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Sport in Brandenburg Potsdamer Platzsturm auf der roten Asche
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10:12 20.06.2019
Nadja Meier, die Enkelin der Tennislegende Horst Stahlberg und Tochter des Coaches Olaf Stahlberg, gehört zu den Stützen des PTC-Damenteams. Quelle: privat
Potsdam

Den Titelgewinn haben sie genossen auf der heimischen Anlage, auch wenn der Gewinn der berlin-brandenburgischen Meisterschaft nur ein Zwischenziel war. „Klar hat uns das gefreut“, sagt Trainer Olaf Stahlberg, der Coach des ersten Damen-Tennisteams des TC Rot-Weiß Potsdam, „aber das musste man bei der Spielstärke der Mannschaft auch erwarten, ohne dass das jetzt überheblich klingen soll.“ Im Spätsommer stehen nun Relegationsduelle mit zwei Meistern anderer Bundesländer auf dem Programm, dann könnte der Sprung in die Ostliga gelingen. Auch diese Spielklasse, die vierthöchste nationale Leistungsebene, soll aber perspektivisch nur eine Durchgangsstation bleiben. „In der Regionalliga, eine Spielklasse höher, wäre die Mannschaft gut aufgehoben“, sagt Trainer Stahlberg.

Kein Wunder, die ambitionierten Pläne: Für den TC Rot-Weiß schlägt in dieser Spielzeit ein exzellent besetztes Ensemble auf. Nadja Meier (Enkelin der Tennislegende Horst Stahlberg und Tochter des Coaches, Deutsche Rangliste Damen Nummer 81), Sofiya Afandieva (Nummer 256) und Nicole Müller (deutsche Rangliste Nr. 70, Damen 30), Marta Lesniak (polnische Meisterin 2018) und Amelia Kopel (polnische Meisterin U16) waren vor dieser Saison von Grün-Weiß Nikolassee nach Potsdam gewechselt.

In den vergangenen Wochen fegte der PTC wie ein Platzsturm in Tennisröcken durch die Meisterklasse, die höchste Liga der Bundesländer Berlin und Brandenburg. Die Bilanz? Sieben Siege, die Bilanz der Matches belief sich auf 58:5. Beim Saisonfinale am Sonnabend auf der heimischen Asche feierte der PTC einen 9:0-Erfolg im Duell mit dem Tabellenzweiten SV Berliner Bären, der bis dahin ebenfalls alle Spiele gewonnen hatte. „Es ist nicht nur die Spielstärke“, sagt Olaf Stahlberg, „sondern auch der Geist innerhalb des Teams. Es ist eine Sympathie-Mannschaft.“ Und: Viele der Top-Spielerinnen haben Potsdamer Wurzeln und trainierten auch beim PTC, spielten aber wegen ihrer hohen Einstufung in Berliner Vereinen. Jetzt soll der PTC in diese Sphären vordringen.

Es ist viel in Bewegung beim TC Rot-Weiß, insgesamt wurden in der gerade beendeten Spielzeit des berlin-brandenburgischen Tennis-Verbandes vier Aufstiege gefeiert (siehe Infokasten). Der Club ist in vielen Altersklassen exzellent aufgestellt – bei den Damen 60 beispielsweise, die von der Verbandsliga in die Verbandsoberliga aufgestiegen sind, war Christa Krick, die in der deutschen Rangliste W 80 auf Rang 13 geführt wird, bei allen sechs Duellen im Einsatz.

Auch das Herrenteam des PTC, das den Sprung von der Verbandsliga in die Verbandsoberliga – die zweithöchste regionale Spielklasse – geschafft hat, könnte sich perspektivisch weiter nach oben orientieren. Die Nummer eins, der polnische Tennisprofi Kacper Zuk, rangierte im vergangenen Sommer auf Platz 527 der Weltrangliste, die Nummer zwei, der Schwede Christoffer Solberg schaffte ebenfalls schon den Sprung unter die besten 1000 Spieler der Welt. Kein Wunder: Auch das Herrenteam erkämpfte sich mit fünf Siegen den Staffelsieg in der Gruppe C. „Man muss mal sehen, wie weit nach oben es am Ende für die Mannschaften tatsächlich gehen“, sagt Olaf Stahlberg, „das ist ja auch eine finanzielle Frage. Wir betreten gerade viel Neuland. Sportlich und auch in Sachen Sponsoring.“

Von Lars Sittig

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