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Sport in Brandenburg Eisbären starten selbstbewusst in die Pre-Playoffs
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18:08 05.03.2019
Siegen oder fliegen heißt das Motto für die Eisbären um Verteidiger Frank Hördler (M.) in den Pre-Playoffs. Quelle: Foto: Engler/imago
Berlin

Eisbären-Urgestein Frank Hördler kennt die Playoff-Weisheiten aus dem Effeff. „Die erste Regel ist, was vorher war, zählt nicht mehr“, sagt der Berliner. Als Neunter der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hatten sich die Hauptstädter, letzte Saison Vizemeister, für die Pre-Playoffs qualifiziert. In der Serie „Best of Three“ genügen zwei Siege zum Erreichen des Viertelfinals. Gegner sind ab Mittwoch (19.30 Uhr) die Straubing Tigers, die als Hauptrunden-Achter zunächst Heimvorteil genießen.

Was war, zählt nicht mehr

„Das kommt uns entgegen. Straubing steht da mehr unter Druck“, meint Hördler, der nach dem gestrigen Training vor dem Abflug nach Bayern festgestellt hat: „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, die Vorfreude auf die Playoffs groß. Für uns geht es nun darum, unsere Linie aus den letzten Spielen fortzusetzen.“ Immerhin wurden sechs der letzten sieben Partien gewonnen. Es gab nur eine Niederlage – ausgerechnet in Straubing kassierten die Berliner eine 3:7-Klatsche. Aber für Hördler und Co. zählt das ja nicht mehr. „Wir sollten mehr auf uns schauen. Wir sind jetzt von Spiel zu Spiel immer besser und sicherer geworden. Das war sehr wichtig für uns. Wir haben das souverän gemacht. Das gibt uns das nötige Selbstvertrauen für die entscheidenden Spiele. Alle wissen, dass sie zu den Playoffs noch mal eine Schippe drauflegen müssen.“

Erfahrung hilft in den Playoffs

Der olympische Silbermedaillengewinner von 2018 hat seit 2003 mit den Eisbären alle Höhen und Tiefen miterlebt. Seine Erfahrung kann „Mister Zuverlässig“ in der Verteidigung einbringen. „Das zählt sicher auch ein bisschen in den Playoffs“, schätzt der 34-Jährige ein. „Da gilt es, die Nerven zu behalten.“

Dass sich die Mannschaft nach vielen desolaten Auftritten – auch gegen Straubing gingen drei von vier Partien verloren – gerade noch rechtzeitig zu berappeln scheint, macht Hördler an vielen Kleinigkeiten fest. Zum einen seien die vielen Verletzten nach und nach zurückgekommen. Zum anderen habe Trainer Stéphane Richer die Übungseinheiten ein wenig verändert. „Wir sind jetzt wieder fit“, findet Hördler. Und nicht zuletzt hat Richer, der als Sportdirektor im Dezember auch den Trainerjob vom glücklosen Clément Jodoin übernahm, die Reihen noch mal umgestellt. Vor allem das Angriffstrio Brendan Ranford, Austin Ortega und Louis-Marc Aubry konnte den Puck im gegnerischen Kasten unterbringen.

Der Trainer setzt Impulse

„Der Trainer hat da einige kleine Impulse gesetzt, die sich in den letzten Spielen ausgezahlt und uns den entscheidenden Schritt weiter gebracht haben. Wir wissen, dass wir Eishockey spielen können“, hat der Verteidiger keinen Bammel vor den Niederbayern. „Straubing ist sicherlich ein schwerer, ein ekliger Gegner. Sie spielen sehr hart. Da müssen wir auch mal einen Schlag mehr einstecken, um dann möglichst in Überzahl ein Tor zu schießen“, erzählt Hördler und spielt den Puck zu den Spezialteams in Über- und Unterzahl. „Wir müssen uns von der Strafbank fernhalten“, fordert Richer.

Der abgezockte Hördler mahnt: „Wir dürfen nicht zu ungestüm werden, sondern müssen bei unserer Linie bleiben. Mit der Brechstange funktioniert es nicht. Selbst wenn es in die Verlängerung geht, kommt es darauf an, seinem Spiel treu zu bleiben.“ Aufs Viertelfinale werde ohnehin noch nicht geschaut. „In den Playoffs geht es von Spiel zu Spiel. Die kurze Serie ist auch eine große Gefahr, da kann sich jeder Fehler sofort rächen“, sagt Hördler, der auch für Pre-Playoffs genügend Positiv- und Negativerlebnisse zum Erfahrungsschatz zählt.

Von Peter Stein

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