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VfL Potsdam VfL Potsdam steht unter Zeitdruck
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14:12 26.05.2014
Quelle: Verein
Potsdam

Aber das Verfahren ist noch immer nicht aufgehoben, obwohl über den Insolvenzplan schon lange abgestimmt wurde und dieser rechtskräftig ist.

Die Gläubiger haben ihre Quote von rund einem Prozent erhalten. Der frühere Frauenhandball-Bundesligist Frankfurter HC, der nach dem VfL einen Insolvenzantrag gestellt hatte, ist längst wieder aus der Insolvenz entlassen.

Beim VfL zieht es sich aber extrem hin. Laut Auskunft des Amtsgerichtes Potsdam hängt es zurzeit an der bislang nicht getroffenen Vergütungsentscheidung für Insolvenzverwalter Jörg Wenzel. Der ist über die Verzögerung nicht erfreut. Seit Mitte Februar liegen dem Gericht die notwendigen Anträge vor. Das Vorgehen des Insolvenzrichters Thorsten Graeber bestehe aber in einer Salamitaktik, immer wieder neue Anfragen mit Gelegenheiten zur Stellungnahme und Ergänzung zu stellen, anstatt die überfällige Entscheidung zu treffen, so Wenzel. In einem vierseitigen Schreiben an die Gläubiger, das der MAZ vorliegt, erklärt Wenzel den Verfahrensverlauf und die Verzögerungen. Die aktuelle Nichtentscheidung sei nicht die erste auf Verzögerung gerichtete Maßnahme des Richters. Wenzel verdeutlicht, dass er stets bemüht war, das Verfahren im Sinne der Weiterführung des Sportbetriebes und der Sanierung des Vereins schleunigst zu bearbeiten. „Leider ist ... festzustellen, dass der zuständige Insolvenzrichter ... das auch von ihm selbst öffentlich in diversen Fachvorträgen und Beiträgen in der Fachpresse propagierte ... Prinzip der Eilbedürftigkeit ... nicht umsetzt.“ Wenzel erklärt in dem Schreiben den Ablauf des Verfahrens, das unter anderem im August 2013 durch einen „sachlich und rechtlich nicht haltbaren Zurückweisungsbeschluss“ gebremst wurde. Im Februar nahmen die Gläubiger den Insolvenzplan einstimmig an. Beim VfL reifte die Hoffnung, schnell wieder „frei“ zu sein und die Zukunft planen zu können.

Aber denkste. Weiter ging es im Paragraphen-Dschungel. „Wir bedauern, dass es nicht schneller vorangeht“, hatte Präsident Holger Rupprecht bereits im Dezember gesagt.

Bei zeitnaher, sachgerechter Bearbeitung, so Wenzel, hätte das Verfahren bereits Ende 2013 abgeschlossen sein können. Weil das nicht passierte, konnte der VfL nicht auf 8000 Euro Lottomittel für das Jahr 2013 zurückgreifen. Die waren zweckgebunden für die Einkleidung der Jugendmannschaften.

Wenzel verweist in seinem Schreiben auch darauf, dass es potenzielle Sponsoren gibt, die bei einem insolventen Verein grundsätzlich nicht einsteigen. Je länger das Verfahren dauert, umso größer ist das Risiko, dass die Sponsoringtöpfe für das laufende Jahr leer sind. Auch bei möglichen Transfers ist der ambitionierte Verein nicht komplett handlungsfähig.

Sollte sich der Verfahrensabschluss bis in den Juli hineinziehen, drohen langfristige Auswirkungen. Denn am 1. Juli beginnt offiziell die neue Saison. Steckt der VfL dann noch immer in einem Insolvenzverfahren, könnte das Konsequenzen bei der Lizenzierung haben, wenn der VfL irgendwann in die 2. Bundesliga aufsteigen sollte. Daher hoffen die VfL-Funktionäre auf den Verfahrensabschluss im Juni. Dann soll es schnell Neuwahlen des Vorstandes geben.

Von Ronny Müller

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