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Prignitz Bei der SG Breese wird gebaggert
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18:20 17.10.2018
Die SG Breese ist stolz auf ihre Sportanlage, wie hier die Beachvolleyballplätze. Quelle: foto: verein
Breese

Vor gut fünf Jahren rüttelten Naturgewalten an den Grundfesten der SG Breese. Die Anlage des breitensportorientierten Vereins wurde im Juni 2013 ein Opfer der Elbeflut. „Es ist das Herz des Vereins“, sagt die Vorsitzende Kristine Burkhardt. So konnten etwa die Beachvolleyballer die Anlagen am Baggersee längere Zeit nicht nutzen und nur in der Halle trainieren. Das Gelände war durch die Flut kontaminiert und musste saniert werden. Als auf der Baustelle des nahegelegenen Elbedeiches Weltkriegsbomben gefunden wurden, musste auch das Sportgelände aufwendig untersucht werden. Der Fußballplatz war schon wiederhergestellt, als der Suchtrupp anrückte und Bohrungen vornahm. Heute verfügt die SG Breese am Baggersee über vier Beachvolleyballfelder. „Die sind richtig toll“, sagt Kristine Burkhardt, die dem Verein seit zwölf Jahren vorsteht. Nach der Elbeflut 2002 war das alte Vereinshaus abgerissen worden. Das neue steht ein bisschen erhöht und überstand die Flut 2013 unbeschadet. Neben den Beachvolleyballern nutzen die Fußballer, der Angelverein und der Heimatverein das Gebäude.

Fußballer gehen eigene Wege

Gegründet wurde die SG Breese einst von Fußballern. Die spalteten sich aber vor zehn Jahren ab und fusionierten mit Veritas Wittenberge. Beide Vereine hatten damals zu wenige Kicker und wollten die Kräfte bündeln. „Wir wollten insbesondere im Nachwuchs effektiver sein“, sagt der einstige Vereinschef Werner Steiner. „Das Ziel war, alle Altersklassen zu besetzen.“ Es sei der richtige Schritt gewesen, auch wenn einige Spieler die Fusion mit Veritas verweigerten und sich anderen Vereinen anschlossen. Steiner, der der 1500-Einwohner-Gemeinde als Bürgermeister vorsteht, ist stolz auf die Anlagen in Breese mit der Sporthalle und insbesondere der Anlage am Baggersee. „Die ist herrlich, etwas Vergleichbares gibt es in der Prignitz nicht.“ Steiner würde sich wünschen, dass die Sport-Möglichkeiten noch mehr ausgenutzt werden und auch Nachwuchsmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen.

Reges Vereinsleben

Kristine Burkhardt war damals nicht begeistert von der Abspaltung der Fußballer. „Breese war immer Fußball“, sagt sie. Die Mannschaft spielte einst in der Bezirksklasse, es gab große Konkurrenz mit Wittenberge und Weisen. Finanziell gehe es dem Verein heute aber besser. Und der Platz wird weiter vom fusionierten Fußball-Verein genutzt.

Vor zwei Jahren gab eine große Feier zum 65. Jubiläum des Vereins. Auch bei der 700-Jahr-Feier von Breese 2017 war der Verein involviert. „Wir haben ein Volleyballturnier organisiert und sind beim Umzug alle in Sportklamotten mitgelaufen“, erzählt Kristine Burkhardt, die in der Gymnastikgruppe aktiv ist. Die Abteilung beschränkt ihre Aktivitäten nicht nur auf die Schulsporthalle. „Wir machen im Sommer jede Woche eine Radtour.“ 15 bis 20 Kilometer sei der Tross dann unterwegs. Einmal im Monat steigt auch ein Bowlingabend.

Beachvolleyball-Cup wiederbelebt

Dann kommt hin und wieder auch das Gespräch auf die Volleyballer des Vereins. Elf der 15 Abteilungsmitglieder sind im Spielbetrieb der Kreisliga aktiv. In der Saison 17/18 belegte das Mixed-Team den 3. Platz. „Darüber haben wir uns sehr gefreut. Wir hoffen, dass wir den in der laufenden Saison halten oder vielleicht sogar verbessern können“, sagt Karo Fehrmann, die sich um den Spielbetrieb kümmert. Außerhalb des Spielbetriebes organisieren die Volleyballer Turniere. Eine lange Tradition hat das Neujahrsturnier. „Jedes Jahr kommen mehr Spieler“, sagt Karo Fehrmann. „Sie starten mit uns sportlich in das neue Jahr.“ In diesem Jahr wurde der Breeser Beachvolleyball-Cup wieder aus dem Dornröschenschlaf geholt. Karo Fehrmann sagt: „Es war ein gelungenes Turnier am Baggersee.“

Die 110 Vereinsmitglieder verteilen sich auf die Abteilungen Badminton, Gymnastik, Stepaerobic, Volleyball und Zwergensport. Alle eint das Logo der SG Breese. Der Name des Ortes stammt aus dem Slawischen und bedeutet Birke. Deshalb trägt der Verein den Baum im Logo.

Von Ronny Müller

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