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Sport in Brandenburg Enrico Kölling will Europameister werden
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17:48 24.10.2018
Erst im Ring werden sie sich wiedersehen: Zwischen Dominic Bösel (l.) und Enrico Kölling steht eine Wand. Quelle: Foto: SES
Weißenfels

Auge in Auge ging nicht. Zwischen Europameister Dominic Bösel und seinem Herausforderer Enrico Kölling stand eine Wand auf der abschließenden Pressekonferenz vor dem Duell am Samstag (22.50 Uhr/live MDR) in der Stadthalle Weißenfels. Mehr Ballyhoo geht nicht.

Boxer Enrico Kölling (Halbschwergewicht, r.) mit Trainer Stephan Kühne. Quelle: Detlev Scheerbarth

Der Kampf um die Europameisterschaft im Halbschwergewicht zwischen den beiden Protagonisten aus demselben Madgeburger SES-Boxstall hat eine lange Vorgeschichte. Doch nun ist endlich Schluss mit Mätzchen, im dritten Anlauf soll es klappen. Kölling, der sich unter dem Rangsdorfer Coach Stephan Kühne vorbereitet hat, ist mit seiner Geduld ohnehin am Ende. „Das nervt“, sagt der 28-Jährige. Schon im März sollten sie aufeinandertreffen. Bösel sagte drei Wochen vorher ab. Dann der Gipfel. Für den am 9. Juni in Leipzig angesetzten Kampf meldete sich der Titelträger plötzlich eine Woche vorher verletzt, musste sich einem operativen Eingriff unterziehen. „Das hat der doch schon eher gewusst“, polterte Kölling (28 Kämpfe, 26 Siege, 2 Niederlagen) und warf Bösel (28 – 27 – 1) Unfairness vor. „Enrico wollte ganz hinschmeißen, aufhören zu boxen, weil er sich veräppelt fühlte. Zu Recht“, stand Kühne seinem Schützling bei und musste erst ein paar Überredungskünste zur Fortsetzung der Karriere anwenden.

Die Chancen stehen 50:50

Denn Kühne hält Kölling für gut genug, sich den Titel zu schnappen. „Die Chancen stehen auf alle Fälle 50:50. Beide werden ganz sicher gut vorbereitet sein. Die Einstellung wird entscheiden, wer mehr investiert, mehr über die Schmerzen geht, gewinnt“, zeigte sich der Trainer überzeugt.

Kölling wird am Wochenende nicht seinem Job bei einer Sicherheitsfirma nachgehen und vor der Tür an einer Diskothek am Berliner Alexanderplatz stehen, sondern im Ring von Weißenfels seine Fäuste in die Hand nehmen. Er weiß, es ist Böse(l)s Land. Denn der Europameister, der sich für seinen gestrigen 29. Geburtstag Samstagnacht gern selbst beschenken will, lädt zur Heimparty, wohnt in Freyburg/Unstrut um die Ecke. „Wenn fast alle am Ring für Bösel sind, habe ich damit kein Problem. Im Gegenteil. Da steht Bösel noch mehr unter Druck. Meine Taktik werde ich hier nicht verraten. Aber ich habe mir mehrere Varianten zurechtgelegt, wie ich ihn beschäftigen werde.“

Box-Promoter Steinforth schwärmt

Das Duell in der Henry-Maske-Gewichtsklasse ist ganz sicher ein besonderer Kampf für Box-Deutschland, das derzeit ohne Weltmeister in einem der wichtigen Verbände auskommen muss. Auch SES-Promoter Ulf Steinforth schwärmte: „Dieser Kampf hat eine große Bedeutung für den deutschen Boxsport. Solche Duelle wollen die Fans sehen. Ich erwarte einen Kampf auf Augenhöhe zweier exzellenter deutscher Boxer.“ Es wird ja auch Zeit, Ring frei zur ersten Runde.

Ramona Kühne boxt auch

Die Ex-Weltmeisterin im Super-Federgewicht Ramona Kühne aus Rangsdorf klettert in Weißenfels weider in den Ring. Über acht Runden trifft sie auf die Polin Sylwia Maksym.

„Das wird kein Spaziergang“, sagte Trainer und Ehemann Stephan Kühne. „Wir wollen im Rhythmus bleiben, streben im nächsten Jahr noch mal einen Titelkampf an.“

„Ich freue mich auf Weißenfels. Dort ist immer eine großartige Stimmung“, sagte die 38-Jährige vor ihrem 29. Profikampf (27 Siege).

Von Peter Stein

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