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Sport in Brandenburg Denise Schindler stockt WM-Medaillensammlung auf
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18:03 19.03.2019
Denise Schindler (l.) vom BPRSV Cottbus im Scratch-Rennen bei den Weltmeisterschaften im Para-Bahnradsport. Quelle: Foto: Oliver Kremer/DBS
Cottbus

So schnell lässt sich Denise Schindler nicht unterkriegen. Schließlich hält sie vor Managern Vorträge über Motivationstraining.

Denise Schindler (l.) bei der Siegerehrung in Apeldoorn. Quelle: Oliver Kremer/DBS

Die 33-Jährige ist immer auf der Suche nach der besonderen Herausforderung und diese sind für die Behindertensportlerin ganz alltäglich. Aber sie sucht auch den Erfolg. Bei den Weltmeisterschaften im Para-Bahnradsport in Apeldoorn/Niederlande gewann sie gerade drei Medaillen: Silber in der 3000 Meter Einzelverfolgung, Silber im Mehrkampf Omnium und Bronze im Scratch. „Ich bin zufrieden, vor allem über die Medaille im Scratch-Rennen habe ich mich gefreut“, sagt Denise Schindler.

Mit Spinning fängt alles an

Als Zweijährige rutschte sie in ihrer Geburtsstadt Chemnitz bei Eis und Schnee unglücklich unter die heranbrausende Straßenbahn. Ihr rechter Unterschenkel musste amputiert werden, links hat sie seither einen Klumpfuß mit einem versteiften Sprunggelenk. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr wurde sie mehrfach operiert. „In der Schule war nicht viel mit Sport. Beim Wählen der Mannschaften war ich aufgrund meiner Behinderung immer die Letzte. Erst als ich in der Abi-Zeit in einem Fitnessstudio anfing zu jobben, um mein Taschengeld aufzubessern, kam die entscheidende Initialzündung beim Spinning. Auf dem Rad hatte ich von Anfang an Spaß.“

Großes Ziel Tokio 2020

Seit 2011 ist sie Leistungssportlerin und hatte gleich Erfolg, wurde in ihrer Schadensklasse C3 Weltmeisterin im Straßenrennen. Bei den Paralympics in London 2012 gab es Silber, vier Jahre später in Rio Silber und Bronze. 2017 wechselte die in Olching bei München beheimatete Radsportlerin zum Brandenburgischen Präventions- und Rehabilitationssportverein (BPRSV) Cottbus, „weil ich dort eine unglaublich professionelle Betreuung unter Trainer Reneé Schmidt habe und allerbeste Bedingungen“, schwärmt Denise Schindler vom Radsport-Knowhow in der Lausitz. „Ich bin nach Cottbus gegangen, weil ich 2020 in Tokio bei den Paralympics noch mal angreifen will“, meint die Sportlerin, deren Spezialprothese am rechten Unterschenkel mit dem Klickpedal verbunden ist. Zum Laufen trage sie eine andere Prothese. Der Umbau sei kein Problem.

Alpenanstiege als besondere Herausforderung

Überhaupt versucht Denise Schindler, sich so normal wie möglich zu bewegen und schließt sich beim Training gern den Hobbyradsportgruppen an. Auch in die Berge wagt sie sich, vor allem die Alpenpässe seien eine besondere Herausforderung. „Ich kann nicht einfach vom Rad steigen und den Berg hoch laufen, ich muss da durchtreten. Da fahre ich trotz Schmerzen“, gibt sie zu. Nun beginnt die Vorbereitung auf die Straßensaison, demnächst steht ein Trainingslager auf Mallorca an. Und nach der WM in Emmen/Niederlande will sie im Oktober heiraten. Ja gesagt zu ihrem Verlobten habe sie schon.

Von Peter Stein

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