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Prignitz Perleberg II zurück in der 3. Landesklasse
Sportbuzzer Lokalsport Prignitz Perleberg II zurück in der 3. Landesklasse
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17:35 13.04.2018
Auch Conrad Neumann durfte einmal im Kreismeisterteam des SV Perleberg wichtige Spielerfahrungen sammeln. Quelle: Stefan Peglow
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Perleberg

Das Fazit der Tischtennis-Kreisligasaison 2017/8 der Herren lautet: Die spannendste Phase ergab sich am Ende der Saison.

Das Team des SV Perleberg II zog von Anbeginn mit souveränen Ergebnissen, wie prognostiziert, seine Kreise, erarbeitete sich einen fast uneinholbaren Vorteil im Satzverhältnis. Erst eine überraschende Niederlage gegen den Pritzwalker SV IV ließ einen Moment Spannung aufkommen. Denn die Pritzwalker lagen stets in Lauerstellung und hofften auf einen Ausrutscher der Perleberger. Der kam aber nicht. Perleberg II war mit seinen eingesetzten Jugendspielern stets Herr der Lage. Die Kreisstädter strebten von Beginn an den Gewinn des Kreismeistertitels und damit die Berechtigung zum erneuten Aufstieg in die 3. Landesklasse an. Das Konzept ging auf. Und die Pritzwalker wurden mit einer stabilen Mannschaftsleistung Zweitplatzierter. Ihre Stärke war die Ausgeglichenheit des Teams. Lok Pritzwalk musste ab der zweiten Saisonhälfte seiner Besetzungsprobleme Tribut zollen. Vor allem der Ausfall von Leistungsträger Jens Calmon konnte nicht kompensiert werden. So musste sich Lok mit dem ungewohnten vierten Platz abfinden.

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Nutznießer dieser Situation war unfreiwillig der ESV V. Vor Beginn der Saison wären die Eisenbahner über Platz vier nicht unzufrieden gewesen. Aber die Lücke bei Lok, in Verbindung mit dem einen oder anderen Einsatz von Nachwuchstalent Martin Ryll, machte sich das Team zunutze und erkämpfte sich den Bronze-Platz. Das Resultat zeigt deutlich, dass der ESV sein Potenzial noch nicht ausgereizt hat Das sollte sich nächste Spielzeit zeigen.

Plätze drei bis sechs hart umkämpft

Mit dem Pritzwalker SV V war einmal mehr ein bewährtes Team unterwegs, das für jedes überraschende Ergebnis gut ist. Das macht das Mittelfeld der Liga so interessant. In diesem Jahr waren es die Plätze drei bis sechs, um die hart gekämpft wurde. Manchmal waren die Tagesform und die Mannschaftsaufstellung ausschlaggebend. Und am Ende mischte die Groß Pankower Reserve dabei auch noch mit. Die Groß Pankower haben sich in wenigen Jahren unter Mentorenschaft des Pritzwalker SV zu einer stabilen Größe im Herrenbereich entwickelt. Sie meldeten ihre erste Mannschaft für die 3. Landesklasse und sind auch im Nachwuchsbereich gut dabei. Für die 2. Mannschaft ergab sich mit dem Zugang von Peter Sachers ein deutlicher Qualitätszuwachs. Das Reserveteam verließ den letzten Tabellenplatz aus der Hinrunde und stellte den Anschluss zum Mittelfeld her.

Die Perleberger haben mit zwei weiteren Mannschaften in der Kreisliga viel ausprobiert, den Nachwuchsakteuren öfter Spielchancen eingeräumt, damit diese sich profilieren können. Die ständigen Rochaden waren einem stabilen Mannschaftsaufbau, so zeigt es die Abschlusstabelle, offensichtlich nicht zuträglich. Aber das war vermutlich sekundär. Wichtig war es für die Talente Wettkampferfahrung zu erlangen. Das wird sich in jedem Fall bei späteren Einsätzen auszahlen. Die Platzierungen allein gesehen, dürften die Kreisstädter kaum zufrieden stellen.

Kaum ist die Saison ausgespielt, kann es in den Vereinen an die Analyse gehen und schon jetzt die Weichen für die kommende Spielzeit gestellt werden.

Von Konrad Phillips