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Sport in Brandenburg Trainieren mit Mütze und Handschuhen
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19:23 02.12.2014
Die Unioner Christopher Trimmel (l.) und Robert Puncec schützen sich vor der Kälte.
Die Unioner Christopher Trimmel (l.) und Robert Puncec schützen sich vor der Kälte. Quelle: Matthias Koch
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Sachsenhausen

Der Blick auf die Wettervorhersage lässt für Brandenburgs Fußballer nichts Gutes erahnen: Bis zu  minus 3 Grad sollen es abends werden. Genau zum Trainingsstart. „Bei Kälte ist die Temperaturregulation für den Organismus schwieriger“, erklärt Diplom-Sportwissenschaftler Erik Helm.

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„Es besteht jedoch keine erhöhte Erkältungsgefahr allein durch niedrige Temperaturen.“ Durch warme Heizungsluft trocknen die Nasenschleimhäute aus und sind somit eher anfällig für Viren und Bakterien. „Der Organismus braucht bei Kälte einen erhöhten Energieeinsatz, um Leistung zu bringen. Die Anforderungen an das Immunsystem werden größer. Deshalb sollte die Intensität reduziert und etwas langsamer gelaufen werden. Das Tempo sollte so gewählt sein, dass man gut durch die Nase ein- und ausatmen kann.“ Das kurze Trikot sollte aber im Schrank bleiben. Stirnband oder Mütze sind in diesen Tagen angebracht. Ob bei den Profis von Hertha BSC, Union Berlin oder bei den Amateur-Sportlern.

Auch in Werder wird sich der Witterung angepasst. Die Blütenstädter kicken in der Brandenburgliga und trainieren dreimal in der Woche. „Wenn ein Spieler bei diesen Temperaturen im T-Shirt zum Training erscheint, schicke ich ihn wieder in die Kabine“, sagt Thomas Leek. „Wir wissen alle, dass die Muskulatur bei Minusgraden länger braucht, um sich zu erwärmen. Da ist angepasste Kleidung wichtig.“ Der Coach meint aber auch, dass ihn eine kurze Hosen nicht stört. „Wir reden von minus zwei, drei Grad. Auch am Wochenende wird in kurzen Hosen gespielt. Wir stellen in der Winterzeit das Training so um, dass die Spieler immer in Bewegung sind.“ Sollten die Temperaturen weiter fallen, würde Leek sogar überlegen, die Einheit zu verschieben. „Bei minus 15 oder 20 Grad muss man gucken, ob der Gang in die Halle nicht besser wäre.“

Auch die Fußballer des TuS 1896 Sachsenhausen müssen dreimal in der Woche auf den Platz. „Ich sage vor dem Training deutlich an, dass witterungsbedingt angemessene Kleidung getragen werden soll“, berichtet TuS-Trainer Christian Städing (45). „Es gibt immer welche, die unbedingt in kurzen Hosen trainieren wollen. Die Spieler sind alt genug, um selbst zu entscheiden. Ich habe nichts gegen eine Mütze, weil über den Kopf viel Wärme abgegeben wird.“ Das Training beim Team aus Oberhavel sei schon auf die Winterzeit umgestellt. „Im Sommer trainiert man eher Standards“, so Städing, der als Erzieher arbeitet. „Wir absolvieren jetzt mehr Spielformen, sodass alle in Bewegung sind.“

Das hört Erik Helm gern. „Da das Immunsystem bei kälteren Temperaturen stärker gefordert wird, wird eine Art Impfeffekt für den Organismus geschaffen. Die Abwehrkräfte werden gestärkt“, nennt der Athletiktrainer Vorteile.

Für die Fußballer in Brandenburg ist die Winterpause noch nicht in greifbarer Nähe. Bis kurz vor Weihnachten müssen sie noch trainieren – auch bei Minusgraden.

Von Sebastian Morgner

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