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Sport in Brandenburg Cottbuserin Emma Hinze kämpft um eine Medaille
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17:51 25.02.2019
Brandenburgs schnellste Radfahrerin: Emma Hinze. Quelle: Foto: Sören Stache/dpa
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Cottbus

„Ich will meine bestmögliche Leistung abrufen und schauen, wozu es reicht“, sagt Emma Hinze mit Blick auf die am Mittwoch beginnenden Weltmeisterschaften im Bahnradsport in Pruszkow/Polen. Dann fügt die Cottbuserin hinzu: „Eine Medaille wäre schon schön.“ Sie gehe ohne Druck in die Wettbewerbe, möchte versuchen, möglichst unbekümmert aufzutrumpfen.

Dabei sind diese Titelkämpfe ihre ersten „richtigen“ in der Elite, 2016 sei sie schon mal zum Reinschnuppern bei der WM dabei gewesen. Auch bei den Olympischen Spielen in jenem Jahr war sie Ersatzfrau. Aber diesmal seien die Erwartungen etwas höher – zumal nach einer erfolgreichen Weltcup-Saison. Gleich mehrfach stand die 21-Jährige auf dem Podest, gewann in allen drei Kurzzeitdisziplinen Sprint, Keirin und Teamsprint Medaillen, meist mit silbernem Glanz. „Aber oft hat die eine oder andere aus der Weltspitze gefehlt. Da waren nicht immer alle Konkurrentinnen da, jetzt bei der WM wird die Gegnerschaft ungleich größer sein“, rechnet sie mit verschärften Wettbewerbsbedingungen.

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Teamsprint als Lackmustest

Emma Hinze ist gut vorbereitet, will mithelfen, im ersten Jahr nach dem schweren Unfall von Rekord-Weltmeisterin Kristina Vogel deren hinterlassene Lücke ein wenig zu schließen. Gleich in der ersten Entscheidung Teamsprint wird sich zeigen, wie gut das gelingt. „Wenn der Teamsprint zum Auftakt gut läuft, gibt das für die gesamte WM ein gutes Gefühl“, meint Emma Hinze und hofft beim ersten Lackmustest auf eine silberne oder bronzene Farbanzeige. Mit Miriam Welte aus Kaiserslautern – frühere Stammpartnerin von Kristina Vogel – und Pauline Grabosch aus Erfurt, mit der Emma Hinze schon 2015 Juniorenweltmeisterin im Teamsprint wurde, bildet sie eine starke Mannschaft. Bundestrainer Detlef Uibel wird sich für ein Duo entscheiden müssen. Vier Wochen lang haben sich die Frauen unter anderem auf der Bahn in Frankfurt (Oder) vorbereitet. „Das gemeinsame Training bringt uns hoffentlich alle ein Stückchen weiter“, schätzt die Wahllausitzerin, die aus Hildesheim stammt, ein. Zumal die Frauen mit den deutschen Sprint-Männern trainierten und in deren Windschatten höhere Geschwindigkeiten erreichen konnten.

Nie ohne weiße Socken

Ihre Rückenprobleme, die Emma Hinze 2017 zum Pausieren zwangen, hat sie in den Griff bekommen. Längst absolviert die Sportsoldatin wieder Kniebeugen mit einer 122,5-Kilo-Hantel auf den Schultern. Während sich die Mechaniker um das Hightech-Rad kümmern, steht für Emma Hinze zwischen den Rennen auch immer der Gang zur Waschmaschine an. Ob für Teamsprint, Sprint oder Keirin – stets trägt sie weiße Socken – allerdings verschiedene. Das Paar für den Sprint streift sie seit dem Junioren-WM-Titel 2015 über – immer frisch gewaschen natürlich.

Von Peter Stein

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