancen liegen und kam erst in der Schlussphase zum ungefährdeten 33:26 (17:14)-Erfolg gegen das Kellerkind in der Tabelle SG VTB Altjührden.

Weiß, der am Saisonende aufhört, beklagte eine Fehlerquelle, die sich 45 Minuten lang verbreitete. Der sonst so agile Nils Gugisch, der oft auf Torjagd geht, schoss immer wieder Fahrkarten. Das Spiel des Gastgebers kam immer dann in Schwung, wenn Regisseur Matti Spengler das Tempo anzog und selbst zu acht Treffern kam.

Die Gäste halten lange mit

Aber die Gäste blieben dran. Die Abwehr der Havelstädter ließ sich vom langsamen Spiel des Gegners irritieren, wehrte sich viel zu zart. Die erste Zeitstrafe gab es erst nach 49 Minuten für Levi Schwark. Die beste Figur gab noch Paul Twarz ab. Nach 21 Minuten fuhr der Torhüter bei einem Siebenmeter für Altjührden die Gräten aus und meisterte den Ball ebenso wie kurz darauf einen Wurf aus Nahdistanz.

Die Schludrigkeiten legte der VfL auch nach dem Wechsel nicht ab. Nach 50 Minuten glichen die Gäste sogar zum 24:24 aus. Doch da ging ein Ruck durch die Potsdamer Reihen. Innerhalb von zwei Minuten enteilten die läuferisch und technisch stärkeren Hausherren auf 28.:24. Der Widerstand des Gegners, der nur über einen 13-köpfigen Kader verfügt, war gebrochen. Auch der auffälligste Akteur, der Lette Martins Libergs, gab klein bei. In der zweiten Halbzeit war dem 37-Jährigen die Puste ausgegangen. „Wir waren kaputt“, sagte der vierfache Torschütze. „Potsdam bringt mit der ersten und mit der zweiten Welle viel Tempo ins Spiel.“

Dierberg vor Wechsel nach Dresden?

Der Sache sicher war VfL-Trainer Jens Deffke. „Wir haben gute Sachen gespielt, aber in der ersten Halbzeit viele Würfe weggelassen. Der Erfolg war nie in Gefahr. Es war ein Arbeitssieg gegen ein Team, das ums Überleben kämpft.“ Ein Nachlassen zum Saisonende will der VfL vermeiden. „Solch ein Gefühl darf vor den Auswärtspartien in Hamburg und Altenholz nicht aufkommen“, sagte Robert Weiß.

Wie die MAZ erfuhr, soll Julius Dierberg angeblich beim HC Elbflorenz im Gespräch sein. Die Dresdner sind Spitzenreiter der 3. Liga, Staffel Ost. Dierberg, der die Torschützenliste der Liga mit 204 Treffern anführt, wollte das Gerücht auf Nachfrage der MAZ nicht kommentieren.

Von Detlef Braune

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