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VfL Potsdam Die Stiere nehmen den VfL Potsdam auf die Hörner
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18:19 05.05.2019
Der wuchtige Kreisläufer Rolando Urios (Mitte) erzielte in seinem letzten Spiel für den VfL Potsdam zwei Tore. Quelle: Sylvia Göres
Potsdam

1038 Zuschauer erlebten am Sonnabend den letzten Saisonauftritt der Drittliga-Handballer des VfL Potsdam in der MBS-Arena. Doch ihr Enthusiasmus in der unterhaltsamen Begegnung wurde getrübt. Die Mecklenburger Stiere Schwerin nahmen den Gastgeber mit 40:35 (19:21) auf die Hörner. „Wir haben unglaublich schlecht in der Abwehr gestanden“, ärgerte sich VfL-Kapitän Yannik Münchberger über das missratene Finale. 40 Gegentore in eigener Halle gab es noch nie. Beide Potsdamer Keeper bekamen kaum einen Ball zu fassen.

Levi Schwark als Wirbelwind im rechten Rückraum

Dabei bot der VfL im Treffen zweier spielstarker Teams in Halbzeit eins sogar Kunstvolles. Robin Huntz netzte nach Anspiel von Philip Jochimsen mit dem Kempa-Trick ein, Matti Spengler landete auf dem Allerwertesten und nagelte die Kugel dennoch ins Toreck. Als noch nicht erlebter Wirbelwind im rechten Rückraum mit sechs Toren entpuppte sich Levi Schwark. „Ich wollte meine Chance angesichts der angeschlagenen Linkshänder Dominik Steinbuch und Marek Kovacech nutzen“, meinte der 20-jährige angehende Fachinformatiker.

Es war auch eine Begegnung der treffsichersten Schützen in der Nordstaffel. Bis zur Pause hielt der zweitplatzierte Münchberger mit sieben Toren mit. Dann drehte der Schweriner Mark Mathias Petersen mit seinen ansatzlosen Würfen auf, traf in den 60 Minuten 13-mal und schaffte 241 Saisontore, der Potsdamer 212.

Münchberger zeigt Nerven

Ausgerechnet Münchberger, der einen erfolgreichen Wurf nach dem anderen aus dem Arm geschleudert hatte, zeigte nach dem Rückstand von 27:30 (44.) Nerven. Er scheiterte zweimal mit einem Siebenmeter, dazu auch einmal noch Christian Schwarz. Die abgezockten Gäste zogen schließlich ihre Kreise.

„Schade, dass der Gesamteindruck durch zwei Niederlagen zuletzt getrübt wird“, bilanzierte VfL-Trainer Daniel Deutsch. „Wir haben insgesamt in einigen Spielen zu viel liegengelassen. Der große Aufwand im Training wurde zu wenig belohnt. Die Leistungsdichte in der Staffel hat zugenommen.“ Dennoch bot die Truppe von der Havel auch Ansehnliches. „Wir sind als Team zusammengewachsen und haben uns in allen Bereichen weiterentwickelt“, so Deutsch. Von einem Entwicklungsschritt spricht auch Münchberger, seit zwei Jahren Kopf und Kapitän der Mannschaft. Er wünscht sich noch mehr Fans in der Halle: „Die meisten Spiele sind spannend, vielleicht befürchten einige Zuschauer einen Herzinfarkt.“

Verabschiedet wurden Rolando Urios (zurück zu den Füchsen) und Phil-Lukas Winter (zu Oberligist Ludwigsfelde). Neu sein wird Kreisläufer Norman Flödl vom Zweitligisten HC Elbflorenz Dresden. Aus dem eigenen Nachwuchs rücken Torwart Jan Jochens und Rückraumspieler Josip Simic auf.

Von Detlef Braune

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