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Sport in Brandenburg Olympiasiegerin Welte startet in Weltcup-Saison
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17:42 14.10.2018
Miriam Welte (r.) gewann im August bei der EM in Glasgow mit der Cottbuserin Emma Hinze EM-Bronze im Teamsprint. Quelle: Foto: John Walton/AP
Berlin

Vor dem Abflug zum Auftakt der Weltcup-Saison im Bahnradsport am kommenden Wochenende in Paris ist Miriam Welte nach dem Trainingslager in Frankfurt (Oder) noch auf einen kurzen Zwischenstopp in Berlin, wo Ende November der dritte Weltcup stattfindet wird. Sie denkt immer wieder an Berlin, denn im Unfallkrankenhaus Marzahn kämpft ihre langjährige Weggefährtin Kristina Vogel aus Erfurt um die Rückkehr ins Leben. Seit einem schweren Trainingsunfall Ende Juni auf der Radrennbahn in Cottbus ist Kristina Vogel ab dem siebten Brustwirbel abwärts gelähmt, auf einen Rollstuhl angewiesen.

„Wir haben sehr oft Kontakt“, bestätigt Miriam Welte und macht noch einmal deutlich, wie sehr die sportliche Partnerin ein Teil ihres Lebens war und bleiben wird. Beide haben 2012 Olympia-Gold und 2016 Olympia-Bronze im Teamsprint gewonnen, dazu 2012, 2013, 2014 und 2018 WM-Gold. „Seit 2009 sind wir zusammen gefahren. Nun ist es seit zehn Jahren die erste Saison ohne Kristina“, sagt Miriam Welte. „Wir waren auch immer auf dem Zimmer zusammen, hatten unsere Rituale, wer bringt den Wecker mit, wer den Fön oder das Shampoo. Es ist ein Teil von mir, der jetzt fehlt. Doch es muss ohne weitergehen.“

„Wie hättest du das mit Kristina gemacht?“

Bereits im August gewann Miriam Welte mit der gerade erst 21 Jahre jungen Cottbuserin Emma Hinze in Glasgow EM-Bronze im Teamsprint. „Da war alles schon ziemlich krass, weil der Unfall von Kristina noch in frischer Erinnerung war. Trotzdem hatte ich Spaß mit Emma und Erfolg“, erzählt die aus Kaiserslautern stammende Oberkommissarin bei der Landespolizei in Rheinland-Pfalz. Sie gesteht: „Ich habe viel an Kristina gedacht, speziell bei den Wettkämpfen. Dann stellte ich mir zum Beispiel die Frage: Wie hättest du das mit Kristina gemacht?“ Geradezu anspornend empfindet sie es, wie Kristina Vogel mit der neuen Situation umgeht, größten Lebensmut zeigt und ihren bekannten sportlichen Ehrgeiz in der Reha. „Jede Begegnung mit ihr gibt auch mir viel positive Energie und unglaubliche Kraft“, meint Miriam Welte, die per SMS oder WhatsApp im ständigen Kontakt mit Kristina Vogel bleibt. „Wir bleiben ja eine kleine Familie.“

Mutter der Kompanie für die Jüngeren

Aber Miriam Welte muss auch schauen, allein zurechtzukommen. Schließlich ist sie nun mehr denn je mit ihren 31 Jahren die „Mutter der Kompanie“, wenngleich sie das nicht gerne hört. „Natürlich bleibt es mein Ziel, weiter erfolgreich zu sein“, erklärt Miriam Welte, die mit Emma Hinze, Pauline Grabosch (Erfurt) und Lea Sophie Friedrich (Schwerin) drei junge Konkurrentinnen für die Einzeldisziplinen und mögliche Partnerinnen für den Teamsprint an ihrer Seite weiß. „Ich bin bereit, meine Tipps und meine Erfahrung weiterzugeben“, sagt Miriam Welte, die auch Klavier spielt. Sie kennt die Klaviatur des Bahnradsprints aus dem Effeff. Egal, mit wem sie fahre, sie strebt nach dem größtmöglichen Erfolg. Zumal über den Teamsprint mit dieser Weltcup-Saison bereits die Olympia-Qualifikation beginnt.

Olympia 2020 noch offen

Für Miriam Welte liegt Olympia 2020 in Tokio allerdings noch in weiter Ferne. „Erst bei der WM Ende Februar 2019 werde ich entscheiden, wie es weitergeht“, stellt sie klar. „Das hat nichts mit dem Abschneiden bei der WM zu tun. Sondern ich muss mir überlegen, was ich beruflich zukünftig machen will. Wo sehe ich mich in vier, fünf Jahren?“ Sie sei alt genug, allein eine Entscheidung zu fällen.

Von Peter Stein

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