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19:52 20.12.2016
Matti Spengler (M.) wechselte im vergangenen Sommer von der zweiten Mannschaft der Füchse Berlin zum VfL Potsdam. Quelle: Julius Frick
Potsdam

„Ich glaube 20:10 Punkte haben uns nach der Hinrunde nur die Wenigsten zugetraut“, vermutet Jens Deffke, Trainer des Handball-Drittligisten VfL Potsdam. Er zeigt sich mit der ersten Halbserie seines Teams zufrieden. „Wir liegen hinter den großen Drei der Liga und sind oben mit dabei. Obwohl wir fast am Limit gespielt haben, gibt es noch Luft nach oben“, meint Deffke. Neben Linksaußen Julius Dierberg, der mit starken 108 Treffern auf Rang drei der ligaweiten Torschützenliste platziert ist, wussten auch Sommerneuzugang Matti Spengler (kam von den Füchsen Berlin II) und Routinier Jan Piske regelmäßig zu überzeugen.

Julius Dierberg drittbester Torschütze der Liga

Linksaußen Julius Dierberg vom VfL Potsdam war im bisherigen Verlauf der Spielzeit 2016/17 bereits 108 Mal erfolgreich und belegt damit hinter Jürgen Steinscherer (VfL Fredenbeck, 115) und Gabor Pulay (SV Anhalt Bernburg, 112) den dritten Platz in der Torschützenliste.

Werders Rückraumspieler Robin Huntz liegt in dieser Liste mit 89 Treffern auf Platz acht.

Beide Akteure zählen zudem zu den erfolgreichsten Siebenmeter-Schützen der Liga.

Dierberg verwandelte 37 von 46, Huntz 37 von 47 Versuchen.

Mit elf Verwarnungen führt Potsdams Kapitän Robert Weiß zusammen mit Robin Manderscheid (Oranienburger HC) und Sven Seidler (OHV Aurich) die Statistik bei den Gelben Karten an.

Werders Florian Schugardt kassierte drei Rote Karte und damit die meisten der Liga.

Hinter ihm und den Adlern liegen nervenaufreibende Monate, die nichts für schwache Nerven waren. Von 15 absolvierten Begegnungen wurden sieben Spiele mit nur einem Tor Unterschied entschieden. Viermal zog der VfL den Kürzeren, dreimal hatte man das bessere Ende für sich. Oftmals fiel der entscheidende Treffer erst in den letzten fünf Sekunden. „In dieser Form habe ich das noch nicht erlebt. Es lag oft nur an Nuancen. Nur im Spiel gegen den HSV Hamburg ging bei uns nicht viel. Aber solche Tage gibt es immer mal wieder, in jeder Sportart“, sagt Deffke und nennt als Beispiel das verlorene Olympia-Finale von Deutschlands Tennis Nummer eins Angelique Kerber. Sie war als klare Favoritin ins Spiel gegangen und musste sich der Puerto Ricanerin Monica Puig völlig überraschend geschlagen geben.

Robert Weiß: „Das Team hat eine Riesenmoral gezeigt“

Gerade auswärts wussten die Potsdamer zu überzeugen, gestalteten sechs von sieben Partien erfolgreich und belegen den ersten Platz in der Auswärtstabelle. In der heimischen MBS-Arena konnte man hingegen nur die Hälfte aller Spiele gewinnen – unterlag mit der HSG Nord HU (29:30), dem Oranienburger HC (22:23) und dem Hamburger SV (28:37) aber auch drei Top-Teams der Liga.

„Wir haben in den vergangenen Monaten eine echte Charakterprobe bestanden“, sagt VfL-Kapitän Robert Weiß stolz. „Wir konnten in keiner Trainingseinheit mit der Truppe vom Mannschaftsfoto arbeiten.“ Linksaußen Caspar Jacques fehlt seit Juli mit einem Bandscheibenvorfall und Rückraumspieler Dominik Steinbuch plagt sich seit September mit Knieproblemen rum. Zu allem Überfluss riss sich Spielmacher Yannik Münchberger Anfang November das Kreuzband und fällt für den Rest der Saison aus. „Das Team hat eine Riesenmoral gezeigt und immer an einem Strang gezogen“, so Weiß.

Starke Reaktion nach deutlicher Pleite

Aufgrund der langfristigen Ausfälle konnte wenig rotiert werden. Akteure wie Matti Spengler, Daniel Deutsch und Jan Piske konnten nur selten verschnaufen und waren für Weiß dennoch „nahe am Optimum“. Trotzdem habe man den Kräfteverschleiß gerade in engen Spielen schon bemerkt. „Die Partie gegen Altenholz zum Beispiel hätte keine Minute länger gehen dürfen“, findet Weiß. Gegen den damaligen Spitzenreiter setzte sich der VfL knapp mit 36:35 durch – zur Halbzeit stand es allerdings schon 22:14. „Eine Woche nach der Pleite gegen Hamburg, als alle echt frustriert waren, war das genau die richtige Antwort. Von zu Tode betrübt zu himmelhoch jauchzend“, sagt Weiß und freut sich nach einer anstrengenden Hinrunde auf ein paar besinnliche Tage im Kreise der Familie. Dort gilt es „die Wunden zu lecken, die jeder so mit sich rumträgt“. Er selbst ist Weihnachten zunächst bei seinen Schwiegereltern in Mannheim und dann in seiner Heimat, dem thüringischen Eisenach.

Viel Zeit bleibt den Handballern aber nicht. Ab 2. Januar wird bereits wieder trainiert. Das erste Pflichtspiel steht sechs Tage später auf dem Programm. Tabellenschlusslicht SV Beckdorf gastiert ab 16 Uhr in der heimischen MBS-Arena und bildet den vermeintlichen Auftakt für die Rückrunde, die für Weiß mit Blick auf die Auswärtspartien bei mehreren Topteams eine noch „härtere Probe“ wird.

Von Mirko Jablonowski

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