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Sport in Brandenburg Maximilian Levy startet in die Weltcup-Saison
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18:06 16.10.2018
Max Levy mit WM-Bronze 2018. Quelle: foto: dpa
Cottbus

Wenn am Freitag in Paris die sechs Stationen umfassende Weltcup-Saison 2018/19 im Bahnradsport beginnt, dann ist auch Maximilian Levy wieder mit von der Partie. Bundestrainer Detlef Uibel möchte auf die Erfahrung des 31 Jahre alten Cottbusers, der sich seit mehr als einem Dutzend Jahren auf der Hochgeschwindigkeitsbahn mit bis zu 70 Stundenkilometern bewegt, nicht verzichten. Gerade im Teamsprint.

Konzentration auf Teamsprint und Sprint

Da holte Levy bereits vor zehn Jahren in Peking Olympia-Bronze. Weil Uibel ohnehin Personalprobleme hat – unter anderen fällt Keirin-Europameister Stefan Bötticher (Chemnitz) wegen gesundheitlicher Probleme aus –, musste er sein Trio für Paris noch mal kurzfristig umstellen. Levy fährt nun mit Robert Förstemann (Berlin) und Eric Engler (Cottbus). „Ich bin mit beiden schon gefahren, mit Förstemann war ich sogar Weltmeister, das passt schon“, macht Levy keine Welle. Der viermalige Weltmeister will an der Seine im Teamsprint und Sprint antreten. „Es geht in dieser Weltcup-Saison schon darum, die Olympia-Qualifikation abzusichern. Ich möchte zeigen, dass ich leistungsfähig bin, hoffe daher auch im Sprint auf eine gute Qualifikationszeit“, sagt der Lausitzer. „Ich will meine Erfahrung einbringen und Stabilität.“

Vaterfreuden statt WM-Jubel

Auf den Einsatz im Keirin, wo er in diesem Jahr WM-Dritter wurde, wird er indes in Paris verzichten. Apropos Verzicht. Noch einmal begründet Levy, weshalb er nicht an der Weltmeisterschaft Ende Februar 2019 in Pruszkow/Polen teilnehmen wird: „Meine Frau erwartet unser drittes Kind. Das ist ein Erlebnis, was nicht wiederkommt. Da reizt mich die 13. WM weniger. Ich will bei der Geburt dabei sein.“ Mit Grausen erinnert er sich an die Umstände, als er zum ersten Mal Vater wurde. „Damals war ich zu einem Termin in Templin in der Uckermark, als der Anruf kam, dass es soweit ist. Ich bin geflogen – aber im Auto.“ Sein „Drei-Mädel-Haus“ – Ehefrau Madeleine, die Töchter Tessa (5) und Mila (2) – sei sein ein und alles. Alle freuen sich auf den Zuwachs. „Daher will ich meine Frau so gut es geht unterstützen.“

Die Karriere hat Spuren hinterlassen

Ohnehin lehre ihn das Leben mit zunehmendem Alter, dass es wichtigere Dinge gebe, als mit dem Rad im Kreis herumzufahren. „Bahnradsport ist in der öffentlichen Wahrnehmung nur eine Randsportart.“ Außerdem haben seine wilden Rundenjagden auch bei ihm Spuren hinterlassen, mehrfach brach er sich bei Stürzen das Schlüsselbein. Und er war dabei, als am 26. Juni dieses Jahres Sprint-Kollegin Kristina Vogel auf der Betonpiste in Cottbus schwer verunglückte. Levy war Ersthelfer und initiierte eine Spendensammlung zugunsten der auf einen Rollstuhl angewiesenen Erfurterin.

„Das machen Freunde so“, meint er bescheiden. „Natürlich denke ich immer daran. Aber man muss nach vorn schauen, egal, was im Leben passiert. Das funktioniert mal besser, mal weniger. Man muss da auch viel mit sich selbst ausmachen. Aber Kristina mit ihrem Lebensmut macht es mir leicht, auf sie zuzugehen.“ Auch das gehört zu Levys Lebenserfahrungen.

Von Peter Stein

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