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Sport in Brandenburg Kanuverein Neuruppin hat eine lange Tradition
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18:04 24.10.2018
Tausende Besucher kommen jährlich zum Mai- und Hafenfest am ersten Maiwochenende ans Neuruppiner Bollwerk. Der Kanuverein Neuruppin organisiert die Drachenbootrennen. Quelle: foto: Andreas Vogel
Neuruppin

Schon die alten Germanen taten es: Paddeln. 1915 wurde von Fischern im Rhinluch ein Einbaum gefunden. Sieben Jahre später gründeten 15 Gleichgesinnte in einer kleinen Halle bei den Seedammbrücken die Paddlergilde „Rhinbrüder“ und setzten damit die Tradition der Vorväter fort, die bis heute Bestand hat. Die Paddler prägten das Bild auf dem Ruppiner See, wie die Ruderer und Segler, die Nachbarn des heutigen Kanuvereins Neuruppin.

Drachenboot-Rennen als Attraktion

„Wir gehören zum Stadtbild dazu“, sagt Frank Zabel, einer aus dem Vorstandsquartett, der seit 2008 im Verein Mitglied ist. „Ich bin Quereinsteiger über die Drachenbootschiene.“ Das Stichwort: 1998 wurden die Kanuten stolze Besitzer eines eigenen Drachenboots, ein Jahr später fuhren sie zum ersten Mal beim jährlich stattfindenden Mai- und Hafenfest einen Wettkampf. Seitdem ist das Rennen mit den chinesischen Großbooten die Attraktion des Festes – bis heute. Und lange Jahre hat der Verein diese Rennen auch organisiert, das bis zu 10 000 Menschen ans Ruppiner Bollwerk lockt, um bis über 70 Teams mit über 1600 Paddlern zuzujubeln. „Es ist alles optimal gelaufen. Wir hatten wieder viel Action. So wollen wir das haben,“ meldete der ehemalige Vorsitzende der Kanuten Frank Birkholz über die Jahre. Vor zwei Jahren schied Birkholz wegen vereinsinterner Gründe aus.

Viele Medaillen eingeheimst

Bis dahin hatten er und andere Vereinsmitglieder auch viele Medaillen in nationalen und internationalen Drachenbootrennen eingeheimst für die Senioren-Nationalmannschaft. So in London 2012, als Birkholz, Frank Steiner und Sven Haase zu Gold und Silber fuhren. Ein Jahr später stand Frank Steiner bei der Drachenboot-Weltmeisterschaft in Ungarn auf dem Treppchen ganz oben. Da holte der Neuruppiner sich mit der Senioren-A-Mannschaft (über 40 Jahre) in der Open-Boat-Klasse die Titel über 200, 500 und 1000 Meter.

Birkholz erlebte noch seinen „Gänsehautmoment“ bei der Siegerehrung für Silber und Bronze im Mixedboot über 1000 und 2000 Meter gemeinsam mit Steiner. Nicht zu vergessen Carla Haase, die mit dem Mixed-Team die Bronzemedaille gewann.

Vereinshaus und Baustellen

Die Athletin aus dem Kanuverein konnte auch in diesem Jahr gemeinsam mit Bodo Kostetzka und Vorstandsmitglied Marvin Kennke reichlich Medaillen mit an die Regattastraße ins Vereinshaus mitbringen (siehe Infokasten).

Das Haus, das 2002 nach einjähriger Bauzeit eingeweiht und 2014 noch einmal erweitert wurde. „Die größeren Baumaßnahmen sind abgeschlossen“, sagt Frank Zabel, „jetzt stehen Modernisierungen an. Wir wollen damit die Energiekosten senken.“ Sehr viele Baustellen haben Zabel und seine Mitstreiter im Vorstand nach seiner Wahl bei der Mitgliederversammlung im März dieses Jahres ausgemacht. Das Quartett, dass bewusst ohne Vorsitzenden auskommen möchte – „wir sind alle gleichberechtigt“ – hatte seine Vorgänger nach nur gut einem Jahr Amtszeit abgelöst. „Über das Warum möchte ich hier nicht sprechen“, erklärt Zabel.

Mehr Trainer müssen her

Der Verein steht vor einer Neuausrichtung. Wurde in den vergangen Jahren die Konzentration sehr auf die Drachenbootsparte gelenkt, sollen die Sparten Canadier und Kajak wieder mehr zur Geltung kommen. Ebenfalls den Ausbau der Nachwuchsabteilung haben sich die Vorstandsmitglieder in ihre Agenda geschrieben. In der Vergangenheit hatten die Trainer Jörg Appenrodt und Sebastian Woetzel schon Landesmeister feiern können. Das Problem: Mit zwei Übungsleitern ist das Angebot an Training begrenzt. „Mehr Trainer müssen her“, heißt es aus dem rührigen Verein.

Von Dirk Becker

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